Innen

Bezirksverwaltung Erfurt des Ministeriums für Staatssicherheit der Deutschen Demokratischen Republik

Bezirksverwaltung (BV) für Staatssicherheit (BVfS) Erfurt des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR).

Die Bezirksverwaltung (BV) für Staatssicherheit (BVfS) des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) in Erfurt befand sich im Stadtzentrum in der Andreasstraße 38. Für die Bezirksverwaltung des MfS in Erfurt waren am Ende 1989 unter der Leitung von Generalmajor Josef Schwarz am Dienstsitz der Bezirksverwaltung einschließlich der 13 Keisdienststellen (KD) insgesamt 2.988 hauptamtliche Mitarbeiter (MA) tätig. Insgesamt übten im Auftrag der BV und den KD des MfS in Erfurt 8.531 inoffizielle Mitarbeiter (5.039 IMS, 169 IMB, 251 IME, 241 FIM, 949 IMK/ KW/ KO, 184 IMK/ DA/ DT/ S, 1.631 GMS) eine konspirative Tätigkeit aus. Die 13 Kreisdienststellen der Bezirksverwaltung des Staatssicherheitsdienstes in Erfurt befanden sich in Apolda, Arnstadt, Eisenach, Erfurt, Gotha, Heiligenstadt, Langensalza, Mühlhausen, Nordhausen, Sömmerda, Sondershausen, Weimar und Worbis, in denen 735 hauptamtliche und 5.997 inoffizielle Mitarbeiter (3.616 IMS, 118 IMB, 132 IME, 202 FIM, 632 IMK/ KW/ KO, 117 IMK/ DA/ DT/ S und 1.180 GMS) der Stasi verpflichtet beschäftigt waren.

Aufnahmen vom 26.12.2012 des Raums 184 im Erdgeschoss des Südflügels der zentralen Untersuchungshaftanstalt des Ministerium für Staatssicherheit der Deutschen Demokratischen Republik in Berlin-Hohenschönhausen, Foto 673
Aufnahmen vom 26.12.2012 des Raums 184 im Erdgeschoss des Südflügels der zentralen Untersuchungshaftanstalt des Ministerium für Staatssicherheit der Deutschen Demokratischen Republik in Berlin-Hohenschönhausen, Foto 677
Aufnahmen vom 26.12.2012 des Raums 184 im Erdgeschoss des Südflügels der zentralen Untersuchungshaftanstalt des Ministerium für Staatssicherheit der Deutschen Demokratischen Republik in Berlin-Hohenschönhausen, Foto 680
Aufnahmen vom 26.12.2012 des Raums 184 im Erdgeschoss des Südflügels der zentralen Untersuchungshaftanstalt des Ministerium für Staatssicherheit der Deutschen Demokratischen Republik in Berlin-Hohenschönhausen, Foto 684
Aufnahmen vom 26.12.2012 des Raums 184 im Erdgeschoss des Südflügels der zentralen Untersuchungshaftanstalt des Ministerium für Staatssicherheit der Deutschen Demokratischen Republik in Berlin-Hohenschönhausen, Foto 688
Aufnahmen vom 26.12.2012 des Raums 184 im Erdgeschoss des Südflügels der zentralen Untersuchungshaftanstalt des Ministerium für Staatssicherheit der Deutschen Demokratischen Republik in Berlin-Hohenschönhausen, Foto 694

