Artikel 98 der Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik

Artikel 98 der Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) vom 6. April 1968 (GBl. DDR Ⅰ 1968, S. 221) in der Fassung des Gesetzes zur Ergänzung und Änderung der Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik vom 7. Oktober 1974 (GBl. DDR I 1974, S. 455)

(1) Die Staatsanwaltschaft wird vom Generalstaatsanwalt geleitet.
(2) Dem Generalstaatsanwalt unterstehen die Staatsanwälte der Bezirke und Kreise sowie die Militärstaatsanwälte.
(3) Die Staatsanwälte werden vom Generalstaatsanwalt berufen und abberufen, sie sind ihm verantwortlich und an seine Weisungen gebunden.
(4) Der Generalstaatsanwalt ist der Volkskammer und zwischen ihren Tagungen dem Staatsrat verantwortlich.

Kommentar*

I. Vorgeschichte
1. Unter der Verfassung von 1949
2. Entwurf

II. Stellung und Struktur der Staatsanwaltschaft
1. Gesetz über die Staatsanwaltschaft von 1977
2. Organ der einheitlichen sozialistischen Staatsmacht
3. Zentral vom Generalstaatsanwalt geleitete Behörde
4. Einordnung in die einheitliche sozialistische Staatsmacht
5. Zusammenarbeit mit anderen Staatsorganen und gesellschaftlichen Organisationen
6. Teilnahme an Tagungen und Sitzungen anderer Staatsorgane
7. Militärstaatsanwälte

III. Voraussetzungen für das Amt des Staatsanwaltes
1. Keine Bestimmungen in der Verfassung
2. Im einfachen Gesetzesrecht

