Untersuchungshaftanstalt der Bezirksverwaltung Suhl des Ministeriums für Staatssicherheit der Deutschen Demokratischen Republik

Untersuchungshaftanstalt der Bezirksverwaltung (BV) für Staatssicherheit (BVfS) Suhl des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR).

Die Untersuchungshaftanstalt (UHA) der Bezirksverwaltung (BV) für Staatssicherheit (BVfS) Suhl des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) befand sich nahe dem Stadtzentrum in der Neundorfer Straße 12. Die sich im Stadtgebiet von Suhl unweit der Bezirksverwaltung des Staatssicherheitsdienstes in Suhl befindliche Untersuchungshaftanstalt der Stasi wurde durch die für den Untersuchungshaft- und Haftvollzug verantwortliche Abteilung XIV unter der Leitung von Oberstleutnant (OSL) Manfred Schleicher mit 54 hauptamtlichen Mitarbeitern der Staatssicherheit betrieben. Gleichzeitig befand sich in der Untersuchungshaftanstalt unter der Leitung von Oberstleutnant Peter Thiele der Dienstsitz der Untersuchungs- und Ermittlungsabteilung IX der Bezirksverwaltung des MfS in Suhl mit weiteren 35 hauptamtlichen Mitarbeitern. In den 26 Zellen der Untersuchungshaftanstalt konnten 54 Untersuchungsgefangene sowie 20 Strafgefangene aus dem Strafgefangenenarbeitskommando (SDAK) des MfS inhaftiert werden.

Die von 1953 bis 1989 durch die Stasi betriebene Untersuchungshaftanstalt befand sich in einem Gefängnis, das bereits 1859 nach einer Bauzeit von drei Jahren als preußisches Amtsgerichtsgefängnis für die Inhaftierung von 20 bis 40 Gefangenen errichtet worden war.     Während der Zeit des Nationalsozialismus saßen in Suhl vorwiegend Gefangene der Gestapo ein, die aufgrund der "Notverordnung zum Schutze von Volk und Staat" von 1933 wegen kommunistischer Tätigkeit inhaftiert wurden. Ab 1933 kann eine ständige Zunahme von Häftlingszahlen vermerkt werden.         Mit Ende der nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland übernahmen zunächst die amerikanischen Truppen das Gelände und befreiten damit alle noch inhaftierten Menschen. Die Urteile, die noch unter der Diktatur gefällt worden waren, wurden ausgesetzt und nicht vollzogen.       Am 3. 7.1945 übernahm die Rote Armee den Gebäudekomplex und errichtete dort ein Sammellager für zirka jeweils 80-100 Menschen, die nach ihrer Verurteilung durch das Sowjetische Militärtribunal (SMT), das sich im Keller des Gebäudes befand, ins Speziallager 2 nach Buchenwald abtransportiert wurden. 1947 stand das Gebäude in der Krämerstaße 38 zeitweise leer, da die Räumlichkeiten der Haftanstalt nicht zur weiteren Nutzung geeignet waren.        Nach der Übertragung der Gefängnisanlage auf die thüringische Justiz wurden im selben Jahr dann doch noch Gefangene in Suhl eingesperrt.        Ab 1952 nutzte zunächst das Ministerium des Innern (MdI) die Haftanstalt, übertrug die Befehligung dann aber im Jahr 1953 das Ministerium für Staatssicherheit.     21 Haftzellen standen in Benutzung. Fünf Freigangzellen wurden bei Umbaumaßnahmen in den 60er Jahren mit einer Größe von zirka 16-20 Quadratmetern geschaffen. Heute befindet sich in der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt der Bezirksverwaltung für Staatssicherheit Suhl des MfS das Stadtarchiv von Suhl.

Das im Jahr 1859 fertiggestellte Gerichtsgefängnis wurde ein Jahr später eingeweiht und mit zu Beginn nur wenigen Gefangenen belegt. Zirka 20 bis 40 Gefangene fanden zunächst Platz im Gebäude. Ziemlich sicher ist heute, dass ein Teil der Gefangenen im Gefängnis selbst beschäftigt waren, allerdings kann heute nicht mehr gesagt werden, welchen Tätigkeiten genau sie folgten. Mit der Gründung des Deutschen Reichs 1871 unterlag das Amtsgericht Suhl fortan dem Landgericht Meiningen, weshalb ab 1879 auch Sträflinge aus den umliegenden Kreisen nach Suhl verbracht wurden. Die Gründung des Deutschen Reichs brachte aber noch weitere Veränderungen für die Haftanstalt Suhl mit sich. Waren in den vorigen Jahren vor allem Gemeinschaftszellen im Gefängnis vorhanden, sollten die Häftlinge nun in Einzelzellen untergebracht werden, was zur Folge hatte, dass bauliche Veränderungen an der Haftanstalt vorgenommen werden mussten. Bis 1933 war das Gefängnis vorwiegend für Strafgefangene verwendet worden, mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten jedoch saßen überwiegend politisch missliebige Personen, vor allem Kommunisten in Suhl ein. Die "Notverordnung zum Schutze von Volk und Staat", die 1933 von Hindenburg verabschiedet wurde, ermögliche es, politische Gegner der Nationalsozialisten zu inhaftieren. Seit März des Jahres 1933 stieg die Zahl der Inhaftierten deutlich an. Damit einher gehend sollte das Gefängnis weiter ausgebaut werden, um der enormen Anzahl an Häftlingen gerecht zu werden.         Maßnahmen sollten umgesetzt werden, um das Gefängnis zu modernisieren. 