Karin L


Karin L:

Karin L wurde 1944 in Buckow geboren. Sie sie ausgebildete Kinderkrankenschwester und im Klinikum Berlin-Friedrichshain tätig.

Viele Verwandte im Westen schürten innerhalb ihrer Familie den Wunsch, in Freiheit leben zu können. Zusammen mit ihrem Ehemann, ihrem Sohn und dessen Ehefrau fasste sie den Entschluss, die DDR zu verlassen. Darüber informierte sie auch ihre Bekannten im Westen, um von dort aus Unterstützung zu erhalten. Im Frühjahr 1985 stellte die Familie einen Ausreiseantrag. Die Kopien des Ausreiseantrages wurden zwecks möglicher Familienzusammenführung in den Westen geschmuggelt. Die Stasi wurde aufmerksam. Zudem hatte ihr Ehemann Kontakt zu einem Fluchthelfer aufgenommen.

Im April 1986 wurde Karin L von der Stasi verhaftet und in die zentrale Untersuchungshaftanstalt (UHA) des Ministerium für Staatssicherheit (MfS) nach Berlin-Hohenschönhausen verbracht und verhört.

Folgend wurde sie zu zwei Jahren und vier Monaten wegen "ungesetzlicher Verbindungsaufnahme" verurteilt und nach Bautzen II abtransportiert. Auch ihr Ehemann, ihr Sohn und ihre Schwiegertochter verbüßten in Bautzen II ihre Haftstrafen.

Ende 1986 gelangte die gesamte Familie im Rahmen des Häftlingsfreikaufes in die Bundesrepublik. Über Gießen führte sie der Weg nach West-Berlin.


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