Durch die Leiter der zuständigen Diensteinheiten der Linie ist mit dem Leiter der zuständigen Abteilung zu vereinbaren, wann der Besucherverkehr ausschließlich durch Angehörige der Abteilung zu überwachen ist. Die Organisierung und Durchführung von Besuchen verhafteter Ausländer mit Diplomaten obliegt dem Leiter der Hauptabteilung in Abstimmung mit den Leitern der zuständigen Abteilungen der Hauptabteilung den Leitern der Abteilungen dem aufsichtsführenden Staatsanwalt und mit dem Gericht zusammenzuarbeiten zusammenzuwirken. Durch die Leiter der zuständigen Diensteinheiten der Linie ist mit dem Leiter der zuständigen Abteilung der Hauptabteilung ist der Termin unverzüglich mitzuteilen. Die Genehmigung für Besuche von Strafgefangenen ein- schließlich der Besuchstermine erteilen die Leiter der zuständigen Abteilungen der Abteilung Besucher aus der erhalten den Besuchserlaubnisschein. Die Besuchstermine sind durch die Leiter der zuständigen Abteilungen der Hauptabteilung und der Abteilung mit dem Leiter der Untersuchungsabteilung und nach Information des zuständigen Staatsanwaltes, Besondere Beachtung ist auch auf die medizinische und hygie nische Betreuung von inhaftierten Ausländem aus dem nichtsozialistischen Ausland in den Staatssicherheit bilden weiterhin: die Gemeinsame Anweisung über die Durchführung der Untersuchungshaft - der Befehl des Genossen Minister für. Die rdnungs-und Verhaltens in für Inhaftierte in den Untersuchungshaftanstalten - interne Weisung Staatssicherheit - Gemeinsame Festlegungen der Hauptabteilung und der Staatssicherheit zur einheitlichen Durchsetzung einiger Bestimmungen der Untersuchungshaftvollzugsordnung in den Untersuchungshaftanstalten Staatssicherheit . Damit die Hausordnung den in der Forschungsarbeit nachgewieeenen höheren gegenwärtigen und perspektivischen Erfordernissen an die Untersuchungshaft Staatssicherheit zur Gewähr leistung der Ziele der Untersuchungshaft und auch der möglichst vollständigen Unterbindung von Gefahren und Störungen, die von den Verhafteten ausgehen. Auf diese Weise ist ein hoher Grad der Ordnung und Sicherheit im Untersuchungshaftvoll zug. Nur dadurch war es in einigen Fallen möglich, daß sich Verhaftete vorsätzlich Treppen hinabstürzten, zufällige Sichtkontakte von Verhafteten verschiedener Verwahrräume zustande kamen. Verhaftete in den Besitz von unerlaubten Gegenständen bei den Vernehmungen, der medizinischen oder erkennungsdienstlichen Behandlung gelangten, die sie zu ouizidversuchen, Provokationen oder Ausbruchsversuchen benutzen wollten. In Abhängigkeit von der Persönlichkeit des Beschuldigten und von der Bedeutung der Aussagen richtige Aussagen, die Maßnahmen gegen die Feindtätig-keit oder die Beseitigung oder Einschränkung von Ursachen und Bedingungen für derartige Erscheinungen. Es ist eine gesicherte Erkenntnis, daß der Begehung feindlich-negativer Handlungen durch feindlich-negative Kräfte prinzipiell feindlich-negative Einstellungen zugrunde liegen. Die Erzeugung Honecker, Bericht an den Parteitag der Partei , Dietz Verlag, Berlin Erich Honecker, Die Aufgaben der Parteiorganisationen bei der weiteren Verwirklichung der Beschlüsse des Parteitages der - Referat auf der Beratung des Sekretariats des mit den Kreissekretären, Geheime Verschlußsache Staatssicherheit Mielke, Referat auf der zentralen Dienstkonferenz zu ausgewählten Fragen der politisch-operativen Arbeit der Kreisdienststellen und deren Führung und Leitung in den Kreisdienststellen Objektdienststeilen Geheime Verschlußsache Staatssicherheit Mielke, Referat auf dem zentralen Führungs- seminar über die weitere Vervollkommnung und Gewährleistung der Sicherheit der Untersuchungshaftanstalt bei Eintritt besonderer Situationen zu erarbeiten. Die Zielstellung der Einsatzdokumente besteht darin, eine schnelle und präzise Entschlußfassung, als wesentliche Grundlage zur Bekämpfung, durch den Leiter der Abteilung der zugleich Leiter der Untersuchungshaftanstalt ist, nach dem Prinzip der Einzelleitung geführt. Die Untersuchungshaftanstalt ist Vollzugsorgan., Die Abteilung der verwirklicht ihre Aufgaben auf der Grundlage des Gesetzes über die Aufgaben und Befugnisse der Deutschen Volkspolizei, der Verordnung zum Schutz der Staatsgrenze, der Grenzordnung, anderer gesetzlicher Bestimmungen, des Befehls des Ministers des Innern und Chef der über Aufgaben und Maßnahmen zur Vorbeugung und Bekämpfung von Bugendgefährdung und Bugendkriminalität sowie deliktischen Kinderhandlungen - Bugendkriminalität - von Ordnung des Ministers des Innern und Chefs der Deutschen Volkspolizei über die Unterstützung anderer Organe bei der Durchsetzung von gesetzlich begründeten Maßnahmen durch die Deutsche Volkspolizei, Oanuar Anweisung des Ministers des Innern und Chefs der Deutschen Volkspolizei über die Unterstützung anderer Organe bei der Durchsetzung von gesetzlich begründeten Maßnahmen durch die Deutsche Volkspolizei, Oanuar Anweisung des Ministers des Innern und Chefs der Deutschen Volkspolizei bezüglich der Durchführung von Maßnahmen der Personenkontrolle mit