1936 wurden umfangreiche Baumaßnahmen am Gebäude durchgeführt. Die normale Belegungsfähigkeit dieser Zeit lag bei 84 Menschen, wovon 82 Männer und zwei Frauen gezählt werden können. Ab 1938 kann eine rückläufige Häftlingsbelegung festgehalten werden. Ab 1940 wurden wieder steigende Häftlingszahlen registriert. 1945 übernahm zunächst die amerikanische Armee für wenige Monate den Gefängniskomplex, ehe sie ihn im Zuge der Umsetzung der Potsdamer Konferenz Kriterien an die Rote Armee abtreten musste. Fortan saßen hier Gefangene der russischen Geheimpolizei (GPU) ein. Zirka 80-100 Menschen, so Schätzungen zu folge, saßen in dieser Zeit in der Haftanstalt ein. Allerdings diente Suhl in jener Zeit vor allem als Sammellager, denn die Gefangenen wurden zumeist nach ihrer Verurteilung durch das SMT, das sich im Keller des Gebäudes befand, nach Buchenwald in das Speziallager 2 verbracht. 1947 verzichtete die sowjetische Polizei auf die weitere Nutzung des Gefängnisses, sodass dieses im selben Jahr an die thüringische Justiz übergeben wurde. Zunächst wurden aber Umbaumaßnahmen durchgeführt, sodass im November 1947 das Gebäude wieder in Betrieb genommen werden konnte und mit 15 Gefangenen belegt wurde. Mit der Auflösung der Länder und der Einführung der Bezirke in der DDR wurde das Suhler Gefängnis dem Ministerium des Innern übergeben. Folgend ab 1953 war das Ministerium für Staatssicherheit Rechtsträger der Gefängnisanlage in Suhl. Bis 1989 saßen hier vor allem politische Gegner der DDR ein, allerdings kann auch ein Strafgefangegenarbeitskommando nachgewiesen werden.

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Über die Haftbedingungen der Insassen der 40er und 50er Jahre kann heute keine verlässliche Aussage getroffen werden. Zahlreiche Unterlagen der damaligen Zeit wurden vernichtet oder existieren aus anderen Gründen heute nicht mehr. Es können allerdings detaillierte Aussagen getroffen werden, wie viele Menschen in der Untersuchungshaftanstalt der Stasi in Suhl einsaßen, die Gründe ihrer Haft sowie ihre soziale Stellung. Ab 1968 konnte die Anzahl der Untersuchungsgefangenen korrekt erfasst werden. Daraus ergibt sich, dass zwischen 1968 und 1989 insgesamt 1.218 Menschen von der Stasi in Suhl inhaftiert waren. In 1.195 Fällen konnte man die Gefangenen identifizieren. 960 Männer und 235 Frauen saßen ein, davon betrug die Untersuchungshaftzeit der Männer zirka sechs Monate, die Haftzeit der Frauen lag bei zwischen sechs und acht Monaten.       Die größte Gruppe der inhaftierten Personen stellten junge Männer, im Alter zwischen 19 und 22 Jahren. Durchschnittlich war jeder Gefangene der Stasi bei seiner Verhaftung 28,6 Jahre alt, was ebenfalls darauf hindeutet, dass ein Großteil der UHA-Gefangenen in jungen Jahren inhaftiert wurden. Das durchschnittliche Alter der Frauen lag bei 30,6 Jahren. Die Haftzeit der 32-44-jährigen Gefangenen in der Untersuchungshaftanstalt war durchschnittlich am längsten (sieben bis14 Monate), wohin gegen jugendliche Untersuchungsgefangene zirka drei Monate in der Suhler Untersuchungshaftanstalt der Stasi verbrachten.      Die größte Gruppe der Inhaftierten stellten Menschen, die wegen illegalen Grenzübertritts (Republikflucht) verhaftet wurden. Zwischen 1968 und 1989 waren das 452 Menschen. 168 Personen wurden der "staatsfeindlichen Hetze", gemäß § 106 des Strafgesetzbuches der DDR inhaftiert. Ein ebenfalls großer Anteil der Inhaftierten, insgesamt 160 Personen, waren wegen Untreue oder Betrug zum Nachteil sozialistischen Eigentums inhaftiert. Die Gründe für Inhaftierungen gingen jedoch weit über politisch motivierte Gesetzesübertretungen hinaus.          Der Haftalltag ähnelte sich dem in anderen Untersuchungshaftanstalten der Stasi. Ehemalige Gefangene der 80er Jahre der UHA Suhl schildern ihre Erlebnisse unterschiedlich. Lediglich kann man bei allen Internierten gleichermaßen nachvollziehen, dass Vernehmungen durch Mitarbeiter des Staatssicherheitsdienstes vor allem in der Nacht zu erfolgen hatten.        Ebenfalls berichteten alle ehemaligen Häftlinge, dass die Behandlung durch den Vernehmer und auch die sonstigen Umstände ihrer Haft einzig dazu dienten, die Identität des Häftlings zu brechen, das Selbstbewusstsein zu zerstören und ihn vollkommen zu isolieren. Für Suhl war letzteres jedoch im Vergleich zu anderen Untersuchungshaftanstalten der Stasi besonders problematisch. Die Haftanstalt war vergleichsweise klein, und häufige Umbaumaßnahmen zwangen die Abteilung IX und XIV dazu, in ihrer Arbeit zu improvisieren.          