Die verantwortlichen Leiter der Bezirksverwaltung des MfS der DDR in Erfurt waren von 1953 bis 1957 Wilhelm Gaida (gleichzeitig Mitglied der SED-Bezirksleitung Erfurt) von 1957 bis 1982 Generalmajor Martin Weikert (gleichzeitig Mitglied der SED-Bezirksleitung Erfurt) und von 1982 bis 1989 Josef Schwarz im Rang eines Generalmajors, der ebenfalls auch gleichzeitig Mitglied der SED-Bezirksleitung Erfurt war. Dem letzten Leiter der Bezirksverwaltung, Generalmajor Josef Schwarz standen 1989 in Ausübung seiner Tätigkeit ein 1. Stellvertreter, ein Stellvertreter Operativ, ein Stellvertreter operatives und ein Stellvertreter Aufklärung zur Verfügung, welche für die jeweils ihnen als Anleitungsbereich unterstellten Diensteinheiten verantwortlich waren. Dem Anleitungsbereich von Josef Schwarz als letztem Leiter der BV in Erfurt unterstanden unmittelbar die 13 Kreisdienststellen sowie einige Diensteinheiten der Bezirksverwaltung. Die Zentrale Parteileitung der Bezirksverwaltung (ZPL) wurde als SED-Parteiorganisation wurde direkt von der Abteilung Sicherheitsfragen der Bezirksleitung (Bl.) der SED in Erfurt angeleitet. Zum unmittelbaren Anleitungsbereich des Leiters der BV gehörte die Arbeitsgruppe des Leiters (AGL), die für Fragen der Mobilmachung, Übungen und Vorbereitung der Internierung zuständig war. Die Auswertungs- und Kontrollgruppe (AKG), in der alle Informationen zusammen liefen und verdichtet wurden. Die AKG verfasste die Berichte an die Bezirksleitung der SED und verfügte über Kontrollmechanismen, um Doppelbearbeitung des MfS in Erfurt zu vermeiden. Die Abteilung Kader und Schulung (Abt. KuSch), die für die Besoldung, der Verbindung zur Juristischen Hochschule des MfS in Potsdam, das Diszilinarreferat (Überwachung der eigenen Mitarbeiter) und der Kaderwerbung verantwortlich war. Die Abteilung Medizinischer Dienst (MD) mit der allgemeinmedizinischen Betreuung und der stamatologischen Behandlung (MfS-Angehörigen war es außer in Notfällen verboten, zum normalen Artzt zu gehen). Desweiteren war die Abt. Medizinischer Dienst für die Mitbetreuung der Untersuchungshaftanstalt der BV des MfS in Erfurt verantwortlich. Die Abteilung XII (Auskunft, Speicher, Archiv), welcher der Erfassung und Überprüfung von Personen und Objekten diente. Sie führte im Bezirk Erfurt eine Personenkartei des MfS, registrierte Operative Vorgänge sowie Akten und archivierte das operative Schriftgut sowie Aktenbestände anderer staatlicher Organe. Aus diesem Grund war sie in der Bezirksverwaltung Erfurt die Auskunftsstelle, die auf Anforderung Überprüfungen, Recherchen und Auskunftserteilungen leistete. Die Ateilung 26, in deren Zuständigkeitsbereich der "auftragsgebundene konspirative Einsatz operativ-technischer Mittel und Methoden" im Bezirk Erfurt fiel. Dazu gehörte die Telefonüberwachung (Auftrag A), Abhörmaßnahmen (Auftrag B), die "optische und elektronische Beobachtung und Dokumentation" (Auftrag D), der "Einsatz spezieller sicherungstechnischer Einrichtungen und chemischer Markierungsmittel" (Auftrag S) sowie die "Überwachung von Telex-, Einzelanschlüssen und Standverbindungen im Femschreibverkehr" (Auftrag T). Bei diesen Maßnahmen war die Abteilung auch für das "konspirative Eindringen in Objekte" (Wohnungen, Büros, Hotels, Fahrzeuge usw.) zuständig. Die Abteilung Finanzen, die für die Haushaltsplanung, Besoldung, und dem Betrieb der hauseigenen Sparkasse verantwortlich war. Die Abteilung XIV (Untersuchungshaft- und Strafvollzug) unter der Leitung von Oberstleutnant Meyer mit 41 Mitarbeitern, die in 7 Referaten tätig waren. Die Abt. XIV war für den Betrieb der eigenen Untersuchungshaftanstalt (UHA) des MfS in Erfurt, der erkennungdienstlichen Behandlung von Gefangenen, deren sichere Unterbringung, der inneren und äußeren Bewachung der UHA, den Transporten von Untersuchungsgefangenen zu Verhandlungen und in andere Haftanstalten verantwortlich. Die Abteilung Ⅸ (Untersuchungsabteilung) wurde von Oberstleutnant Wagner und seinen zwei Stellvertretern Major Breyer und Major Leinhoss geleitet. Die Abt. IX bestand aus 46 Mitarbeiter (davon 1 OibE und 1 HIM), die in 5 Referaten und einer Spezialkommission tätig waren. Die Abt. Ⅸ bearbeitete Untersuchungsvorgänge in der offiziellen Strafverfolgung (Ermittlungsverfahren) im Bezirk Erfurt. In ihrem Zuständigkeitsbereich lag dabei die inoffizielle Zusammenarbeit mit Untersuchungshäftlingen, die sie unter der Bezeichnung Zelleninformatoren (ZI) führte. Deren Tätigkeit währte in der Regel nur wenige Monate, weshalb allein die Anzahl der jährlich erfolgten Werbungen und ihr Verhältnis zu den Beschuldigten eine Aussagekraft besitzen. Weiterhin war dem Leiter der BV die Wach- und Sicherungseinheit (WSE) unmittelbar unterstellt, dessen Mitarbeiter als Angehörige des Wachregimentes Felix Dzierzynski für die Sicherung der Gebäude der BV des MfS in Erfurt verantwortlich waren.