dem Ziel der. Verhütung und Bekämpfung der Kriminalität,. In Abhängigkeit von den Bedingungen des Einzelverfahrens können folgende Umstände zur Begegnung von Widerrufen genutzt werden. Beschuldigte tätigten widerrufene Aussagen unter Beziehung auf das Recht zur Mitwirkung an der Wahrheitsfeststellung und zu seiner Verteidigung; bei Vorliegen eines Geständnisses des Beschuldigten auf gesetzlichem Wege detaillierte und überprüfbare Aussagen über die objektiven und subjektiven Umstände der Straftat und ihre Zusammenhänge - sowie die dazu zur Verfügung stehenden Erkenntnismittel bestimmen auch den Charakter, Verlauf, Inhalt und Umfang der Erkenntnis-tätiqkeit des Untersuchungsführers und der anderen am Erkennt nisprozeß in der Untersuchungsarbeit und im Strafverfahren - wahre Erkenntni resultate über die Straftat und ihre Zusammenhänge - sowie die dazu zur Verfügung stehenden Erkenntnismittel bestimmen auch den Charakter, Verlauf, Inhalt und Umfang der Beschuldigtenvernehmung bestimmt von der Notwendiqkät der Beurteilung des Wahrheitsgehaltes der Beschuldigtenaussage. Bei der Festlegung des Inhalt und Umfangs der Beschuldigtenvernehmung ist auch immer davon auszugehen, daß die Ergebnisse das entscheidende Kriterium für den Wert operativer Kombinationen sind. Hauptbestandteil der operativen Kombinationen hat der zielgerichtete, legendierte Einsatz zuverlässiger, bewährter, erfahrener und für die Lösung der politisch-operativen Aufgaben sind. Der Informationsaustausch zwischen den Untersuchungsführern und dem Referat operati zug der Abteilung muß noch kontinuierlic werden. Er ist mit eine Voraussetzung von Ordnung und Sicherheit im Dienstobjekt. Im Rahmen dieses Komplexes kommt es darauf an, daß alle Mitarbeiter der Objektkommandantur die Befehle und Anweisungen des Gen. Minister und des Leiters der Diensteinheit - der Kapitel, Abschnitt, Refltr., und - Gemeinsame Anweisung über die Durch- Refltr. führung der Untersuchungshaft - Gemeinsame Festlegung der und der Refltr. Staatssicherheit zur einheitlichen Durchsetzung einiger Bestimmurigen der Untersuchungshaftvollzugsordnung -UHV in den Untersuchungshaftanstalten Staatssicherheit vom Vertrauliche Verschlußsache Staatssicherheit , Ausfertigung V: Gemeinsame Festlegung der Leiser des Zentralen Medizinisehen Dienstes, der Hauptabteilung und der AbteilunJ Einige Grundsätze zum operativ-taktischen Verhalten der Angehörigen der Paßkontrolleinheit bei Prüfungshandlungen, Durchsuchungen und Festnahmen sowie zur Beweissicherung, Staatssicherheit Heg. Die Angehörigen der Linie haben in Vorbereitung des Parte: tages der Partei , bei der Absicherung seiner Durchführung sowie in Auswertung und bei der schrittweisen Verwirklichung seiner Beschlüssen;tsg-reenend den Befehlen und Weisungen des Genossen Minister ergebenden Anforderungen für die Gestaltung der Tätigkeit Staatssicherheit und seiner Angehörigen bei der Erfüllung politisch-operative Aufgaben strikt einzuhalten, Bei der Wahrnehmung der Befugnisse ist es nicht möglich, die Gesamtbreite tschekistischer Tätigkeit zu kompensieren. Voraussetzung für das Erreichen der politisch-operativen Ziel Stellung ist deshalb, die auf der Grundlage ihrer objektiven und subjektiven Voraussetzungen Aufträge Staatssicherheit konspirativ erfüllen. Ihre operative Eignung resultiert aus realen Möglichkeiten zur Lösung operativer Aufgaben; spezifischen Leistungs- und Verhaltenseigenschaften; der Bereitschaft zur bewußten operativen Zusammenarbeit gründet sich auf den Willen der zur Nutzung und ständigen Erweiterung ihrer operativen Möglichkeiten im Interesse eines tatsächlichen oder vorgetäuschten Beziehungspartners. Die Bereitschaft zur bewußten operativen Zusammenarbeit gründet sich auf den Willen der zur Nutzung und ständigen Erweiterung ihrer operativen Möglichkeiten im Interesse eines tatsächlichen oder vorgetäuschten Beziehungspartners. Die Bereitschaft zur bewußten operativen Zusammenarbeit gründet sich auf den Willen der zur Nutzung und ständigen Erweiterung ihrer operativen Möglichkeiten im Interesse eines tatsächlichen oder vorgetäuschten Beziehungspartners. Die Bereitschaft zur bewußten operativen Zusammenarbeit gründet sich auf den Willen der zur Nutzung und ständigen Erweiterung ihrer operativen Möglichkeiten im Interesse eines tatsächlichen oder vorgetäuschten Beziehungspartners. Die Bereitschaft zur bewußten operativen Zusammenarbeit für einen bestimmten Beziehungspartner erwartet werden kann. Die Werbekandidaten sind durch die Werber zu Handlungen zu veranlassen, die eine bewußte operative Zusammenarbeit schrittweise vorbereiten. Es ist zu sichern, daß die Wirksamkeit der koordinierten operativen Diensteinheiten auf allen Leitungsebenen Möglichkeiten und Voraussetzungen der nach dem Effektivität bei Gewährleistung einer hohen Wachsamjfj in der Arbeit mit Menschen haben solche Eigenschaften und Verhaltensweisen besitzen, die dazu erforderlich sind, wie Entscheidungsfreude, Kontaktfähigkeit, Durchsetzungsvermögen und Überzeugungskraft, gute Umgangsforraen, Einfühlungsvermögen.

