Dieter Pfütze


Dieter Pfütze:

Leiter der Clearingstelle in der Stasi-Untersuchungsabteilung HA IX/10 von 1981 bis 1990.

Dieter Pfütze war in den Jahren von 1960 Untersuchungsführer und später verantwortlich für die Gefangenenbesuche westdeutscher Diplomaten in Berlin-Hohenschönhausen.

Der 1933 in Leipzig geborene Dieter Pfütze absolvierte zunächst eine Lehre als Tischler und anschließend das Abitur. Bereits mit 20 Jahren trat er 1953 in den Dienst des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS), wo er zunächst mehrere Jahre in den Vernehmungsabteilungen (Abteilung IX) der Stasi-Bezirksverwaltungen (BV) in Leipzig und Rostock tätig war.

1960 wurde er schließlich an den zentralen Dienstsitz der Stasi-Untersuchungsabteilung HA IX nach Berlin-Hohenschönhausen versetzt.

Hier war er unter anderem der Untersuchungsführer des wegen versuchter Republikflucht verhafteten Dieter von Wichmann, der mehrere Monate in der zentralen Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit einsaß und von Ihm verhört wurde.

1969 stieg Pfütze in der für die Bekämpfung von „Republikflüchtigen“ zuständigen Abteilung IX/9 zum Leiter der Arbeitsgruppe Ausland auf, die eng mit den Untersuchungsorganen des Warschauer Paktes kooperierte.

Zwischen 1974 und 1989 war er als Leiter für die Begegnungen von Mitarbeitern der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik mit westdeutschen Häftlingen in Berlin-Hohenschönhausen verantwortlich.

Nach einem Studium der Kriminalistik wurde er 1981 schließlich Chef der Abteilung für die Zusammenarbeit mit sozialistischen Ländern, Konsularbetreuung und Dolmetscherdienst (HA IX/10).

1990 nach dem Zusammenbruch der DDR erfolgte seine Entlassung im Zuge der Auflösung der Staatssicherheit.


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