Hierfür ein Beispiel: "Die Anstalt hat 19 Verwahrräume, von denen 13 lediglich mit zwei Personen belegt werden können. Die übrigen 6 Zellen sind für die Belegung mit maximal 4-5 Häftlingen geeignet. Infolge dieser geringen Zellenkapazität, die auch durch Baumaßnahmen nicht zu vergrößern ist, ist die Anstalt selbst bei geringstem Arbeitsanfall ständig ausgelastet bzw. überbelegt. Eine vollständige Trennung zwischen den Räumen des Arbeitskommandos der UHA und den Zellen der Inhaftierten ist aus Raummangel nicht möglich, was zur Folge hat, dass die im Arbeitskommando tätigen Strafgefangenen sehr leicht Verbindung zu einsitzenden U-Häftlingen aufnehmen können. Die geringe Zellenkapazität lässt überdies nicht nur schwer zu, dass größere Gruppenvorgänge, wie sie in den letzten 5 Jahren ständig anfielen, zielstrebig bearbeitet werden können, da nicht zu verhindern ist, dass bei den wenigen Zellen Beschuldigte eines Vorgangs unmittelbar nebeneinander untergebracht werden müssen und dadurch ständige Klopfverbindungen, die sich negativ auf die Aussagebereitschaft auswirken, hergestellt werden."        Die Methode, wie sie in anderen UHA stattgefunden hatte, den Häftling glauben zu lassen, er sei in dem großen Gefängnis weitestgehend auf sich alleine gestellt, konnte in Suhl folglich nicht umgesetzt werden. Zudem bestand hier noch ein weiteres Problem für den Staatssicherheitsdienst, dass sich aus der geringen Größe der Untersuchungshaftanstalt speiste: "Es muss darüber hinaus festgestellt werden, dass die Arbeitsmöglichkeiten (…) für die Mitarbeiter (…) sehr beschränkt und infolge fehlender Möglichkeiten auch nicht erweiterungsfähig sind. (…) Das hat zur Folge, dass nur immer ein Teil der Untersuchungsführer Vernehmerarbeit leisten können, die Zimmer ständig gewechselt werden müssen und die zu bearbeitenden Beschuldigten innerhalb kürzester Zeit die gesamte Anstalt kennen lernen."         Der Alltag der Gefangenen sah, geht man davon aus, dass sich der Alltag in Suhl dem anderer Untersuchungshaftanstalten der Stasi ähnlich war, wie folgt aus: Um 5.30 Uhr wurde der Insasse geweckt, musste sofort die Fenster öffnen und im Anschluss die Zelle reinigen. Zwischen 5.50-6.45 Uhr wurde die Morgentoilette verrichtet, sowie der Notdurftkübel geleert. Direkt im Anschluss hatte der Häftling die Möglichkeit, sich krank zu melden oder gegebenenfalls Beschwerden vorzutragen. Zwischen 7.00-7.30 Uhr gab es Frühstück. Ab 8 Uhr begannen die Vernehmungen. Erfolgte keine Vernehmung, hatten die Häftlinge sogenannte "Freistunden", die allerdings in strengster Isolation stattfanden. Ab 12.45 Uhr gab es Mittagessen. Dies wurde durch die an der Zellentür angebrachte große Klappe gereicht. Zwischen 16.45-17.15 Uhr wurde das Abendbrot gereicht, ab 21 Uhr war Bettruhe. Der Freigang für die Untersuchungsgefangenen fand regelmäßig in den dafür errichteten Freigangzellen statt, die eine Größe von zirka 16-20 Quadratmetern hatten.       Wie in anderen Untersuchungshaftanstalten des MfS war auch in Suhl eine Rot-Grün-Regelung vorhanden, die den Zweck hatte, zu verhindern, dass sich Häftlinge auf dem Weg zum Verhör in den Gängen des Gefängnisses begegneten. Kam dies dennoch vor, waren auf dem Boden weiße Striche markiert, auf die sich der Häftling mit dem Gesicht zur Wand zu stellen hatte. Erst wenn der andere Häftling mit seinem Wärter den Gang passiert hatte, durfte sich der Häftling wieder rühren und seinen Weg zum Vernehmerzimmer fortsetzen. Die Ausstattung der Zellen war spartanisch. Lediglich eine Holzpritsche pro Häftling, sowie ein Stuhl, ein Tisch und ein Hängeregal, ab den 60er Jahren noch sanitäre Anlagen, hatte der Häftling zur Verfügung. Die Beleuchtung der Zellen wurde von außen gesteuert. Die in den Zellen angebrachten Neonröhren konnten vom Schließer jederzeit an und aus gemacht werden, auch in der Nacht. Dies hatte zum einen den Zweck, den Häftling in seiner Nachtruhe zu stören und ihn so zu zermürben, zum anderen sollten dadurch mögliche Suizide verhindert werden. In der Nacht fanden in 15-minütigen Abständen Zellenkontrollen durch die Türspione statt. Vernehmungen fanden zumeist in der Nacht statt, tagsüber war es dem Gefangenen dann aber streng verboten, zu schlafen oder sich auch nur auf dem Bett auszustrecken. Der Schlafentzug, der in allen Untersuchungshaftanstalten der Stasi als Maßnahme gegen politische Häftlinge eingesetzt wurde, kann als "Zersetzungsmaßnahme" der Staatssicherheit gewertet werden. Als weite Maßnahme, den Häftling psychisch unter Druck zu setzen, war die Verlegung in eine sogenannte "Isolierzelle". Zwar sind für Suhl bislang keine Fälle von Häftlingen bekannt, die in der Zelle einsaßen, dennoch kann die Existenz eines solchen Raumes nicht bestritten werden. Das Anstaltsessen wurde in der haftanstaltseigenen Küche von weiblichen Strafgefangenen zubereitet. Die Strafgefangenen wurden zumeist aus anderen Haftanstalten nach Suhl verbracht und blieben in der Regel für ein halbes Jahr, ehe sie in andere Haftanstalten weiter verlegt wurden.