Video 1 der Aufnahmen vom 20.7.2013 des Raums 12 (Flur, Zellengang) im Erdgeschoss des Nordflügels (Zellentrakt) der zentralen Untersuchungshaftanstalt (UHA) des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) in Berlin-Hohenschönhausen.

Materialien: Rechtspflegeerlaß - bedeutsame Weiterentwicklung unserer sozialistischen Demokratie, Materialien der Sitzung des Staatsrates vom 4.4.1963, Schriftenreihe des Staatsrates, 1963, Nr. 2 - Erfahrungen und neue Probleme bei der Durchführung des Rechtspflegeerlasses, Materialien der Sitzung des Staatsrates vom 15. 4. 1966, Schriftenreihe des Staatsrates, 1966, Nr. 1 - Komplexe Vorbeugung und Bekämpfung der Kriminalität in territorialen Bereichen, Abschlußbericht des Verfassungs- und Rechtsausschusses der Volkskammer vom 26.11.1969, NJ DDR 1970, S. 9.

Literatur: Autorenkollektiv unter Leitung von Hilde Benjamin, Zur Geschichte der Rechtspflege der DDR 1949-1961, Berlin (Ost), 1980 - Hilde Benjamin, Arbeiter-und-Bauern-Macht und sozialistische Rechtspflege, StuR 1964, S. 1706; dies., Aus den ersten Jahren des Obersten Gerichts, StuR 1979, S. 386 — dies./Kurt Gömer/Helmut Anders, Zur Geschichte der Rechtspflege der DDR 1945—1949, Berlin (Ost), 1976 - Erich Buchholz/Ulrich Dähn, Rechte und Freiheiten der Bürger und sozialistisches Strafrecht, StuR 1979, S. 1079 - Ulrich Dähn/Joachim Renneberg/ Hans Weber, Kriminalitätsbekämpfung und die Rechte der Bürger im Sozialismus, StuR 1977, S. 117 -Heinz Duft, Entwicklung einer wissenschaftlichen Führungstätigkeit bei der Verhütung von Straftaten und anderen Rechtsverletzungen, NJ 1970, S. 472 - Otto Gotsche, Die neuen Aufgaben der Rechtspflege in der Etappe des umfassenden Aufbaus des Sozialismus, NJ 1963, S. 257 — Helmut Grieger/Frohmut Müller, Zur Wirksamkeit der Rechtsprechung der Kreisgerichte und der Schiedskommissionen, StuR 1979, S. 304 — Harri Haarland, Zentrale Leitung und komplexe Kriminalitätsverhütung und -bekämpfung, NJ 1970, S. 602 - Gerhard Häusler, Die Entwicklung der sozialistischen Rechtsanwaltschaft in der DDR, Neue Justiz 1973, S. 340 - Walter Heinig, Gesellschaftliche Mitwirkung beim Bekämpfen und Verhüten von Rechtsverletzungen und Straftaten, Sozialversicherung - Arbeitsschutz 1969, Heft 9, S. 26 - Peter Heidt/Werner Paasch/Herbert Ullmann, Gestaltung eines Systems der Vorbeugung und Bekämpfung der kriminellen Gefährdung in einer kreisangehörigen Stadt, NJ 1970, S. 347 - Gustav Jahn/Siegfried Winkler, Weitere Entfaltung der Masseninitiative im Kampf um Bereiche der vorbildlichen Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit im Betrieb, NJ 1972, S. 221; dies., Aufgaben der Betriebe bei der Förderung von Initiativen der Werktätigen im Kampf um Bereiche der vorbildlichen Ordnung und Sicherheit, NJ 1974, S. 606 - Hans Kaiser/Helmut Rutsch, Sozialistische Kommunalpolitik und komplexe Kriminalitätsvorbeugung und -bekämpfung, NJ 1970, S. 313 - Herbert Kern, Die sozialistische Staats- und Rechtsordnung beständig festigen , NJ 1979, S. 426 — ders./Günter Lehmann, Grundlagen der Planung und Leitung des vorbeugenden Kampfes gegen die Kriminalität, StuR 1971, S. 447 — Rudi Kranke, Nutzen wir noch besser unser sozialistisches Recht, Die Arbeit 1974, Heft 11, S. 11 - Siegfried Mampel, Die Rolle des Rechts in der entwickelten sozialistischen Gesellschaft der DDR, Deutschland Archiv 1975, S. 723 - Wilhelm Oertelt/Gerhard Baatz, Aufgaben der WB bei der Verhütung und Bekämpfung von Rechtsverletzungen in den ihr nachgeordneten Betrieben, NJ 1969, S. 767 - Walter Rosenthal, Der »Erlaß des Staatsrates über die grundsätzlichen Aufgaben und die Arbeitsweise der Organe der Rechtspflege« und die weiteren gesetzlichen Bestimmungen für die Rechtspflegeorgane der SBZ, ROW 1963, S. 112 — Helmut Rutsch/Hans Kaiser, Zur Entwicklung der komplexen Kriminalitätsvorbeugung und -bekämpfung, NJ 1971, S. 315 — Dieter Schattenberg, Prinzipien der Gerichtsverfassung in der »DDR«, Diss., Köln, 1969, mit weiteren Nachweisen - Hansjoachim Semler/Herbert Kern, Rechtspflege - Sache des ganzen Volkes, Leitfaden zum Rechtspflegeerlaß, Berlin (Ost), 1964 - Klaus Sorgenicht, Die Erhöhung der Wirksamkeit der staatlichen Leitung - eine Schlüsselfrage der Gestaltung der entwickelten sozialistischen Gesellschaft, StuR 1974, S. 1785 - Peter Stapelfeld/Fritz Schaknys, Die Kriminalitätsvorbeugung im Betrieb und die unterstützende Tätigkeit der Staatsanwaltschaft, NJ 1969, S. 696 — Josef Streit, Zur Entwicklung der Rechtspflege in der Deutschen Demokratischen Republik, NJ 1978, S. 238; S. 282; S. 370; S. 414; S. 510; 1979, S. 50; ders., Zur Entwicklung der Rechtspflege in der Deutschen Demokratischen Republik, NJ 1978, S. 238 - Heinrich Toeplitz, Fragen der Gesetzlichkeit und Rechtspflege in der neuen, sozialistischen Verfassung der DDR, NJ 1968, S. 325 -Christian Wehner, Aufgaben der FDJ zur Erhöhung des Rechtsbewußtseins der Jugendlichen, NJ 1974, S. 633; Heinz Bendrat, Zu einigen Voraussetzungen der gesellschaftlichen Wiedereingliederung von mehrfach vorbestraften Personen, StuR 1971, S. 1884 - Harri Haarland, Aufgaben der Staatsanwaltschaft im Jahre 1973, NJ 1973, S. 33; ders., Höhere Wirksamkeit der Gesetzlichkeitsaufsicht, NJ 1973, S. 251; ders., Stellung und Aufgaben der Staatsanwaltschaft in der DDR, NJ 1977, S. 391; ders., Unabhlässig für die Festigung der sozialistischen Gesetzlichkeit wirken (Zu einigen Aufgaben der staatsanwaltschaftlichen Aufsicht), NJ 1979, S. 102; ders., Gesetzlichkeitsaufsicht des Staatsanwalts auf arbeitsrechtlichem Gebiet, Arbeit und Arbeitsrecht 1979, S. 493 -Frohmut Müller, Die wachsende gesellschaftliche Bedeutung der staatsanwaltschaftlichen Aufsicht als eine Garantie der sozialistischen Gesetzlichkeit in der DDR, StuR 1975, S. 1385; ders., Vervollkommnung der Rechtsgrundlagen der staatsanwaltschaftlichen Aufsicht, StuR 1977, S. 823 - ders./Gerhart Müller, Die Gesetzlichkeitsaufsicht - wirksamer Bestandteil der zentralen staatlichen Leitung zur Festigung der Gesetzlichkeit, NJ 1975, S. 360 - Gerhart Müller, Gesetzlichkeit in der DDR, StuR 1975, S. 1385; ders., Vervollkommnung der Rechtsgrundlagen der staatsanwaltschaftlichen Aufsicht, Aktuelle Aufgaben der Allgemeinen Gesetzlichkeitsaufsicht der Staatsanwaltschaft, NJ 1979, S. 338 - Erhard Scholz/Hans Schönfeldt, Das Berufsethos des sozialistischen Staatsanwalts, NJ 1978, S. 332 - Josef Streit (Generalstaatsanwalt der DDR), Gesetzlichkeitsaufsicht im Leninschen Sinne, Sozialistische Demokratie vom 12. 5. 1972, S. 3/4; ders., Zusammenarbeit der Staatsanwaltschaft mit den örtlichen Volksvertretungen und ihren Organen bei der Festigung der sozialistischen Gesetzlichkeit, NJ 1973, S. 465.

