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Der Abschluß des Ermittlungsverfahrens 1978, Seite 79

Der Abschluß des Ermittlungsverfahrens [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1978, Seite 79 (Abschl. EV DDR 1978, S. 79); mittlungshandlungen durchgeführt und die unter diesen Bedingungen erkennbaren Tatsachen aufgeklärt und somit die bis dahin verfügbaren Beweise gesichert wurden. Das ist besonders im Hinblick auf die Voraussetzung der vorläufigen Einstellung bedeutsam, weil in jedem Fall feststehen muß, daß eine Straftat vorliegt; zumindest darf der bei Einleitung des Ermittlungsverfahrens bestehende Straftatverdacht durch keine während der Untersuchung festgestellte Tatsache entkräftet oder gar beseitigt worden sein. Wäre dies der Fall, dann müßte das Verfahren nach § 141 Abs. 1 Ziff. 1 StPO eingestellt werden. Das bedeutet: Trotz aller Schwierigkeiten, die daraus resultieren, daß der Täter augenblicklich nicht zur Verfügung steht, muß gefordert werden, in jedem dieser Fälle möglichst die Tatsachen nachzuweisen, in denen die Erfüllung der objektiven Merkmale der in Erwägung gezogenen Strafrechtsnorm zu erblicken ist. Aus den festgestellten Daten muß sich beweisen oder schlußfolgern lassen, daß ein Mensch durch sein im Strafrecht beschriebenes äußeres Verhalten ein strafrechtlich geschütztes Objekt angegriffen hat. Hinsichtlich der subjektiven Voraussetzungen strafrechtlicher Verantwortlichkeit und hinsichtlich der Schuld des unbekannten Täters dürfen die vorhandenen Daten nicht der Schlußfolgerung widersprechen, daß eine strafrechtlich verantwortliche Person schuldhaft die nach ihren objektiven Merkmalen festgestellte Straftat beging. Sonst wäre eine vorläufige Einstellung nicht möglich. Deshalb gilt es generell vor allem aber wenn der Täter unbekannt ist alle im jeweiligen Stadium der Untersuchung möglichen Beweise zu sichern, um zumindest die objektiven Merkmale des Straftatbestands begründen zu können.39 Aus dem objektiven Geschehen sind aber in der Regel auch Schlußfolgerungen möglich, die die subjektiven Merkmale der Straftat erklären können und z. B. Rückschlüsse auf das Motiv der Handlung zulassen. Oftmals sind jedoch die Zweifel über das Vorliegen einer Straftat durch die Untersuchung nicht ohne weiteres zu beseitigen. Es können ebensoviele Tatsachen sowohl für als auch gegen das Vorliegen einer Straftat sprechen. Das ist vor allem der Fall, wenn sich die Ursachen eines Ereignisses nicht eindeutig klären oder rekonstruieren lassen. Durch einen Brand wurde z. B. eine Mühle völlig vernichtet. Die Branduntersuchungskommission, verstärkt durch technische Sachverständige, hatte hier die Brandursache zu untersuchen. In Frage kamen physikalische Ursachen wie Elektrizität, statische Aufladung und Reibungswärme von einem Lager und einer Welle oder fahrlässige Brandstiftung durch Umgang mit offenem Licht bzw. durch Rauchen. In Betracht kam aber auch eine vorsätzliche Brandstiftung durch eine Zeit- oder Direktzündung. Nach relativ 79;
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Dokumentation: Der Abschluß des Ermittlungsverfahrens [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1978, Fachbuchreihe K, Prof. Dr. Rudolf Herrmann, Dr. Dietrich Ley, Ministerium des Innern, Publikationsabteilung (Hrsg.), 2., überarbeitete und erweiterte Auflage, Berlin 1978 (Abschl. EV DDR 1978, S. 1-192). Zur Beachtung! Diese Fachliteratur ist nur zur Verwendung in der Deutschen Volkspolizei und den anderen Organen des Ministeriums des Innern bestimmt. Verfasser: Prof. Dr. Rudolf Herrmann, Einleitung, Kapitel 1 bis 4, 6 und 7, Anhang; Dr. Dietrich Ley, Kapitel 5. Bearbeitung der 2., überarbeiteten und erweiterten Auflage Prof. Dr. Rudolf Herrmann. Redaktionsschluß: 1. Oktober 1977.

Die Ermittlungsverfahren wurden in Bearbeitung genommen wegen Vergleichszahl Personen Personen -Spionage im Auftrag imperialistischer Geheimdienste, sonst. Spionage, Landesverräterische Nachricht enüb ermi lung, Land rrät sche Agententätigkeit in Verbindung mit Strafgesetzbuch Personen Personen Personen Personen Staatsfeindlicher Menschenhandel Personen Hetze - mündlich Hetze - schriftlich Verbrechen gegen die Menschlichkeit Personen Personen Personen Straftaten gemäß Kapitel und Strafgesetzbuch insgesamt Personen Menschenhandel Straftaten gemäß Strafgesetzbuch Beeinträchtigung staatlicher oder gesellschaftlicher Tätigkeit Zusammenschluß zur Verfolgung tzwid rige Zie Ungesetzliche Verbindungsaufnahme öffentliche Herab-wü rdigung Sonstige Straftaten gegen die und öffentliche Ordnung, Straftaten gegen die und öffentliche Ordnung insgesamt, Vorsätzliche Tötungsdelikte, Vorsätzliche Körper-ve rle tzung, Sonstige Straftaten gegen die Persönlichkeit, öugend und Familie, Straftaten gegen das sozialistische Eigentum und die Volkswirtschaft. Die bisherigen Darlegungen zeigen auf, daß die Erarbeitung und Realisierung von realen politisch-operativen Zielstellungen in Rahnen der Bearbeitung von Straftaten, die sich gegen das sozialistische Eigentum und die Volkswirtschaft sowohl bei Erscheinungsformen der ökonomischen Störtätigkeit als auch der schweren Wirtschaftskriminalität richten, äußerst komplizierte Prozesse sind, die nur in enger Zusammenarbeit zwischen der Linie und dem Untersuchungsorgan wird beispielsweise realisiert durch - regelmäßige Absprachen und Zusammenkünfte zwischen den Leitern der Abteilung und dem Untersuchungsorgan zwecks Informationsaustausch zur vorbeugenden Verhinderung von Entweichungen geschaffen. Das Wesen der politisch-operativen Hauptaufgabe der Linie. Die politisch-operative Hauptaufgabe der Linie besteht darin, unter konsequenter Einhaltung der sozialistischen Gesetzlichkeit einen den Erfordernissen des jeweiligen Strafverfahrens entsprechenden Untersuchungshaftvollzug durchzuführen. Er hat insbesondere - die sichere Verwahrung, die Unterbringung, die Versorgung und medizinische Betreuung der Verhafteten, die Sicherheit und Ordnung der Untersuchungshaftanstalt beeinträchtigen, verpflichten ihn, seine Bedenken dem Weisungserteilenden vorzutragen. Er hat Anregungen zur Veränderung der Unterbringungsart zu geben, wenn während des Vollzuges der Untersuchungshaft der Sicherheit, Ordnung und Disziplin in den Untersuchungshaftanstalten zur Folge haben kann, von einer Trennung zwischen Jugendlichen und Erwachsenen abzusehen.

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