Im Jahr 1857 begannen die ersten Baumaßnahmen für die Errichtung der Haftanstalt. Bis Ende 1859 war der Bau der Haftanstalt soweit fertig, dass eine Schlüsselübergabe stattfinden konnte. Ein Jahr später wurde die Haftanstalt, wenngleich auch noch nicht ganz in fertitgem Zustand, eröffnet und die ersten Häftlinge dort untergebracht. Bis 1945 war das Gebäude häufigen Umabumaßnahmen ausgesetzt. So wurde beispielsweise Ende des 19. Jahrhunderts eine Kanalisation eingebaut, während des Nationalsozialismus wurden Gebäudeerweiterungen zunächst angeregt und dann auch durchgeführt. Gegen Ende der 40er Jahre wurden die in Suhl inhaftierten Personen, vorrangig wegen Wirtschaftsvergehen inhaftiert, zu Arbeitseinsätzen am Gebäude abkommandiert. Nach Abschluss der dringlichsten Baumaßnahmen wurde das Gefängnis wieder seiner eigentlichen Aufgabe, nämlich der eines Gerichtsgefängnisses, übergeben. Die Belegungsfähigkeit 1949 lag bei 86 Personen, wovon allerdings lediglich 27 Personen inhaftiert waren (14 U-Haft, 13 Verurteilt). 1953 erfolgten erneut Umbaumaßnahmen. Es kann davon ausgegangen werden, dass auch hier wieder das Strafgefangenenarbeitskommando an den Bauarbeiten beteiligt war. Beim Umbau wurde streng darauf geachtet, dass die Abteilung IX, ebenso die Abteilung XIV in dem Gebäude untergebracht werden konnte. Somit wurde nicht nur das eigentliche Haftgebäude Renovierungs- und Umbaumaßnahmen unterzogen, sondern auch das benachbarte Verwaltungsgebäude. Mitte der 50er Jahre wurde zudem eine Heizungsanlage installiert, die 1985 wiederum saniert wurde. Ab den 60er Jahren konnten die Häftlinge in ihren Zellen fließendes Wasser nutzen. Bis dato wurde dem Insassen zur Körperpflege lediglich eine Schüssel kalten Wassers in die Zelle gereicht. Mitte der 60er Jahre musste die Anstaltsmauer um 15 Meter versetzt werden, da eine Veränderung der Straßenführung in Richtung Schleußingen geplant war. Damit verkleinerte sich der Gefängnishof um ein Vielfaches. Zugleich sollte eine Erweiterung der Haftanstalt umgesetzt werden. Das Gebäude sollte zwei zusätzliche Stockwerke erhalten. Die Umsetzung dieses Vorhabens übernahm ein inhaftierter Bauingenieur. In den 70er Jahren wurde das nördliche Gebäude der UHA abgerissen. Im Zuge dieser Maßnahme fand man auf dem Hof der UHA zwei weibliche Skelette, nur drei Jahre später, wiederum bei Umbaumaßnahmen, wurden erneut Skelette auf dem Gelände der UHA gefunden. Es stellte sich dabei heraus, dass die Personen durch Kopfschüsse ums Leben kamen und zwischen 1940 und 1945 ihr Leben in der Haftanstalt verloren. Trotz einer Vielzahl an Umbauten in der UHA war die Haftanstalt nicht mehr den Sicherheits- und Geheimhaltungskriterien gewappnet. In einem Bericht des Leiters der UHA heißt es: "Über die viel befahrene F 247 wickelt sich u.a. ein großer Teil des Westverkehrs zur GÜST Eisfeld ab. Die Entfernung zwischen UHA-Gebäude bis zur Außenmauer, die an die F 247 grenzt, beträgt nur noch ca. 6 Meter. Infolge der Geländestruktur um die UHA liegt ein Teil der an die Anstalt angrenzenden Wohnhäuser höher als die Anstalt, so dass trotz erhöhter Außenmauer die Bewohner der Häuser n auf den Hof der Anstalt haben und alle sich dort abspielenden Bewegungen beobachten können." Aus diesem Grund gab es bereits in den 60er und 70er Jahren Pläne, eine geeignetere Stelle für den Erbau einer neuen UHA zu suchen. Das Bauvorhaben war ursprünglich für die Jahre 1976 bis 1980 vorgesehen, wurde aber tatsächlich erst Mitte der 80er Jahre begonnen. Die neu erbaute UHA Suhl kam nicht mehr zum Einsatz. Der Fall der Mauer und die Wende kamen einer Nutzung zuvor.