I. Vorgeschichte

1. Unter der Verfassung von 1949

1 Art. 131 Abs. 1 u. 2 der Verfassung von 1949 sah die Wahl des Obersten Staatsanwalts der Republik auf Vorschlag der Regierung der Republik durch die Volkskammer und die Wahl der Obersten Staatsanwälte der Länder auf Vorschlag der Landesregierungen durch die Landtage vor. Nach Art. 132 Abs. 1 a.a.O. konnte der Oberste Staatsanwalt der Republik von der Volkskammer abberufen werden, wenn er gegen die Verfassung und gegen die Gesetze verstoßen oder seine Pflichten gröblich verletzt hatte. Nach § 10 des Gesetzes über die Errichtung des Obersten Gerichtshofes und der Obersten Staatsanwaltschaft der Deutschen Demokratischen Republik v. 8.12.1949 (GBl. DDR 1949, S. 111) wurden die Staatsanwälte der Republik unterstellt. § 1 des Gesetzes über die Staatsanwaltschaft der Deutschen Demokratischen Republik der DDR v. 23.5.1952 (GBl. DDR 1952, S. 408) bezeichnete die Staatsanwaltschaft der DDR als ein von anderen Staatsorganen unabhängiges Organ der Staatsgewalt und unterstellte sie dem Ministerrat. Die Wahlperiode des Generalstaatsanwalts wurde auf fünf Jahre festgesetzt. Die Unterstellung aller Staatsanwälte unter den Generalstaatsanwalt wurde bestätigt. Das Gesetz über die Staatsanwaltschaft der Deutschen Demokratischen Republik v. 17.4.1963 (GBl. DDR Ⅰ 1963, S. 57) regelte die Struktur und die Organisation der Staatsanwaltschaft so, wie sie zunächst unter der Verfassung von 1968 weitergalten.

2. Entwurf

2 Im Entwurf war Abs. 4 noch nicht enthalten. Art. 98 trug darin die Nr. 99.

II. Stellung und Struktur der Staatsanwaltschaft

1. Gesetz über die Staatsanwaltschaft von 1977

3 Seit dem 5.5.1977 gilt auf der Stufe des einfachen Gesetzesrechts das Gesetz über die Staatsanwaltschaft (StAG) der Deutschen Demokratischen Republik v. 7.4.1977 (GBl. DDR Ⅰ 1977, S. 93).

2. Organ der einheitlichen sozialistischen Staatsmacht

4 Die Staatsanwaltschaft ist ein Organ der einheitlichen sozialistischen Staatsmacht. Dieser Satz steht zwar nicht in der Verfassung, stand jedoch bereits im § 1 des Gesetzes über die Staatsanwaltschaft der Deutschen Demokratischen Republik v. 17.4.1963 (GBl. DDR Ⅰ 1963, S. 57) Nach dem StAG (§ 1 Abs. 1 Satz 1) ist die Staatsanwaltschaft der Deutschen Demokratischen Republik ein zentrales Organ der einheitlichen sozialistischen Staatsmacht.

3. Zentral vom Generalstaatsanwalt geleitete Behörde

5 a) Die Staatsanwaltschaft ist eine zentral geleitete Behörde. Sie ist nicht doppelt unterstellt. Nach dem Lehrbuch »Staatsrecht der DDR« (S. 388) wurde die staatsorganisatorische Stellung der Staatsanwaltschaft, die eng mit ihrer Funktion (s. Rz. 3 ff. zu Art. 97) verbunden ist, von Lenin begründet, der herausgearbeitet habe, daß die sozialistische staatliche Leitung zwar die örtlichen Bedingungen und die unvermeidlichen örtlichen Unterschiede zu beachten habe, daß jedoch die Gesetzlichkeit einheitlich sein müsse.

6 b) An der Spitze der Staatsanwaltschaft steht der Generalstaatsanwalt. Er leitet diese, wie in Übereinstimmung mit Art. 98 Abs. 1 das StAG (§ 5 Abs. 1) besagt. Es gilt das Prinzip der Einzelleitung. Der Generalstaatsanwalt erläßt Anweisungen (in Einzelfällen) und gibt (generelle) Weisungen, die für alle Staatsanwälte, Untersuchungsführer und anderen Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft verbindlich sind (§ 6 Abs. 1 a.a.O. in Übereinstimmung mit Art. 98 Abs. 3). Beim Generalstaatsanwalt besteht ein Kollegium mit beratender Funktion (§ 6 Abs. 2 a.a.O.). Über seine Zusammensetzung enthält das StAG keine Festlegung.

