Karl Kleinjung


Karl Kleinjung:

Klaus Kleinjung war Leiter der Hauptabteilung I / NVA / Grenztruppen / im Ministerium für Staatssicherheit der DDR.

Klaus Kleinjung wurde am 11 März 1912 in Remscheid-Stockten (West- falen) geboren, Vater Heftemacher; Volksschule; Ausbildung zum Friseur, danach arbeitslos; 1929 KJVD; 1930 RFB, bis 1933 Politleiter in Remscheid-Vieringhausen; 1931 KPD; 1933 Emigration nach Holland, 1935 Verhaftung, dann Abschiebung nach Belgien, KPD-Kurier; 1936–39 Interbrigadist in Spanien, zuletzt in der Gegenaufklärung; anschließend UdSSR: bis 1941 Schlosser in einer Autofabrik in Gorki; 1941–43 Spezialausbildung als Aufklärer in Moskau und Ufa; 1943–45 Partisan und Durchführung von NKWD-Sonderaufträgen; 1945 Parteischule bei Moskau.

1946 Rückkehr nach Deutschland, Kreispolizeidirektor in Nordhausen, Gruppenchef der Grenzpolizei in Mühlhausen, SED; 1947–49 stellvertretender Leiter der VP-Landesbehörde Thüringen bzw. Leiter der VP Mecklenburg; 1949/50 Lehrgang für DVP-Offiziere an der Militärakademie der UdSSR in Priwolsk; 1950 Einstellung beim MfS, Leiter der Verwaltung Groß-Berlin /  Bezirksveraltung Berlin; 1951 Leiter der Objektverwaltung Wismut; 1955 Leiter der HA I (KVP, ab 1956 NVA); 1965 Vaterländischer Verdienstorden (VVO) in Gold; 1974 Generalleutnant; 1981 Ruhestand; 1982 KMO; 1987 Stern der Völkerfreundschaft in Gold. Nach 1990 mehrere Ermittlungsverfahren u. a. 1997 wegen Totschlags an Michael Gartenschläger, eingestellt wegen Verhandlungsunfähigkeit.

Quelle / Jens Gieseke: Wer war wer im Ministerium für Staatssicherheit (MfS-Handbuch), Herausgeber, BStU, Berlin 2012.


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