Neuer Weg, Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung 1949, Heft 9/21

Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Parteivorstand (PV) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 4. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands, Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1949, Heft 9/21 (NW PV SED SBZ Dtl. DDR 1949, H. 9/21); während sie in Riesa und Hennigsdorf anstiegen. Die Planerfüllung in den vorgeschriebenen Walzprofilen und ihre Maßhaltigkeit lassen noch viel zu wünschen übrig, und mit Recht beschwert sich im „Neuen Deutschland“ vom 2. Mäi 1949 ein Volkskorrespondent in seinem Appell „Ein Wort an die Stahlwerke“ wie folgt: „Bisher war der WettbewerbUnserer Stahlwerke unserem Betrieb noch nicht sehr forderlich, da sich fast jedes der zur Zeit' von Unterwellenborn gelieferten Profileisen bei der technischen Nachprüfung als nicht maßhaltig erwies. Zeitraubende Richtarbeiten belasten uns, wenn die Lieferung nicht überhaupt zii- rüekgeschickt werden muß.“ j . , i Diese Mängel haben ihre Ursache zu einem wesentlicheri Teil darin; daß unsere Genossen noch nicjit im notwendigen Maße verstanden haben, die Produktionsberatungen regelmäßig durchzuführen, eine enge Zusammenarbeit zwischen Arbeitern und Intelligenz zu entwickeln und ein kollektives Verantwortungsbewußtsein in den Betrieben und Abteilungen zu erzeugen. i I * Genosse Walter Ulbricht erklärte in seiner Rede über Unsere Wirtschaftspolitik im Jahre 1949“ auf der Ersten Parteikonferenz: „Eine besonders große Hilfe kann die technische Intelligenz den Aktivisten der Henneckebewegung geben, die große Leistungen vollbracht haben, zumeist gute Organisatoren sind, àber nicht immer die notwendige fachliche Schulung besitzen. Deshalb 1st es notwendig, gemeinsame Beratungen der Ingenieure, Techniker und Chemiker mit den Aktivisten in den Betrieben durchzuführen und bei den Produktionsberatungen in den Abteilungen in engere Zusammenarbeit zu kommen. Das Wichtigste ist die engste kameradschaftliche Zusammenarbeit der technischen Intelligenz und der Arbeiter. Abergeradedie Produktionsber.atungen waren ein schwacher Punkt im Verlaufe der Durchführung des Wettbewerbs. Zwar führten die Arbeiter häufig auf ihre A*t Produktionsberatungen durch, ohne sich dessen bewußt ziu sein: sie debattierten in den Pausen und selbst in der Freizeit gemeinsam über die Produktionsprobleme ihrer Abteilung. Unsere Parteigruppen verstanden jedoch in den meisten Fällen nicht, diese Diskussionen zu wirklichen, gut vorbereiteten Produktionsberatungen zu entwickeln, in denen Arbeiter, Meister und Ingenieure regelmäßig die Produktiönsfragen besprechen. Außerdem müssen sich unsere Genossen mehr bemühen, ihre Fachkenntnisse zu vervollkommnen und die Probleme der Produktion nicht nur praktisch, sondern auch theoretisch beherrschen zu lernen. Je schneller sie dies tun, um so schneller sind sie in der Lage, sich und der Partei Anerkennung und Ansehen zu verschaffen und an der Erfüllung der Pläne besser als bisher mitznwirken. Der dritte Wettbewerb stellt die Stahlwerke vor folgende Aufgaben: 1. Erfüllung des Sortenplans, 2. Steigerung der Qualität und 3. Senkung der Selbstkosten. Die erste Bedingung verlangt, daß in der Hochofenabteilung der Maxhütte und in den Stahlwerken die vorgeschrie-behen Mengen der verschiedenen Eisensorten als auch Legierungen, in den Walzwerken die vorgeschriebenen Mengen an Blechen .und Profilen produziert werden. Die zweite Bedingung stellt diesmal sehr hohe Ansprüche. Alle Schmelzen, die auch nur um Bruchteile eines hundertstel Prozentes von den Vorschriften bezüglich des zulässigen Schwefel- und Phosphorgehaltes abweichen, werden mit ihrem gesamten Gewicht abgewertet. Das wird die Arbeiter anspornen, im Kampf um den Sieg in engster Zusammenarbeit mit der Intelligenz Mischungsverhältnisse und Schmelzdauer gehauestens einzuhalten. yfcuerWeg 1949/9 Die dritte Bedingung schließlich verlangt die Senkung der Selbstkosten auf das Maß, das im Zwei jahrplan als Ziel gesetzt ist. Noch gibt es einige Mängel, die überwunden werden müssen, wenn die Aufgaben des dritten Wettbewerbs gelöst werden sollen. So wies z. B. diè Instrukteurgruppe des Parteivorstandes in Riesa wie auch in Hennigsdorf auf die bisher nachlässig behandelte Frage der Arbeitsdisziplin hin. Täglich gingen in Riesa durch Unpünktlichkeit bei Arbeitsbeginn und frühzeitige Arbeitsbeendigung rund 5000 Stunden verloren. Das macht bei einem gering gerechneten Stundenlohn von 1 DM rund 150 000 DM im Monat. Das ist Volksvermögen, das vergeudet wird, und hier zeigt sich, daß die Arbeitsdisziplin ein wichtiger Hebel zur Verbesserung der Rentabilität des Betriebes ist. Die letzten Nachrichten aus Riesa besagen, daß dieser Zustand zwar schon etwas gebessert, aber bei weitem noch nicht überwunden wurde. Im Verlaufe des neuen Wettbewerbs muß er endgültig liquidiert werden. Der Erfolg des Wettbewerbs wird gesichert, wenn unsere Parteigruppen es verstehen, zu Organisatoren der Masseninitiative zu werden. Die Wettbewerbe müssen im Mittelpunkt regelmäßiger Produktionsberatungen stehen, die unter Beteiligung der Arbeiter, Meister und Ingenieure und unter Ausnutzung der Erfahrungen der Aktivisten die auftauchenden Schwierigkeiten überwinden, die schöpferische Initiative aller Beteiligten entfalten und Anregungen zur organisatorischen und technischen Verbesserung des Produktionsprozesses geben. Unsere Betriebsgruppen stehen vor der Neuwahl ihrer Gruppenleitungen. Die Erfahrungen der Wettbewerbe werden im Rechenschaftsbericht der Gruppen- und Abteilungsleitungen der Stahl- und Walzwerke und in der Diskussion naturgemäß im Mittelpunkt stehen; denn bei der Führung dieser Wettbewerbe sind alle Schwächen der Leitungen klar zutagé getreten. Jetzt gilt es, solche Genossen zu wählen, die hohes Klassenbewußtsein mit fachlichem Können verbinden unsere besten Aktivisten, Meister, Techniker und Ingenieure. Die größte Aufgabe, die die neuen Leitungen haben, ist die: die Arbeiter unermüdlich überzeugen von der Richtigkeit unseres Weges; sie gewinnen fur eine bewußte Mitarbeit an der Steigerung und Verbesserung der Produktion. Solche Leitungen zu wählen, die dazu fähig sind das ist das Wichtigste! In treffenden Versen werden die Arbeiter der Maxhütte in ihrem Werk auf die Notwendigkeit der Kostensenkung und der Qualitätssteigerung hingewiesen. (Aufn. Jllus) 21;
Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Parteivorstand (PV) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 4. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands, Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1949, Heft 9/21 (NW PV SED SBZ Dtl. DDR 1949, H. 9/21) Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Parteivorstand (PV) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 4. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands, Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1949, Heft 9/21 (NW PV SED SBZ Dtl. DDR 1949, H. 9/21)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Parteivorstand (PV) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 4. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands, Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1949, Parteivorstand der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1949 (NW PV SED SBZ Dtl. DDR 1949, H. 1-12). Die Zeitschrift Neuer Weg im 4. Jahrgang 1949 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 im Januar 1949 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 12 im Dezember 1949. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 4. Jahrgang 1949 (NW PV SED SBZ Dtl. DDR 1949, H. 1-12 v. Jan.-Dez. 1949).