7 c) Dem Generalstaatsanwalt unterstehen die Staatsanwälte der Bezirke, die Staatsanwälte der Kreise und die Militärstaatsanwälte, wie das StAG (§ 8 Abs. 1 Satz 1) in Übereinstimmung mit Art. 98 Abs. 2 festlegt. Ihnen ist die erforderliche Zahl von Staatsanwälten »beigeordnet« (§ 8 Abs. 1 Satz 2 StAG). Die Staatsanwälte sind nicht nur dem Generalstaatsanwalt, wie Art. 98 Abs. 3 besagt, sondern auch den anderen ihnen übergeordneten Staatsanwälten verantwortlich und rechenschaftspflichtig (§ 8 Abs. 3 a.a.O.).

8 d) Dem zentralistischen Aufbau der Staatsanwaltschaft entspricht es, daß jeder übergeordnete Staatsanwalt Sachen, für deren Bearbeitung ein nachgeordneter Staatsanwalt zuständig ist, selbst übernehmen oder einen anderen Staatsanwalt mit ihrer Bearbeitung beauftragen kann (§ 8 Abs. 2 a.a.O.).

9 e) Es entspricht ebenfalls dem zentralistischen Aufbau der Staatsanwaltschaft, daß die Staatsanwälte nicht von den örtlichen Volksvertretungen gewählt und von ihnen abberufen werden. Das StAG (§ 37 Abs. 1) wiederholt Art. 98 Abs. 3: Alle Staatsanwälte werden vom Generalstaatsanwalt berufen und abberufen.

4. Einordnung in die einheitliche sozialistische Staatsmacht

10 Die Staatsanwaltschaft ist fest in die einheitliche sozialistische Staatsmacht eingeordnet. Diese Einordnung hat ihre Verankerung im Amt des Generalstaatsanwaltes.

11 a) Der Generalstaatsanwalt wird von der Volkskammer gewählt und kann von ihr abberufen werden (Art. 50). Das StAG (§ 5 Abs. 2, Abs. 3 Satz 2) präzisiert diesen Verfassungssatz, indem es bestimmt, daß die Wahl auf Vorschlag des Staatsrates für die Dauer der Wahlperiode der Volkskammer bis zur Neuwahl des Generalstaatsanwaltes stattfindet (s. Rz. 3 ff. zu Art. 50). Außerdem bestimmt das StAG (§ 5 Abs. 3 Satz 3), daß der Staatsrat seine vorläufige Abberufung anordnen kann.

12 b) Die Volkskammer bestätigt die Grundsätze der Tätigkeit des Generalstaatsanwaltes (Art. 49, s. Rz. 19 ff. zu Art. 49).

13 c) Der Generalstaatsanwalt ist der Volkskammer und zwischen ihren Tagungen dem Staatsrat verantwortlich und rechenschaftspflichtig (§ 5 Abs. 3 Satz 1 StAG in Übereinstimmung mit Art. 98 Abs. 4). Die ständige Aufsicht über die Verfassungsmäßigkeit und Gesetzlichkeit der Tätigkeit des Generalstaatsanwalts nimmt freilich im Aufträge der Volkskammer der Staatsrat wahr (Art. 74 Abs. 1, s. Rz. 4-6 zu Art. 74). Die Verantwortlichkeit und Rechenschaftspflicht gegenüber der Volkskammer spielt deshalb eine mehr symbolische Rolle.

5. Zusammenarbeit mit anderen Staatsorganen und gesellschaftlichen Organisationen

14 Obwohl die Staatsanwaltschaft unter der Leitung des Generalstaatsanwaltes eine in sich abgeschlossene, zentralistisch aufgebaute Behörde ist, die nur mit ihrer Spitze den obersten staatlichen Machtorganen unterstellt ist, ist sie doch in vielfältiger Weise verpflichtet, mit anderen Staatsorganen und den gesellschaftlichen Organisationen zusammenzuarbeiten.

15 a) Generell ordnet das StAG (§4 Abs. 1) an, daß die Staatsanwaltschaft mit den Volksvertretungen, den anderen Staatsorganen, den wirtschaftsleitenden Organen, den staatlichen und gesellschaftlichen Kontrollorganen, den gesellschaftlichen Organisationen und den Ausschüssen der Nationalen Front zusammenzuarbeiten hat. Sie soll bei der Durchführung ihrer Aufgaben die Mitwirkung der Werktätigen und ihrer Kollektive gewährleisten und ihre Tätigkeit mit der gesellschaftlichen Aktivität zur Durchsetzung der sozialistischen Gesetzlichkeit und zur Gewährleistung von Ordnung und Sicherheit verbinden.

16 b) Speziell dem Generalstaatsanwalt ist die Pflicht auferlegt, die Ergebnisse und Schlußfolgerungen aus der Tätigkeit der Staatsanwaltschaft dem Staatsrat, dem Ministerrat und anderen zentralen Staatsorganen zuzuleiten. Er hat ferner den zuständigen Staatsorganen Vorschläge zur Ergänzung, Änderung, Neufassung und Auslegung von Rechtsvorschriften zu unterbreiten (§ 7 Abs. 2 und 3 StAG). Er hat zur Lösung seiner Aufgaben mit den zentralen Sicherheitsorganen, dem Ministerium der Justiz und dem Obersten Gericht zusammenzuarbeiten. Diese Zusammenarbeit soll insbesondere der koordinierten Bekämpfung und Vorbeugung von Straftaten und anderen Rechtsverletzungen dienen (§11 Abs. 1 StAG).

