Kurt Rosulek


Kurt Rosulek:

Kurt Rosulek war von 1952 bis 1961 als Leiter der Abteilung IX des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in der Erfurter Untersuchungshaftanstalt (UHA) des MfS tätig.

Kurt Rosulek wurde am 27.Mai 1929 in Niederwittig (CSR) geboren. Sein Vater war als Elektromonteur tätig, seine Mutter arbeitete als Weberin. Die Schule beendete er mit der Mittleren Reife. 1943 bis 1944 besuchte er die Handelsschule in Reichenberg. 1944 wurde Kurt Rosulek zum Kriegshilfsdienst eingeteilt, ehe er 1945 als 16jähriger in die Wehrmacht eingezogen wurde. Anschließend geriet er in englische (sowjetische) Kriegsgefangenschaft.

1947 trat er der SED bei und besuchte schon kurze Zeit später die FDJ-Betriebsschule in Friedrichsroda und die FDJ-Landesschule in Zenisdorf. 1948 arbeitete Rosulek dann folgend dort als Lehrer. 1949 wurde er Leiter der Betriebsjugendschule der FDJ in Maxhütte-Wellenborn und  arbeitete dort als Schmelzer. 1949/50 wurde er Lehrer an der FDJ-Landesschule in Erfurt und Leiter der Schule für Pioniere in Schwarzburg.

1950 folgte seine Einstellung beim MfS der Landesverwaltung Thüringen, ehe er 1951 zum Untersuchungsführer in der Abteilung IX in Weimar tätig war. Ab 1952 war Rosulek Leiter der Abt. IX (Das Untersuchungsorgan des MfS) der Untersuchungshaftanstalt (UHA) in Erfurt. Zwischen 1955-1960 absolvierte er ein Fernstudium an der DASR (Akademie für Staats- und Rechtswissenschaften in Potsdam) in Potsdam zum Dipl. Juristen. 1959 folgte seine Ernennung zum stellvertretenden Leiter Operativ der BV Erfurt. 1961 wechselte er zum stellv. Operativ des Ltr. der BV Frankfurt/Oder. 1965 wurde er Leiter der HV B im MfS Berlin. 1967 erfolgte seine Beförderung zum Oberst. 1973 bekleidete er das Amt als Offizier für Sonderaufgaben in der AGM (Arbeitsgruppe des Ministers für Staatssicherheit). 1978 Ernennung zum AGM/S. Ab 1988 war Rosulek in der Abt. XXII/ für militärische Spezialaufträge tätig, ehe er ein Jahr später in der HA XXII für Terrorabwehr beschäftigt war. 1989/90 erfolgte dann abschließend seine Entlassung aus dem MfS.

Kurt Rosulek verstarb 2002 in Berlin.

 

Quellen: Wer war Wer in der DDR, Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst und Ingrid Kirschey-Feix (Hrsg.), Ch-Links Verlag, Berlin 2010.
Andrea Herz, Die Erfurter Untersuchungs-Haftanstalt der DDR-Staatssicherheit 1952-1989, LStU Thüringen, Erfurt, 2006.


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