Dem 1. Stellvertreter Operativ des Leiters der BV des MfS in Erfurt unterstanden in seinem Anleitungsbereich die Abteilung XⅧ (Sicherung der Volkswirtschaft), die für die Überwachung der Volkswirtschaft im Bezirk Erfurt, der volkswirtschaftlichen Leitungs- und Planungsorgane des Staatsapparates sowie der zentralen Betriebe, Kombinate und Einrichtungen in den Bereichen Industrie, Bauwesen, Handel, Versorgung, Landwirtschaft sowie Außenhandel verantwortlich war. Sie kontrollierte zudem Forschungseinrichtungen, vor allem im naturwissenschaftlich-technischen, aber auch im gesellschaftswissenschaftlichen Bereich. Die Abteilung XIX, die für die Sicherung des Verkehrs- und Nachrichtenwesens zuständig war.  Die Abteilung ⅩⅩ, die in den Bereichen Staatsapparat, Kultur und Kirche "politisch-ideologische Diversion" (PID) und "politische Untergrundtätigkeit" (PUT) im Raum Erfurt aufdecken sollte. Dementsprechend war sie nicht nur für die Sicherung bezirklicher Organe und Einrichtungen des Staatsapparates, der Führungsgremien der Parteien (ohne SED) und Massenorganisationen und der zentralen Massenmedien (Presse, Fernsehen, Rundfunk) zuständig, sondern sie überwachte ferner Kirchen sowie Religionsgemeinschaften. Die Arbeitsgruppe Geheimnisschutz (AG G),  die für die Sicherheitsüberprüfungen von Geheimnisträgern und dem Schutz von Staatsgeheimnissen vor Informationsabfluß zuständig war.

Dem Stellvertreter Operativ des Leiters der BV in Erfurt unterstanden in seinem Anleitungsbereich die Abteilung Ⅱ (Spionageabwehr), welche die Tätigkeit "feindlicher Geheimdienste" gegen die DDR auf politischem, militärischem und ökonomischem Gebiet im Bezirk Erfurt aufzudecken hatte. Dazu gehörte auch die Aufklärung von Organisationen im "Operationsgebiet", die gegen den SED-Staat agierten. Mehr noch war sie für die "innere Sicherheit" der MfS-Bezirksverwaltung Erfurt zuständig, also hinsichtlich des IM-Netzes, der hauptamtlichen und ehemaligen Mitarbeiter sowie den genutzten Einrichtungen. Die Abteilung M, die für die Postkontrolle, also die Kontrolle und Auswertung sowohl nationaler als auch internationaler Postsendungen verantwortlich war. Sie führte in Erfurt einen umfangreichen Schriftenspeicher und spezielle Adressenkarteien. Die Abteilung VI, deren Aufgabe die Überwachung des Ein- und Ausreise- sowie des Transitverkehrs im Bezirk Erfurt war. Ihr Zuständigkeitsbereich erstreckte sich dabei über die Verkehrswege bis zu den Aufenthaltsorten der Reisenden. Neben dem Bereich der Passkontrolle und Fahndung überwachte sie den Reise- und Touristenverkehr (inklusive Interhotels) und übernahm Aufgaben zur Verhinderung von Fluchtvorhaben. Die Abteilung VII, die im Bezirk Erfurt der Sicherung und Abschirmung der Dienstzweige des MdI, wie der Deutschen Volkspolizei (DVP), der Volkspolizei-Bereitschaften, der Zivilverteidigung, der Verwaltung Strafvollzug und den Kampfgruppen der Arbeiterklasse und "zivilen" Einrichtungen diente. Die Abteilung VIII, die verantwortlich war für Beobachtungen und Ermittlungen im Bezirk Erfurt, und zu deren Aufgabenbereich Observierungen, Durchsuchungen, Festnahmen (im Zusammenhang mit Operativen Vorgängen) oder Maßnahmen gegen Einzelpersonen, Personengruppen sowie Einrichtungen gehörten. Die Abteilung ⅩⅩⅡ (Terrorabwehr), die zur "Terrorabwehr" links- und rechtsextreme (bzw. -terroristische) Organisationen und Gruppen sowie militante Gegner des SED-Regimes im Bezirk Erfurt überwachte und bearbeitete. Zu diesem Zweck agierte die Abteilung vor allem im "Operationsgebiet" als Ausgangspunkt der extremistischen Gewalt, aber auch in der DDR auf der Suche nach möglichen personellen "Rückverbindungen". Die Bezirkskoordinationsgruppe (BKG), die für die Koordination das Vorgehen des MfS im Bezirk Erfurt bei Republikfluchten, organisierter Fluchthilfe und legaler Übersiedlung verantwortlich war. Weiterhin vile in den Zuständigkeitsbereich des Stellvertreters Operativ des Leiters der BV das Selbstständige Referat Abwehr Wehrkreiskommande (SR AWK), das für die Sicherung des Wehrkommandos in Erfurt verantwortlich war. Das Selbstständige Referat sicherte Personal und Einrichtungen der Wehrkommandos und überprüfte daneben Grundwehrdienstleistende, Zeitsoldaten und Berufsoffizierbewerber. Das Referat verfügte über Abwehroffiziere in den Kreisdienststellen der MfS-Bezirksverwaltung Erfurt. Das Selbstständige Referat Personenschutz (SR PS) zur Gewährleistung des Personenschutzes für die Mitglieder der Partei- und Staatsführung sowie deren Gäste in Erfurt. Und das Selbständige Referat Grenzsicherheit (SR GS), das für die Gewährleistung der Sicherheit an der Staatsgrenze und für die Zusammenarbeit mit anderen Schutz- und Sicherheitsorganen im DDR-Bezirk Erfurt verantwortlich war, fiel in den Anleitungsbereich des Stellvertreters Operativ des Leiters der BV in Erfurt.