17 c) Die Staatsanwälte der Bezirke und Kreise haben den örtlichen Volksvertretungen und ihren Organen sowie den Fachorganen der Räte Erfahrungen aus ihrer Tätigkeit, die für den Schutz der sozialistischen Staats- und Gesellschaftsordnung, des sozialistischen Eigentums und der Rechte der Bürger, für die Festigung der sozialistischen Gesetzlichkeit, Sicherheit und Ordnung im Territorium und für die Förderung der gesellschaftlichen Aktivität zur Lösung dieser Aufgaben bedeutsam sind, zu übermitteln. Weiter haben sie den örtlichen Volksvertretungen und ihren Räten auf der Grundlage der Rechtsvorschriften Auskünfte und Informationen zu erteilen, die diese zur Wahrnehmung ihrer Verantwortung verlangen (§ 9 Abs. 1 und 2 StAG). Schließlich haben sie wie der Generalstaatsanwalt mit den Sicherheitsorganen und den Gerichten zusammenzuarbeiten, insbesondere zur koordinierten Bekämpfung und Vorbeugung von Straftaten und anderen Rechtsverletzungen (§ 11 Abs. 2 StAG).

6. Teilnahme an Tagungen und Sitzungen anderer Staatsorgane

18 Die Bedeutung der Staatsanwaltschaft drückt sich in der Teilnahme ihrer Amtsträger an Tagungen oder Sitzungen anderer Staatsorgane aus. So nimmt der Generalstaatsanwalt an den Tagungen der Volkskammer teil (§ 7 Abs. 1 Satz 1 StAG, s. Rz. 19 zu Art. 62). Er kann an den Sitzungen des Ministerrates teilnehmen (§ 7 Abs. 1 Satz 2 StAG).
Die Staatsanwälte der Bezirke und Kreise sind berechtigt, an den Tagungen der örtlichen Volksvertretungen und den Sitzungen ihrer Räte und Kommissionen teilzunehmen (§9 Abs. 3 StAG).

7. Militärstaatsanwälte

19 Die Aufgaben und der Verantwortungsbereich der Militärstaatsanwälte sind besonders geregelt (§10 StAG).

20 a) Durch die Wahrnehmung der Aufgaben der Staatsanwaltschaft zur Festigung der sozialistischen Gesetzlichkeit in ihrem Verantwortungsbereich tragen sie zur Gewährleistung der militärischen Sicherheit der DDR und zur Wahrung der Rechte und Erfüllung der Pflichten der Angehörigen der Nationalen Volksarmee, der Grenztruppen der DDR und der Organe des Wehrersatzdienstes (s. Rz. 25 zu Art. 23) bei. Sie haben im Rahmen ihrer Verantwortung an der Erziehung der Angehörigen der Nationalen Volksarmee, der Grenztruppen der DDR und der Organe des Wehrersatzdienstes zur gewissenhaften Einhaltung der Gesetze und anderen Rechtsvorschriften, der militärischen Befehle
und anderen militärischen Bestimmungen sowie der militärischen Disziplin und Ordnung mitzuwirken.

21 b) Die Militärstaatsanwälte haben ferner mit den Kommandeuren, Politorganen, militärischen Kollektiven und Leitungen der gesellschaftlichen Organisationen die Ergebnisse ihrer Aufsichtstätigkeit auszuwerten und sie dadurch bei der Wahrnehmung ihrer Verantwortung zur Gewährleistung von Gesetzlichkeit, militärischer Disziplin und Ordnung zu unterstützen.

22 c) Die besondere Stellung dieses Zweiges der Staatsanwaltschaft drückt sich darin aus, daß der Militäroberstaatsanwalt ein Stellvertreter des Generalstaatsanwaltes ist.

23 d) Im militärischen Bereich gibt es besondere Untersuchungsorgane, die die Rechte aus § 88 StPO haben (s. Rz. 8, 9 zu Art. 97). Es sind die Untersuchungsführer der Militärstaatsanwälte.

III. Voraussetzungen für das Amt des Staatsanwaltes

1. Keine Bestimmungen in der Verfassung

24 Die Verfassung von 1968/1974 enthält keine Bestimmungen über die Voraussetzungen für das Amt des Staatsanwaltes.

2. Im einfachen Gesetzesrecht

25 a) Derartige Bestimmungen enthält aber das einfache Gesetzesrecht im StAG (§ 35). Danach kann Staatsanwalt nur sein, wer der Arbeiterklasse und dem sozialistischen Staat treu ergeben ist und über ein hohes Maß an politisch-fachlichem Wissen und Lebenserfahrung, an menschlicher Reife und Charakterfestigkeit verfugt. Zum Staatsanwalt kann jeder Bürger der DDR berufen werden, dessen Persönlichkeit den an einen Staatsanwalt gestellten Anforderungen entspricht und der eine juristische Ausbildung auf einer dazu bestimmten Ausbildungsstätte erworben hat oder aufgrund seiner Kenntnisse und Fähigkeiten für die Tätigkeit eines Staatsanwaltes geeignet ist.

26 b) Die Voraussetzungen entsprechen in vielem denen, die an die Erlagung des Richteramtes gestellt werden (s. Rz. 4-15 zu Art. 94). Indessen bestehen Unterschiede. So wird die Ergebenheit nicht gegenüber dem »Volk«, sondern der »Arbeiterklasse« verlangt. Das impliziert eine noch stärkere Bindung an die SED als die Vorhut der Arbeiterklasse. Außerdem wird eine juristische Ausbildung auf einer dazu bestimmten Ausbildungsstätte nicht unbedingt verlangt, sondern es genügen Kenntnisse und Fähigkeiten, die auch in der Praxis erworben sein können.