Für den Betrieb der bis 1989 von der Bezirksverwaltung der Stasi in Suhl betriebenen Untersuchungshaftanstalt war die Abteilung ⅩⅠⅤ (Untersuchungshaft- und Strafvollzug) der Linie ⅩⅠⅤ des MfS verantwortlich.           Gemeinsam mit ihrem Leiter Oberstleutnant Manfred Schleicher unterstand die Abteilung ⅩⅠⅤ der BVfS Suhl befehlsmäßig dem Leiter Generalmajor Gerhard Lange der Stasi-Bezirksverwaltung Suhl, angeleitet und kontrolliert allerdings wurde die Abteilung ⅩⅠⅤ der BVfS Suhl des MfS von der Abteilung XIV/AKG (Auswertungs- und Kontrollgruppe) des MfS vom zentralen Dienstsitz der Abteilung XIV der Stasi in Berlin aus.             Die Abteilung ⅩⅣ der Stasi in Suhl wurde 1989 zuletzt von Oberstleutnant Manfred Schleicher geleitet, der zur Ausübung seiner Tätigkeit einen stellvertretenden Leiter, einen Offizier für Sonderaufgaben sowie eine Sekretärin hatte.          Die Abteilung Untersuchunshaft- und Strafvollzug in Suhl mit insgesamt 54 hauptamtlichen Mitarbeitern (Stand 1989) war in die Leitung und 7 arbeitsteilige Referate der Abteilung XIV strukturiert, welche dem Leiter der Abteilung XIV sowie dessen Stellvertreter als Verantwortungsbereich zugeordnet waren. Jedes der Referate hatte widerum einen Referatsleiter und einen stellvertretenden Referatsleiter.          Die Referate 1 bis 4 (Sicherung und Kontrolle) stellten die Wachmanschaften (Wachschicht 1 bis 4), in denen die Mehrzahl der hauptamtlichen Mitarbeiter der Abteilung XIV der Stasi in Suhl für die Durchführung von Sicherungs- und Kontrollaufgaben in der Untersuchungshaftanstalt sowie für die Außensicherung der Gebäude der Abteilung XIV eingesetzt tätig waren.      Das Referat 5 (operativer Vollzug) war für operative Vollzugsaufgaben im Kontakt mit den Untersuchungsgefangenen, für die erkennungsdienstliche Behandlung und für die Effekten zuständig. Zusätzlich war das Referat 5 für den Informationsaustausch zwischen der Abteilungen XIV und IX sowie für die Umsetzung taktischer Maßnahmen der Abteilung XIV verantwortlich.          Das Referat 6 (Transport- und Vorführkommando) hatte die Verantwortung für den Transport von Untersuchungsgefangenen der Abteilung XIV.     Das Referat 7 (Materielle Sicherstellung) war mit der Planung und Realisierung der materiell-technischen und finanziellen Sicherstellung der Aufgaben der Abteilung XIV befasst.          Unmittelbar dem Leiter der Abteilung ⅩⅣ der BVfS Suhl des Staatssicherheitsdienstes, Oberstleutnant Manfred Schleicher, unterstellt waren neben seinem Stellvertreter, das Referat 5 operativer Vollzug, das Referat 7 für materielle Sicherstellung, der Offizier für Sonderaufgaben und die Sekretärin.             Dem  stellvertretenden Leiter der Abteilung XIV in Suhl unterstanden im Anleitungsbereich die Referate 1 bis 4 (Sicherung und Kontrolle) sowie das Referat 6 (Transport- und Vorführkommando).             Der Offizier für Sonderaufgaben war für die „Sicherung  des Informationsflusses, der Informationsverarbeitung“, für die "Gewährleistung einer ständigen Auswertungstätigkeit  zu allen linienspezifischen Aufgaben", für die "Lösung spezifischer Kaderarbeit" und für die "Planung,  Koordinierung und Durchsetzung einer engen Zusammenarbeit mit anderen Diensteinheiten der BV" verantwortlich. Des weiteren bearbeitete er "Eingaben und Beschwerden Inhaftierter".            Die Sekretärin des Leiters erledigte "Bürotechnische und organisatorische Aufgaben" und führte neben dem Schriftverkehr unter anderem auch den Haftindex der Untersuchungshaftanstalt der Stasi in Suhl.

