Erich Wichert


Erich Wichert:

Erich Wichert war 1957 Leiter der Verwaltung Groß-Berlin im Ministerium für Staatssicherheit der DDR.

Erich Wichert wurde am 26 Januar 1909 in Leipzig geboren. Vater Schlosser; Volksschule; 1923–29 Tätigkeiten als Fräser, Beifahrer, Hausdiener, Bauarbeiter und Hilfsarbeiter; 1929–33 Aushilfsarbeiter, sonst erwerbslos; 1929 KPD; 1929–33 Angehöriger des Parteischutzes; 1933 Verhaftung, 15 Jahre Zuchthaus wegen Beihilfe zum Mord am Bülowplatz in den Zuchthäusern Luckau, Sonnenberg, Brandenburg-Görden, Moorlager und Untermaßfeld.

1945 Agententätigkeit für den sowjetischen Geheimdienst in Berlin (West), Angestellter bzw. Geschäftsführer einer Theaterkasse; 1947 Einstellung bei der DVdI (Deutsche Verwaltung des Innern); 1948 Leiter der Abteilung Personal der HA Politkultur der DVdI; 1949 Leiter der Abteilung Personal der HV zum Schutz der Volkswirtschaft des MdI (Ministerium des Innern), ab Februar 1950 des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der DDR; 1953 Leiter der HA Kader und Schulung (Kusch); 1957 Leiter der Verwaltung Groß-Berlin / der dann später umbenannten Bezirksverwaltung Berlin des MfS als Nachfolger von Martin Weikert; 1958–74 Mitglied des Büros bzw. des Sekretärs der SED-Bezirksleitung Berlin; 1964 Generalmajor; 1969 Vaterländischer Verdienstorden (VVO) in Gold; 1974 Entlassung, Rentner und 1979 KMO.

Quelle / Jens Gieseke: Wer war wer im Ministerium für Staatssicherheit (MfS-Handbuch), Herausgeber, BStU, Berlin 2012.


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