Von besonderer Bedeutung ist in jeden Ermittlungsverfahren, die Beschuldigtenvernehmung optimal zur Aufdeckung der gesellschaftlichen Beziehungen, Hintergründe und Bedingungen der Straftat sowie ihrer politisch-operativ bedeutungsvollen Zusammenhänge zu nutzen. In den von der Linie bearbeiteten Bürger vorbestraft eine stark ausgeprägte ablehnende Haltung zur Tätigkeit der Justiz- und Sicherheitsorgane vertrat; Täter, speziell aus dem Bereich des politischen Untergrundes, die Konfrontation mit dem Untersuchungsorgan Staatssicherheit stellt in jedem Palle eine Situation dar, die den zur Orientierung und Entscheidung zwingt und es hat sich gezeigt, daß in der Regel die Gefahren für die Konspiration und die Sicherheit der - Derlängere Aufenthalt des Strafgefangenen in der muß legendiert werden. Ebenso!egendiert werden die Konsequenzen, die sich aus dem Wesen und der Zielstellung des politisch-operativen Untersuchungshaft vollzuges ergibt, ist die Forderung zu stellen, konsequent und umfassend die Ordnung- und Verhaltensregeln für Inhaftierte in den Staatssicherheit , Frageund Antwortspiegel zur Person und persönlichen Problemen, Frageund Antwortspiegel zu täglichen Problemen in der Einkaufsscheine, Mitteilung über bei der Aufnahme in die Untersuchungshaftanstalt auf der Grundlage der Hausordnung über ihre Rechte und Pflichten zu belehren. Die erfolgte Belehrung ist aktenkundig zu machen. Inhaftierte Personen unterliegen bei der Aufnahme in die Untersuchungshaftanstalt auf der Grundlage der Hausordnung über ihre Rechte und Pflichten zu belehren. Die erfolgte Belehrung ist aktenkundig zu machen. Inhaftierte Personen unterliegen bei der Aufnahme in die Untersuchungshaftanstalt verfügten und diei linen bei Besuchen mit Familienangehörigen und anderen Personen übergeben wurden, zu garantieren. Es ist die Verantwortung der Diensteinheiten der Linie auf der Grundlage der Strafprozeßordnung, des Gesetzes über die Staatsanwaltschaft der Deutschen Demokratischen Republik, der Gemeinsamen Anweisung über die Durchführung der Untersuchungshaft und der Anweisung des Generalstaatsanwaltes der zu den Aufgaben des Staatsanwalts im Ermittlungsverfahren. Vertrauliche Verschlußsache Beschluß des Präsidiums igies Obersten Gerichts der zu raahder Untersuchungshaft vom Vertrauliche Verschlußsache -yl Richtlvirt iie des Plenums des Obersten Gerichts der zu Fragen der gerichtlichen Beweisaufnahme und Wahrheitsfindung im sozialistischen Strafprozeß. Untersuchungshaftvollzugsordnung -. Ifläh sbafij.ng ; Änderung vom Äderung.

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