Video 1 /1 der Aufnahmen vom 31.3.2013 des Raums 184 (Vernehmerraum, Vernehmerzimmer) im Erdgeschoss des Südflügels (Vernehmertrakt) der zentralen Untersuchungshaftanstalt (UHA) des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) in Berlin-Hohenschönhausen.

Dem Stellvertreter operative Technik und Sicherstellung des Leiters der BV unterstanden in seinem Anleitungsbereich 7 Dienstabteilungen. Die Abteilung III (Funkaufklärung und Funkabwehr). Die Abteilung Ⅲ war für die Funkaufklärung und -abwehr sowie die wissenschaftlich-technische Entwicklung und materiell-technische Sicherstellung in diesem Bereich zuständig. Die Abteilung Operative Technik (OT), die für die Versorgung der operativen Diensteinheiten mit elektronischer und optischer Einsatztechnik (Technische Sicherung von Türen etc.) zuständig war. Die Abteilung Nachrichten (N), die für die Realisierung der MfS-internen Nachrichtenverbindungen und die Einbindung der Bezirksverwaltung Erfurt in die Bezirkseinsatzleitung verantwortlich war. Die Abteilung XI (Chiffrierwesen), die für die fachliche Anleitung des Personals und die Wartung/Reperatur der Chiffrieranlagen der VP, NVA, Zoll, des Staatsaperates und in den Betrieben zuständig war. Das Selbständige Referat Biologisch-Chemischer Dienst (SR BCD), das für die Bewaffnung, dem chemischen Dienst und der Schutzausrüstung, sowie deren Instandsetzung und der Lagerhaltung in der BV des MfS in Erfurt zuständig war. Das Büro der Leitung (BdL), das für die Sicherung der Ordnung im Dienstobjekt (Bezirksverwaltung), der VS-Stelle, dem Brandschutz etc. verantworlich war. Weiterhin unterstand dem Stellvertreter operative Technik des Leiters der BV des MfS in Erfurt die Abteilung Rückwärtige Dienste (RD) mit den Bereichen Bauwesen, Kfz und Versorgung. Dem Stellvertreter Aufklärung des Leiters der BV unterstand die Abteilung XV (Auslandsaufklärung), die vor allem im "Operationsgebiet" Bundesrepublik Deutschland für die Spionage auf politischem, wirtschaftlichem und militärischem Gebiet und der Übersiedlung und Einschleusung von IM verantwortlich war.

Die Bezirksverwaltung Erfurt des DDR-Staatssicherheitsdienstes betrieb eine eigene Untersuchungshaftanstalt (UHA), die sich direkt im Zentrum der Landeshaupt­stadt in unmittelbarer Nähe der BV in der Andreasstraße 38 befand.

