Käthe A


Käthe A:

Käthe A versuchte, aus der Deutschen Demokratischen Republik zu fliehen.

Käthe A wurde 1952 geboren und litt schon als Kind unter den Repressalien der DDR-Diktatur. Sie war weder Teil der Pionierorganisation noch der FDJ. So wurde ihr das Abitur verweigert und arbeitete in der DDR als Sekretärin. Die Liebe zu einem West-Berliner intensivierte ihren Wunsch, aus der DDR zu flüchten. Ihr Freund hatte wiederum einen Freund, dessen Freundin auch in Ost-Berlin lebte. Mit ihr zusammen plante Käthe A im Dezember 1972 über das slowakische Bratislava nach Österreich zu fliehen.

Mit ihrer Partnerin hatte sie die Orientierung im Grenzwald verloren und beide wurden angehalten. Beinahe wären sie wieder frei gelassen worden, wenn die Freundin nicht den Fluchtversuch eingeräumt hätte. Beide wurden verhaftet und litten zunächst unter den menschenunwürdigen Bedingungen im Gefängnis Bratislava. Nach 14 Tagen wurde sie von dort aus nach Berlin transportiert.

Sie war zunächst in der Untersuchungshaftanstalt der Stasi in Pankow und später in der Berliner Keibelstraße inhaftiert. In einem Gerichtsprozess wurde Käthe A zu 18 Monaten Haft wegen versuchter Republikflucht nach §213 des DDR Strafgestzbuches verurteilt. Nach der Verurteilung wurde sie nach Berlin-Köpenick verlegt. Dort arbeite sie im Drei-Schicht-System. Von Berlin-Köpenick aus wurde sie in die in die zentrale Untersuchungshaftanstalt (UHA) des Ministerium für Staatssicherheit (MfS) nach Berlin-Hohenschönhausen gebracht. Dort blieb Käthe Akkouche mehrere Tage, bevor man sie weiter nach Karl-Marx-Stadt abtransportiert wurde. Im Rahmen des Häftlingsfreikaufs gelangte sie schließlich im Oktober 1973 in die Bundesrepublik. Über das Notaufnahmelager Gießen führte sie ihr Weg nach West-Berlin.


Zurück