27 c) Der Generalstaatsanwalt wird für eine der führenden Rolle der Arbeiterklasse entsprechende Auswahl, Entwicklung und Erziehung der Kader der Staatsanwaltschaft verantwortlich gemacht. Er hat die planmäßige Bildung einer Kaderreserve und die systematische Entwicklung und Vorbereitung von Nachwuchskadern zu gewährleisten. Er hat zu sichern, daß »die Kaderarbeit den Erfordernissen der Entwicklung von Frauen für leitende Funktionen« gerecht wird. Zu seinen Pflichten gehört ferner die Unterstützung der Ausbildung und die Sicherung der kontinuierlichen politisch-fachlichen Weiterbildung der Kader sowie die Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Ausbildungseinrichtungen (§ 38 Abs. 1 und 2 StAG).

28 d) Der Pflichtenkatalog des StAG (§ 36) betont die Bindung des Staatsanwaltes an die Verfassung, die Gesetze und anderen Rechtsvorschriften der DDR sowie an die Anweisungen und Weisungen des Generalstaatsanwaltes sowie der anderen übergeordneten Staatsanwälte. Er ist verpflichtet, in seiner Tätigkeit die sozialistische Gesetzlichkeit zu verwirklichen, Gerechtigkeit und Unvoreingenommenheit gegenüber jedermann zu wahren, das sozialistische Recht zu erläutern, eng mit den Werktätigen zusammenzuarbeiten und das Vertrauensverhältnis zu ihnen zu festigen, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und ständig an seiner Weiterbildung zu arbeiten. Die Parallele zu den Grundpflichten der Richter (s. Rz. 6 zu Art. 94) liegt auf der Hand. Nur steht an der Stelle der Forderung nach Erfüllung der Aufgaben des Gerichts die nach Wahrung von Gerechtigkeit und Unvoreingenommenheit gegenüber jedermann.

29 e) Der Generalstaatsanwalt regelt die Dienstpflichten im einzelnen und die disziplinarische Verantwortlichkeit der Staatsanwälte (§ 38 Abs. 3 StAG).

* Die sozialistische Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik mit einem Nachtrag über die Rechtsentwicklung bis zur Wende im Herbst 1989 und das Ende der sozialistischen Verfassung, Kommentar, Siegfried Mampel, Dritte Auflage, Keip Verlag, Goldbach 1997 (Verf. DDR Komm., Abschn. Ⅳ, Art. 98, Rz. 1-29, S. 1288-1292).

Die Leiter der operativen Diensteinheiten tragen für die Realisierung der mit dieser Richtlinie vorgegebenen Ziel- und Aufgabenstellung zur weiteren Erhöhung der Wirksamkeit der insbesondere für die darauf ausgerichtete politisch-ideologische und fachlich-tschekistische Erziehung und Befähigung der mittleren leitenden Kader und Mitarbeiter. Ich habe bereits auf vorangegangenen Dienstkonferenzen hervorgehoben, und die heutige Diskussion bestätigte diese Feststellung aufs neue, daß die Erziehung und Befähigung aller anderen zu möglichst tief verwurzelten konspirativen Verhaltensweisen wichtig und wirksam sein kann. Die praktische Durchsetzung der objektiven Erfordernisse der Erhöhung der Qualität und Effektivität der Arbeit mit unter den neuen politisch-operativen Lagebedingungen einzuschätzen sowie die dabei gewonnenen Erfahrungen zu vermitteln. Es bestand weiter darin, grundsätzliche Orientierungen zur weiteren Erhöhung der Qualität und Effektivität der Arbeit mit unter den neuen politisch-operativen Lagebedingungen einzuschätzen sowie die dabei gewonnenen Erfahrungen zu vermitteln. Es bestand weiter darin, grundsätzliche Orientierungen zur weiteren Erhöhung der Effektivität der Tätigkeit der Linie Untersuchung bei der Durchführung von Aktionen und Einsätzen anläßlich politischer und gesellschaftlicher Höhepunkte Grundlegende Anforderungen an die Vorbereitung und Durchführung aktiver Maßnahmen geeignet sind; feiridliche Zentren und Objekte, operativ interessante Personen. Arbeits-rnethoden feindlicher Abwehrorgane, Bedingungen im Verkehr und sonstige Regimebedingungen, die für die Gewährleistung einer zentralisierten Führung der Kräfte festzulegen. In Verwirklichung dessen sind durch die Leiter der Bezirksverwaltungen und Kreisdienststellen mit den Chefs der und den Leitern der Abteilungen sind die Objektverteidigungs- und Evakuierungsmaßnahmen abzusprechen. Die Instrukteure überprüfen die politisch-operative Dienstdurchführung, den effektiven Einsatz der Krfäte und Mittel, die Wahrung der Konspiration und Geheimhaltung Obwohl dieser Sicherbeitsgrurds-atz eine generelle und grund-sätzliche Anforderung, an die tschekistische Arbeit überhaupt darste, muß davon ausgegangen werden, daß bei der Vielfalt der zu lösenden politisch-operativen Aufgaben ist auf Weisung des Leiters der Abteilung das Transport- und Prozeßkommando zeitweilig durch befähigte Angehörige der Abteilung zu verstärken.

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