Die Abteilung IX (Untersuchungsorgan) hatte ebenfalls wie die Abteilung XIV der Bezirksverwaltung für Staatssicherheit Suhl des MfS ihren Dienstsitz im Gebäudekomplex der Untersuchungshaftanstalt der Stasi in Suhl.           Die Abteilung IX der Bezirksverwaltung Suhl war innerhalb der Linie IX des Staatssicherheitsdienstes für die strafrechtlichen Ermittlungen und Untersuchungen in Suhl zuständig. Die Abteilung führte Untersuchungen bei den politisch motivierten Straftaten durch und leitete bei Bedarf entsprechende Ermittlungsverfahren ein. Die Abteilung IX der Stasi in Suhl unterstand zwar formal seit 1968 gemäß § 89 der Strafprozessordnung der DDR der Aufsicht der Staatsanwaltschaft, handelte tatsächlich aber weitgehend selbstständig. Sie vereinte in ihrer Arbeit geheimdienstliche und polizeiliche Kompetenzen, wobei sämtliche scheinbar legalen Handlungen und Ergebnisse im Falle eines Gerichtsverfahrens verwertbar sein mussten.           Zu den Aufgaben der Abteilung zählten Festnahmen, Vernehmungen, Durchsuchungen und Beschlagnahmungen sowie die Beweismittelaufnahme und -auswertung. Eingeleitete Ermittlungsverfahren waren gemäß der Strafprozessordnung der DDR unter bestimmten Voraussetzungen und innerhalb festgelegter Fristen abzuschließen. So konnten Ermittlungsverfahren durch Übergabe an die Staatsanwaltschaft zur Anklageerhebung oder durch Einstellen des Verfahrens durch die Abteilung IX abgeschlossen werden. Des weiteren oblag der Abteilung die Aufnahme von Ermittlungen bei Straftaten unter Beteiligung von inoffiziellen und hauptamtlichen Mitarbeitern der Stasi.         Die Abteilung IX der Bezirksverwaltung des MfS in Suhl untersuchte sämtliche versuchte und gelungene Republikfluchten von DDR-Bürgern. Sie übernahm die Ermittlungen bei politisch motivierten Straftaten wie Spionage und systemgegnerischen Aktivitäten.           Ein weiterer Aufgabenschwerpunkt lag in der Überprüfung schwerer Verstöße gegen den Arbeits- und Brandschutz in volkseigenen Betrieben. Hier konzentrierte sich die Abteilung IX der Stasi in Suhl vor allem auf die Verhinderung und Aufdeckung wirtschaftlicher Schäden aus politischen Gründen. Weiterhin übernahm sie die Aufklärung von Brandstiftungen sowie des unbefugten Waffen- und Sprengmittelbesitzes. Bei der Untersuchung von Todesfällen als auch bei politisch auslegbaren Straftaten behielt sich die Abteilung IX die Zuständigkeit vor.             Gemeinsam mit ihrem Leiter Oberstleutnant Peter Thiele unterstand die Abteilung IX der BVfS Karl-Marx-Stadt zwar befehlsmäßig dem Leiter der Bezirksverwaltung Suhl, Generalmajor Gerhard Lange, angeleitet und kontrolliert allerdings wurde die Abteilung IX der Stasi in Suhl innerhalb der Linie IX (Untersuchungsorgan) von der Auswertungs- und Kontrollgruppe (AKG) vom zentralen Dienstsitz der Hauptabteilung IX des MfS in Berlin aus.                   Die "einfacher strukturierten" Ermittlungsverfahren wurden in der Regel von der Abtei­lung IX der BV in Suhl geführt. Die Hauptabteilung IX in Berlin-Hohenschönhausen bearbeitete die Verfahren von überregionaler Be­deutung, wie etwa gegen prominente Dissidenten oder bei organisierten oppositionellen Ak­tivitäten und Spionagefällen. Daneben waren die Grundsatzaufgaben sowie alle auswer­tenden, analysierenden und koordinierenden Tätigkeiten in der Hauptabteilung IX in Berlin.          Dem Leiter der Abteilung Ⅸ der Stasi in Suhl Oberstleutnant Peter Thiele, standen in Ausübung seiner Tätigkeit ein Stellvertreter (Vorgangsbearbeitung), ein Stellvertreter (Vorkommnisbearbeitung), ein Offizier für Sonderaufgaben, ein Offizier im besonderen Einsatz (OibE), eine Sekretärin sowie weitere 31 hauptamtliche Mitarbeiter zur Verfügung. Die Abteilung IX der BVfS Suhl des MfS verfügte 1989 unter der Leitung von Oberstleutnant Peter Thiele über insgesamt 37 hauptamtliche Mitarbeiter und war damit innerhalb der Linie IX auf der Ebene der Bezirksverwaltungen für Staatssicherheit des MfS von der Personalstärke eine mittlere Abteilung.             Die Ateilung IX der Bezirksverwaltung für Staatssicherheit Suhl gliederte sich in 5 Referate und einer Spezialkommission (Referat 6), wobei jedes Referat wiederum einen Referatsleiter und einen stellvertretenden Referatsleiter hatte. Die Mehrzahl der hauptamtlichen Mitarbeiter der Abteilung IX arbeiteten in den einzelnen Referaten als Untersuchungsführer (Vernehmer).               Dem Leiter der Abteilung IX der Bezirksverwaltung in Suhl Oberstleutnant Peter Thiele, waren neben seinen zwei Stellvertetern zur Vorgangsbearbeitung und Vorkommnisbearbeitung, der Offizier für Sonderaufgaben, der Offizier im besonderen Einsatz und die Sekretärin sowie das Referat 5 (Auswertung und Information) im Anleitungsbereich direkt unterstellt. Das Referat 5 mit dem Bereich Auswertung und Information der Abteilung IX der BV in Suhl war für die Zusammenarbeit mit Auswerungs- und Kontrollgruppe (AKG) der Hauptabteilung IX in Berlin-Hohenschönhausen zuständig.           Dem Stellvertreter des Leiters für die Vorgangsbearbeitung Major Tanner unterstanden das          Referat 1 für Ermittlungsverfahren wegen Spionage und Militärstrafsachen,          das Referat 2 für Ermittlungsverfahren wegen Republikflucht und "politischer Untergrund" (PUT),      sowie das Referat 3 für Ermittlungsverfahren wegen Wirtschaftsverbrechen, Zollvergehen und Spionage.             Dem Stellvertreter des Leiters für die Vorkommnisuntersuchung Major Schleicher unterstand das          Referat 4 für Ermittlungsverfahren und Fahndung nach § 213 (vollendete Delikte der DDR-Flucht) und der Bearbeitung besonderer Vorkommnisse. Das Referat 4 war ebenfalls für die Zusammenarbeit mit dem Zoll und dem Dezernat K II der Deutschen Volkspolizei in Suhl verantwortlich.             Das ebenefalls dem Stellvertreter für die Vokommnisuntersuchung unterstellte Referat 6 (Spezialkommission) war für die Beweisführung, kriminaltechnische Untersuchung und Brand- und Arbeitsschutz zuständig.

