Klaus Kordon


Klaus Kordon:

Klaus Kordon wurde 1943 in Berlin geboren.

Nachdem seine Mutter 1956 starb, wuchs er in Kinder‑ und Jugendheimen auf und versuchte sich in mehreren Berufen, u.a. als Transportarbeiter.
An der Abendschule holte er das Abitur nach und studierte Volkswirtschaft. Als Exportkaufmann führten Klaus Kordon zwei Reisen von Ost‑Berlin nach "NSW" (das sog. Nicht‑Sozialistische Wirtschaftsgebiet), einmal nach Indonesien und einmal nach Nordafrika und Indien.

Nach einem missglückten Fluchtversuch wurde er 1972 von der Stasi in die zentrale Untersuchungshaftanstalt des MfS nach Berlin‑Hohenschönhausen gebracht.

Dort saß er ein halbes Jahr lang. Danach musste er noch ein halbes Jahr in der Strafvollzugsanstalt Cottbus verbringen. Insgesamt saß er in der zentralen Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR in Hohenschönhausen fünf Monate in Einzelhaft, einmal vier Monate, einmal einen Monat. Schließlich gelangte er 1973 in den Westen.

Sein Schicksal hat er in dem autobiografischen Roman „Krokodil im Nacken“ beschrieben. Hierfür erhielt er 2003 den Deutschen Jugendliteraturpreis.
In der Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen fand im September 2009 die Buchpremiere seines neuen Romans „Auf der Sonnenseite“ statt. Teil zwei seiner deutsch‑deutschen Lebensgeschichte reicht bis zum Fall der Mauer im Herbst 1989.

Klaus Kordon arbeitet seit 1980 als freiberuflicher Schriftsteller. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Berlin.

Klaus Kordon ist Mitglied des PEN‑Zentrums der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Akademie für Kinder‑ und Jugendliteratur. Seit 2009 ist er Mitglied des Fördervereins Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen

Literatur: Klaus Kordon, Krokodil im Nacken (2002); Auf der Sonnenseite (2009) erschienen im Verlag Beltz&Gelberg.


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