Innen

(1) Vor Ablauf der Wahlperiode findet eine Auflösung der Volkskammer nur durch eigenen Beschluß statt.
(2) Ein solcher Beschluß bedarf der Zustimmung von mindestens zwei Dritteln der gewählten Abgeordneten.
(3) Spätestens am 60. Tage nach Ablauf der Wahlperiode oder am 45. Tag nach Auflösung der Volkskammer muß deren Neuwahl stattfinden.

I. Vorgeschichte

1. Verfassung von 1949

1 Nach der Verfassung von 1949 konnte die Volkskammer aufgelöst werden (1) durch eigenen Beschluß, der der Zustimmung von mehr als der Hälfte der gesetzlichen Zahl der Abgeordneten bedurfte (Art. 56 Abs. 2 u. 3), (2) durch Volksentscheid, (3) durch Annahme eines Mißtrauensantrages gegen eine Regierung, die neu gebildet werden mußte, weil bereits die vorangegangene durch Mißtrauensvotum der Volkskammer gestürzt wurde (Art. 95 Abs. 6).


2. Entwurf

2 Art. 64 Abs. 2 wurde gegenüber dem Entwurf redaktionell geändert. Die Worte »gesetzlich festgelegten Zahl« wurden durch das Wort »gewählten« ersetzt.

Verfassung der Deutschen Demokratische Republik (DDR) von 1949 bis 1990, Foto 107
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Verfassung der Deutschen Demokratische Republik (DDR) von 1949 bis 1990, Foto 109
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Verfassung der Deutschen Demokratische Republik (DDR) von 1949 bis 1990, Foto 111

II. Auflösung der Volkskammer

1. Selbstauflösung

3 Die Volkskammer kann sich vor Ablauf der Wahlperiode nur selbst auflösen. Andere Möglichkeiten sind nicht gegeben. Damit scheint ihr Schicksal allein in ihrer Hand zu liegen. Diese Regelung entspricht der formalen Stellung der Volkskammer als oberstem staatlichem Machtorgan der DDR (Art. 48 Abs. 1 Satz 1).


2. Qualifizierte Mehrheit

4 Die Selbstauflösung ist dadurch erschwert, daß für sie die qualifizierte Mehrheit von zwei Dritteln der gewählten Abgeordneten verlangt wird.


3. SED und Selbstauflösung der Volkskammer

5 Indessen ist auch bei der Selbstauflösung die Suprematie der SED über die Volkskammer zu beachten (s. Rz. 5 zu Art. 48). Deswegen ist es unmöglich, daß ein Antrag auf Auflösung gegen den Willen der SED gestellt wird.


4. Beschluß der Volkskammer

6 Im Wege der Selbstauflösung der Volkskammer entsprechend Art. 64 Abs. 1 beschloß die Volkskammer am 17.12.1980, daß ihre 7. Wahlperiode am 13.6.1981 endet [Beschluß des Staatsrates der Deutschen Demokratischen Republik über die Durchführung der Wahlen zur Volkskammer und zu den Bezirkstagen im Jahre 1981 v. 17. 12. 1980 (GBl. DDR Ⅰ 1980, S. 364)].

III. Zeitpunkt der Neuwahl

7 Art. 64 Abs. 3 entspricht wörtlich dem Art. 56 Abs. 1 der Verfassung von 1949.

8 Die Ausschreibung der Neuwahlen der Volkskammer ist Sache des Staatsrates (Art. 72).

Vgl. Die sozialistische Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik mit einem Nachtrag über die Rechtsentwicklung bis zur Wende im Herbst 1989 und das Ende der sozialistischen Verfassung, Kommentar Siegfried Mampel, Dritte Auflage, Keip Verlag, Goldbach 1997, Seite 988-989 (Verf. DDR Komm., Abschn. Ⅲ, Kap. 1, Art. 64, Rz. 1-8, S. 988-989).

Dokumentation Artikel 64 der Verfassung der DDR; Artikel 64 des Kapitels 1 (Die Volkskammer) des Abschnitts Ⅲ (Aufbau und System der staatlichen Leitung) der Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) vom 6. April 1968 (GBl. DDR Ⅰ 1968, S. 216) in der Fassung des Gesetzes zur Ergänzung und Änderung der Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik vom 7. Oktober 1974 (GBl. DDR I 1974, S. 449). Die Verfassung vom 6.4.1968 war die zweite Verfassung der DDR. Die erste Verfassung der DDR ist mit dem Gesetz über die Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik vom 7.10.1949 (GBl. DDR 1949, S. 5) mit der Gründung der DDR in Kraft gesetzt worden.

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