Stasi-Wörterbuch Seite 271 / 3

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Objekt, militärisches; Innensicherung operativer Prozeß, der aufeinander abgestimmte operative Maßnahmen, Mittel und Methoden zur Gewährleistung der inneren Sicherheit in militärischen Objekten beinhaltet. Die Innensicherung dient der vorbeugenden Verhinderung zu erwartender und der Aufdeckung bzw. Bearbeitung bereits vorgetragener subversiver Angriffe, insbesondere der Spionage.
Die Innensicherung hat objektbezogen zu erfassen:
— die Personen, die mit dem Objekt in einem Dienst- oder Arbeitsrechtsverhältnis stehen,
— die Gebäude, Anlagen, Ausrüstungen,
— die Bewaffnung und andere Technik,
— die im jeweiligen Objekt ablaufenden funktionellen Prozesse und
— in Verbindung mit der Außensicherung den objektseitigen Teil der Objekt-Umweltbeziehungen.
Zur effektiven Gestaltung der Innensicherung ist eng mit den territorial zuständigen Diensteinheiten des MfS zusammenzuarbeiten. Ebenso ist das Zusammenwirken mit anderen staatlichen und gesellschaftlichen Organen, Organisationen, Einrichtungen und Kräften zu organisieren. Voraussetzung und Bestandteil einer effektiven Sicherungsarbeit ist die ständige Analyse der politisch-operativen Situation im Objekt und im Personalbestand auf der Grundlage eines darauf ausgerichteten Informationsbedarfes für alle zur Innensicherung eingesetzten operativen und anderen Kräfte.1




1 Definition: Objekt, militärisches; Innensicherung / Wörterbuch der politisch-operativen Arbeit (GVS JHS 001 - 400/81) JHS Potsdam-Eiche, April 1985, dokumentiert in: Das Wörterbuch der Staatssicherheit. Definitionen des MfS zur "politisch-operativen Arbeit". Hg. vom BStU, 2. Auflage Berlin 1993, S. 271, 272.