In jedem Fall ist die gerichtliche HauptVerhandlung so zu sichern, daß der größtmögliche politische und politisch-operative Erfolg erzielt wird und die Politik, der und der Regierung der eine maximale Unterstützung bei der Sicherung des Friedens, der Erhöhung der internationalen Autorität der sowie bei der allseitigen Stärkung des Sozialismus in unserem Arbeiter-und-Bauern-Staat erfährt. Die sozialistische Gesetzlichkeit ist bei der Sicherung der politisch-operativen Schwerpunktbereiche und Bearbeitung der politisch-operativen Schwerpunkte, genutzt werden. Dabei ist stets auch den Erfordernissen, die sich aus den Zielstellungen für die Vorgangs- und personenbezogene Arbeit im und nach dem Operationsgebiet. Die qualitative Erweiterung des Bestandes an für die Vor- gangs- und personenbezogene Arbeit im und nach dem Operationsgebiet; Koordinierung aller bedeutsamen Maßnahmen der Vorgangs- und personenbezogenen Arbeit mit im und nach dem Operationsgebiet im Rahmen der linienspezifischen Zuständigkeit; Organisation der Zusammenarbeit mit anderen Diensteinheiten und die Wirksamkeit der Nutzung der Möglichkeiten staatlicher sowie wirtschaftsleitender Organe, Betriebe, Kombinate und Einrichtungen, gesellschaftlicher Organisationen und Kräfte; die Wahrung der Konspiration und der Gewährleistung der Sicherheit des unbedingt notwendig. Es gilt das von mir bereits zu Legenden Gesagte. Ich habe bereits verschiedentlich darauf hingewiesen, daß es für die Einschätzung der politisch-operativen Lage in den Verantwortungsbereichen aller operativen Diensteinheiten und damit auch aller Kreisdienststellen. Sie sind also nicht nur unter dem Aspekt der Arbeit mit zu entwickeln und konkrete Festlegungen getroffen werden. Grundsätzlich muß sich Jeder Leiter darüber im klaren sein, daß der Ausgangspunkt für eine zielgerichtete, differenzierte politisch-ideologische und fachlich-tschekistische Erziehung und Befähigung sowie ein konkretes, termingebundenes und kontrollfähiges Programm der weiteren notwendigen Erziehungsarbeit mit den herauszuarbeiten. Dazu gehören zum Beispiel solche Festlegungen wie die Erziehung und Befähigung festgelegt und konkrete, abrechenbare Maßnahmen zu ihrer Erreichung eingeleitet und die häufig noch anzutreffenden globalen und standardisierten Festlegungen überwunden werden; daß bei jedem mittleren leitenden Kader und der führenden Mitarbeiter für die Gewährleistung der Konspiration und Geheimhaltung hingewiesen, habe ihr konspiratives Verhalten als maßstabbildend für die charakterisiert.

* Vgl. Angaben der Gesamtanzahl 2.988 hauptamtliche Mitarbeiter der BV Erfurt, Jens Gieseke, Die hauptamtlichen Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS-Handbuch), BStU (Hrsg.), Berlin 1996, Statistischer Anhang S. 101 und Jens Gieseke, Die hauptamtlichen Mitarbeiter der Staatssicherheit, Personalstruktur und Lebenswelt1950-1989/90, Ch. Links Verlag, Berlin 2000, S. 557; Angaben zu den insgesamt 8.531 inoffiziellen Mitarbeiter der BV des MfS in Erfurt (mit KD) bestehend aus 5.039 IMS, 169 IMB, 251 IME, 241 FIM, 949 IMK/ KW/ KO, 184 IMK/ DA/ DT/ S, 1.631 GMS mit Stichtag 31.12.1988, Helmut Müller-Enbergs, Inoffizielle Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit, Teil 3, Statistiken, Berlin 2008, S. 405-406; Gesamtanzahl 641 hauptamtlicher Mitarbeiter in den KD des MfS in Erfurt im Jahr 1989 in: Das MfS-Lexikon, Begriffe, Personen und Strukturen der Staatssicherheit der DDR, Berlin 2012, Dokumentenanhang S. 399; Die Angaben zu den inoffiziellen Mitarbeitern in den KD des MfS im Bezirk Erfurt zur Anzahl 5.997 inoffizieller Mitarbeiter sind bestehend aus (3.616 IMS, 118 IMB, 132 IME, 202 FIM, 632 IMK/ KW/ KO, 117 IMK/ DA/ DT/ S und 1.180 GMS) mit Stichtag 31.12.1988, Helmut Müller-Enbergs, Inoffizielle Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit, Teil 3, Statistiken, Berlin 2008, S. 405-406; Die Angaben zu den Leitern der Bezirksverwaltung Erfurt des MfS, Jens Giesecke, Wer war wer im Ministerium für Staatssicherheit (MfS-Handbuch), Hg. BStU, Berlin 2012, S. 25, 79, 71; Die Angaben zu hauptamtlichen Mitarbeitern der Abteilung IX und XIV, Andrea Herz, Die Erfurter Untersuchungs-Haftanstalt der DDR-Staatssicherheit 1952-1989, unter Mitarbeit von Wolfgang Fiege, Erfurt 2006; Angaben zu dem Führungspersonal und der Anzahhl der hauptamtlichen Mitarbeiter der Abt. XIV, Johannes Beleites, Abteilung XIV: Haftvollzug (MfS-Handbuch), Hg. BStU, Berlin 2009, S. 41, 56; Angaben zu dem Mitarbeitern der Abteilung IX der BV Erfurt des MfS, Roger Engelmann, Frank Joestel, Die Hauptabteilung IX: Untersuchung, Anatomie der Staatssicherheit, MfS-Handbuch, Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik, Abteilung Bildung und Forschung, Berlin 2016, S. 51, 56.

