Kurt Grünler


Kurt Grünler:

Kurt Grünler war von 1952 bis 1953 für die Stasi Leiter der Bezirksverwaltung (BV) Frankfurt-Oder und 1955 bis 1960 der Leiter der BV des MfS in Suhl.

Kurt Grünler wurde am 15.8.1906 in Leipzig-Lindenau geboren. Vater Eisendreher; höhere Bürgerschule; 1920 bis 1923 Lehre als Elektriker; 1923 bis 1930 Arbeit als Elektriker und Hilfsarbeiter, zeitweilig auf Wanderschaft; 1928 Mitglied Komministische Partei Deutschland (KPD); 1930 bis 1933 arbeitslos; 1933 Emigration nach Dänemark, 1934 Schweden, 1936 Sowjetunion; 1937 bis 1939 im Spanischen Bürgerkrieg Einsatz als Interbrigadist; 1939 Internierung in Frankreich; 1940 bis 1945 Inhaftierung im Gefängnis / Konzentrationslager (KZ) Buchenwald.


1945 / 46 KPD / SED; 1945 Sekretär des Antifa-Blocks in Altränstedt; 1945 bis 1947 dort Amtsvorsteher; 1947 Einstellung bei der Volkspolizei (VP), Leiter der K 5 (politische Polizei) in Magdeburg; September 1949 Leiter der Verwaltung zum Schutz der Volkswirtschaft Mecklenburg; 1950 Stellvertreter Operativ des Leiters der Verwaltung zum Schutz der Volkswirtschaft Sachsen-Anhalt / ab Februar 1950 Länderverwaltung Sachsen-Anhalt des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS); 1952 Leiter der Bezirksverwaltung (BV) Frankfurt-Oder; 1953 Beförderung zum Oberstleutnant; 1954 bis 1955 Bezirksparteischule Frankfurt-Oder; Als Nachfolger von Ludwig Roscher dann 1955 Leiter der BV des MfS in Suhl; 1960 aus gesundheitlichen Gründen beurlaubt; 1961 Versetzung zur Abteilung XII (Zentrale Auskunft/Speicher)zur Zentrale der Stasi nach Berlin; 1964 Entlassung, Rentner; 1971 Vaterländischer Verdienstorden (VVO) in Gold.1

1 Jens Gieseke, Wer war wer im Ministerium für Staatssicherheit (MfS-Handbuch), Anatomie der Staatssicherheit, Geschichte-Struktur-Methoden, Herausgeber, BStU, Berlin 2012.


Zurück