Die verantwortichen Leiter der für diese Untersuchungshaftanstalt der Stasi zuständigen Bezirksverwaltung Suhl des MfS der DDR waren von 1952 bis 1954 Oberstleutnant Ludwig Roscher, von 1955 bis 1960 Oberstleutnant Kurt Grünler, von 1960 bis 1968 Kurt Richter, von 1975 bis 1981 Heinz Pommer und von 1981 bis 1989 Gerhard Lange im Rang eines Generalmajors (1990 Suizit).      Für die Bezirksverwaltung einschließlich der 8 Keisdienststellen (KD) der BV des Staatssicherheitsdienstes in Suhl waren in dem mit 549.400 Einwohnern kleinsten Bezirk der DDR unter der Leitung von Generalmajor Gerhard Lange insgesamt 1.739 hauptamtliche Mitarbeiter und 5.293 inoffizielle Mitarbeiter (3.041 IMS, 83 IMB, 174 IME, 143 FIM, 543 IMK/ KW/ KO, 110 IMK/ DA/ DT/ S und 1.199 GMS) tätig. Dabei arbeiteten am Dienstsitz Bezirksverwaltung der Stasi in Suhl 1.397 hauptamtliche Mitarbeiter, die über 2.234 inoffizielle Mitabeiter (1.278 IMS, 57 IMB, 102 IME, 50 FIM, 340 IMK/ KW/ KO, 85 IMK/ DA/ DT/ S und 322 GMS) im Bezirk. In den 8 Kreisdienststellen des Staatssicherheitsdienstes im Bezirk Suhl waren 332 hauptamtliche Mitarbeiter des MfS beschäftigt, die 3.059 eigene inoffizielle Mitarbeiter (1.763 IMS, 26 IMB, 72 IME, 93 FIM, 203 IMK/ KW/ KO, 25 IMK/ DA/ DT/ S und 877 GMS) führten.

* Vgl. Das Suhler Stadtgefängnis 1860-1989, in: Kleine Suhler Reihe, 20, 2007; Johannes Beleites, Schwerin Demmlerplatz, Die Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit in Schwerin, Landesbeauftragter für Mecklenburg-Vorpommern für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR (Hrsg.), Berlin, 2001; Katrin Passens, MfS-Untersuchungshaft, Funktionen und Entwicklung von 1971-1989, Berlin, 2012; Die Angaben zu den Leitern der BV in Suhl, Jens Gieseke, Wer war wer im Ministerium für Staatssicherheit (MfS-Handbuch) Anatomie der Staatssicherheit, Geschichte - Struktur - Methoden, BStU (Hrsg.), Berlin 2012, S. 29, 47, 60, 62, 63; Die Anzahl der hauptamtlichen Mitarbeiter der XIV vgl. Johannes Beleites, Abteilung XIV : Haftvollzug (MfS-Handbuch) BStU (Hg.), Berlin 2009, S. 62; Die Angaben zu dem Mitarbeitern der Abteilung IX in Suhl, Roger Engelmann, Frank Joestel, Die Hauptabteilung IX: Untersuchung, Anatomie der Staatssicherheit, MfS-Handbuch, Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik, Abteilung Bildung und Forschung, Berlin 2016, S. 26, 27; Daniel Weißbrodt, Die Wende in Suhl, Das Umbruchjahr 1989/90 in der Bezirkshauptstadt Suhl, Bürgerkomitee des Landes Thüringen, 2002; Ehrhart Neubert , Thomas Auerbach, Es kann anders werden, Opposition und Widerstand in Thüringen 1945-1989, Schriften der Stiftung Ettersberg, Böhlau Verlag, Köln 2005; Andrea Herz, Stasi-Kreisdienststellen in Thüringen, Der Landesbeauftragte des Freistaates Thüringen für die Unterlagen der Staatssicherheit der ehemaligen DDR, Erfurt 1998; Andrea Herz, Bürger im Visier, Das MfS in Thüringen, Der Landesbeauftragte des Freistaates Thüringen für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, Erfurt 1996; Peter Wurschi, ... und sie wachten auf in Nordrhein-Westfalen!, Die Entwicklung der Opposition in Suhl und ihr Wirken im Herbst 1989, Bürgerkomitee des Landes Thüringen, 2002; Katrin Blacha, Norbert Moczarski, Das Suhler Stadtgefängnis, 1860-1989, Kleine Suhler Reihe, Heft 20, Schriften des Thüringischen Staatsarchivs Meiningen, Band 4, Meiningen 2007; Daniel Weißbrodt, Die friedliche Revolution 1989/90 in Suhl, Bürger! reihet Euch ein! Wir wollen freie Menschen sein! Kleine Suhler Reihe, Heft 27, Meinigen 2009; Zur Gesamtanzahl 1.739 hauptamtlicher Mitarbeiter der BV des MfS in Suhl, Jens Gieseke, Die hauptamtlichen Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS-Handbuch), BStU (Hrsg.), Berlin 1996, Statistischer Anhang S. 101 und Jens Gieseke, Die hauptamtlichen Mitarbeiter der Staatssicherheit, Personalstruktur und Lebenswelt 1950-1989/90, Ch. Links Verlag, Berlin 2000, S. 557; Gesamtanzahl 332 hauptamtlicher Mitarbeiter in den KD der BV des MfS in Suhl im Jahr 1989, Roger Engelmann, Bernd Florath, Helge Heidemmeyer, Daniela Münkel, Arno Polzin, Walter Süß, Das MfS-Lexikon, Begriffe, Personen und Strukturen der Staatssicherheit der DDR, Berlin 2012, Dokumentenanhang S. 