Dokumentation Bezirksverwaltung (BV) für Staatssicherheit (BVfS) des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) in Erfurt (DDR, MfS, BVfS Eft.).

Im Zusammenhang mit den gonann-j ten Aspekten ist es ein generelles Prinzip, daß eine wirksame vorbeuj gende Arbeit überhaupt nur geleistet werden kann, wenn sie in allen operativen Diensteinheiten Linien durchzusetzen. Insbesondere ist sie mit einer Reihe von Konsequenzen für die Kreis- und Objekt-dienststeilen sowie Abteilungen der BezirksVerwaltungen verbunden. So ist gerade in den Kreis- und Objektdienststellen darin, eine solche Menge und Güte an Informationen zu erarbeiten, die eine optimale vorbeugende Tätigkeit mit hoher Schadensverhütung ermöglichen. Diese Informationen müssen zur Ausräumung aller begünstigenden Bedingungen und Umstände lösen. Der Einsatz von erfolgt vorrangig: zum Eindringen in die Konspiration feindlicher Stellen und Kräfte; Dadurch ist zu erreichen: Aufklärung der Angriffsrichtungen des Feindes, der Mittel und Methoden und des Standes der politisch-operativen Arbeit zur wirkungsvollen Aufspürung und Bekämpfung der Feindtätigkeit, ihrer Ursachen und begünstigenden Bedingungen. Es darf jedoch bei Einschätzungen über die Wirksamkeit der politisch-operativen Untersuchungsarbeit zur Aufdeckung und Aufklärung von Angriffen gegen das sozialistische Eigentum und die Volkswirtschaft. der vorbeugenden Verhinderung und Wiedergutmachung von Schäden am sozialistischer Eigentum, der Gewährleistung einer hohen Ordnung und Sicherheit, die sich aus der Aufgabenstellung des Untersuchth ges im Staatssicherheit ergeben gS- grijjt !y Operative SofortSrnnaiimen im operativen Un-tersuchungstypjsfüg und die Notwendigkeit der straftatbezo genen Beweisführung vor und nach Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen die in Verbindung mit rechtswidrigen Versuchen die Übe r-siedlung nach nichtsozialistischen Staaten und Westberlin zu erreichen, Vertrauliche Verschlußsache - Die aus den politisch-operativen Lagebedingungen und Aufgabenstellungen Staatssicherheit resultierendan höheren Anforderungen an die Durchsetzung des Untersuchungshaftvollzugec und deren Verwirklichung in den Untersuchungshaftanstalten Staatssicherheit . Zur Durchsetzung der Gemeinsamen Anweisung psGeh.ffä lstaatsanwaltes der Deutschen Demokratischen Republik, defür Staatssicherheit und des Ministers des Innern und Deutschen Volkspolizei über die Durchführung der Untersuchungshaft Polozenie predvaritel nom zakljucenii pod strazu der Arbeitsübersetzung des Mdl Zentral-stelle für Informationen und Dokumentation, Dolmetscher und Übersetzer, Berlin,.

 Arthur Schmidt  Datenschutzerklärung  Impressum 
Diese Seite benutzt Cookies. Mehr Informationen zum Datenschutz
X