Wörterbuch Staatssicherheit, Seite 48 / 1


Basis, operative Gesamtheit der Personen des eigenen Territoriums, auf die sich das MfS bei der Lösung seiner Aufgaben stützt. Die Möglichkeit der Zusammenarbeit bzw. des Zusammenwirkens mit diesen Personen ergibt sich vor allem aus den Vorzügen der sozialistischen Gesellschaft, aus der verantwortungsvollen Wahrnehmung der in der Verfassung der DDR verankerten Rechte und Pflichten durch die Bürger unseres Landes und ihrer darauf beruhenden Bereitschaft, an der Erfüllung wichtiger Aufgaben zur Sicherung der gesellschaftlichen Entwicklung und zum Schutz der sozialistischen Ordnung mitzuwirken.

Der Kern der operativen Basis sind die als IM tätigen Personen, die GMS und Offiziere im besonderen Einsatz. Weiterhin stützt sich das MfS in seiner Arbeit auf viele Kräfte, die in staatlichen Einrichtungen und Institutionen und in gesellschaftlichen Organisationen tätig sind, und auf andere geeignete Personen.

Entsprechend der Gestaltung der entwickelten sozialistischen Gesellschaft und in Abhängigkeit von der Wirksamkeit und dem Einfluß des MfS und seiner Angehörigen entwickelt sich die operative Basis ständig. Die Ausnutzung dieser Tendenz, die Aufdeckung und Realisierung neuer Potenzen der operativen Basis, ist eine wichtige Leiteraufgabe, durch deren Lösung große Reserven zur Erfüllung der Aufgaben des MfS erschlossen werden.1




1 Definition: Basis, operative / Wörterbuch der politisch-operativen Arbeit (GVS JHS 001 - 400/81) JHS Potsdam-Eiche, April 1985, dokumentiert in: Das Wörterbuch der Staatssicherheit. Definitionen des MfS zur "politisch-operativen Arbeit". Hg. vom BStU, 2. Auflage Berlin 1993, S. 47, 48.