Rolf Markert


Rolf Markert:

Rolf Markert (eigentl. Helmut Thiemann) war von 1953 bis 1981 der Leiter in der MfS Bezirksverwaltung (BV) Dresden.

Geboren in Werdau (Sachsen), Vater Maurer; Volksschule; Lehre als Klavierbauer, nach Entlassung als Maurer; 1928 KJVD; 1929-1931 Leiter des Untergaus Zwickau der roten Jungfront; 1931 Wanderschaft in Litauen und Lettland, dann Sowjetunion, Arbeit als Ofenbauer in Swerdlowsk, Komsomol, 1923/33 Gewerkschaftsmitarbeiter, Anleitung von Wolgadeutschen, Kandidat der KPDSU (B); 1934 Besuch der Schule der Kommunistischen Jugendinternationale in Chotkowa bei Moskau; 1934 Rückkehr über Prag nach Berlin, illegale Arbeit, Verhaftung; 1937 KZ Esterwegen/KZ Aschendorfer Moor, 1938-1945 KZ Buchenwald, KPD, Mitglied der illegalen Parteiorganisation, Pfleger im Krankenbau und im Abwehrapparat tätig, 1943-1945 Mitglied der militärpolitischen Leitung.

Mai 1945 Einstellung bei der Polizei, Leiter der Personalabteilung im Polizeipräsidium Chemnitz, Annahme des Namens Rolf Markert und des Geburtsdatums 3.9.1911; September 1945 Kadersekretär der KPD-Kreisleitung Bautzen; 1946 Leiter der Personalabteilung der Landespolizeibehörde Sachsen; 1948 Leiter des Dezernats K5 (politische Polizei) des Landeskriminalamtes Sachsen; August 1949 Stellv. Operativ des Leiters des Amtes zum Schutz des Volkseigentums Sachsen; Oktober 1949 Leiter der Abt. VIIa (VP-Bereitschaften) der HV zum Schutz der Volkswirtschaft (ab Februar 1950 MfS); Leiter der Länderverwaltung des MfS Brandenburg; 1952 Leiter der Abt. IV (Spionageabwehr) des MfS Berlin; 1953 Leiter der Bezirksverwaltung Dresden / Nachfolger von Josef Gutsche / und Mitglied der SED-Bezirksleitung Dresden; März bis August 1964 geheimdienstlicher Berater in Sansibar; 1969 Generalmajor; 1975 VVO in Gold; 1981 Entlassung.

Quelle / Jens Gieseke: Wer war wer im Ministerium für Staatssicherheit (MfS-Handbuch), Herausgeber, BStU, Berlin 2012.


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