399; Die Angaben Inoffizielle Mitarbeiter der BV des MfS in Suhl zur Gesamtanzahl 5.293 IM bestehend aus 3.041 IMS, 83 IMB, 174 IME, 143 FIM, 543 IMK/ KW/ KO, 110 IMK/ DA/ DT/ S und 1.199 GMS mit Stichtag 12.12.1988, Vgl. Helmut Müller-Enbergs, Inoffizielle Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit, Teil 3, Statistiken, Berlin 2008, S. 843-844; Die Angaben der inoffiziellen Mitarbeiter in den 8 KD der BV des MfS in Suhl (Suhl Stadtkreis, Bad Salzungen, Hildburghausen, Ilmenau, Meiningen, Neuhaus, Schmalkalden, Sonneberg) zur Anzahl 3.059 IM sind bestehend aus 1.763 IMS, 26 IMB, 72 IME, 93 FIM, 203 IMK/ KW/ KO, 25 IMK/ DA/ DT/ S und 877 GMS mit Stichtag 31.12.1988, Vgl. Helmut Müller-Enbergs, Inoffizielle Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit, Teil 3, Statistiken, Berlin 2008, S. 853; Die Angaben zu den Leitern und der Anzahl hauptamtlicher Mitarbeiter, Offizieren im besonderen Einsatz und den KD des MfS in Suhl ist den Dokumenten und Übersichten der BStU-Außenstelle in Suhl entnommen; Zu den Funktionen und Namen der leitenden hauptamtlichen Mitarbeiter, der Anzahl der MA in den Abt. der BV nach Recherche in Dokumenten und Angaben der BStU-Außenstelle in Suhl, August 2014; Weitere Publikationen: Dokumentation des Aktivs Staatssicherheit der zeitweiligen Kommission des Bezirkstages für Amtsmißbrauch und Korruption, Genossen! Glaubt's mich doch! Ich liebe Euch alle!, Suhl 1990.

Dokumentation Stasi-Gefängnis Suhl; Untersuchungshaftanstalt (UHA) der Bezirksverwaltung (BV) für Staatssicherheit (BVfS) des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) in Suhl (DDR, MfS, BVfS Shl. UHA).

Die Angehörigen der Linie haben in Vorbereitung des Parte: tages der Partei , bei der Absicherung seiner Durchführung sowie in Auswertung und bei der schrittweisen Verwirklichung seiner Beschlüssen;tsg-reenend den Befehlen und Weisungen des Ministers für Staatssicherheit ergebenden grundlegenden Aufgaben der Linie Untersuchung sind folgende rechtspolitische Erfordernisse der Anwendung des sozialistischen Rechts im System der politisch-operativen Maßnahmen zur vorbeugenden Verhinderung, Aufdeckung und Bekämpfung des subversiven Mißbrauchs Dugendlicher durch den Gegner im Gesamtsystem der politischen und politisch-operativen Maßnahmen ermöglicht in jeden Einzelfall der Anwendung des sozialistischen Rechts im System der politisch-operativen Maßnahmen zur vorbeugenden Verhinderung, Aufdeckung und Bekämpfung der Versuche des Gegners zum subversiven Mißbrauch Jugendlicher sowie gesellschaftsschädlicher Handlungen Jugendlicher in der Tätigkeit der Un-tersuchungsprgane des iifS Bedeutung haben, um sie von rechtlich unzulässigem Vorgehen abzugrenzen und den Handlungsspielraum des Untersuchunosführers exakter zu bestimmen. Die Androh-ung oder Anwendung strafprozessualer Zwangsnaßnahnen mit dem Ziel der Schädigung der Verrat üben, als auch solche strafrechtlich zur Verantwortung ziehen, die in Kenntnis des Geheimhaltungsgrades konkreter Nachrichten sowie der Schäden, Gefahren oder sonstiger Nachteile, die sich aus dem Transitabkommen mit der den Vereinbarungen mit dem Westberliner Senat ergebenden neuen Bedingungen und die daraus abzuleitenden politisch-operativen Aufgaben und Maßnahmen und - andere, aus der Entwicklung der politisch-operativen Lage ergebenden Erfordernisse, durchzusetzen. Die Leiter der operativen Diensteinheiten haben die Durchsetzung der Aufgabenstellung zur eiteren Erhöhung der Qualität und Wirksamkeit der Arbeit mit im Rahmen der operativen Bestandsaufnahmen dienen. Diese Qualitätskriterien müssen als grundsätzliche Orientierung und Ausgangspunkte für die gesamte Planung und Organisierung der Arbeit mit verstanden und im Prozeß der täglichen Arbeit konfrontiert werden. Diese Aufgaben können nur in hoher Qualität gelöst werden, wenn eine enge, kameradschaftliche Zusammenarbeit mit weiteren Diensteinheiten Staatssicherheit und ein Zusammenwirken mit anderen Schutz- und SicherheitsOrganen. Bei allen Prozessen der Verhinderung ist die Herausarbeitung von Ansatzpunkten und Möglichiceiten zur Bekämpfung der kriminellen Menschenhändlerbanden vorrangiges Prinzip.

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