Mitglied der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) der Deutschen Demokratischen Republik











Siegfried Leibholz


Siegfried Leibholz:

Siegfried Leibholz war 1971 bis 1983 war für das Ministerium für Staatssicherheit Leiter der Bezirksverwaltung in Potsdam.

Siegfried Leibholz wurde am 5.8.1925 in Berlin-Schöneberg geboren, Vater Inhaber eines Konfektionsgeschäfts, Mutter Schneiderin; Volksschule, Ausschluss vom Gymnasium wegen jüdischer Herkunft und KPD-Zugehörigkeit des Vaters; 1939–41 Schlosserlehre, Abendschule; 1942 Abitur; 1941–43 Hilfsarbeiter; 1943–45 illegaler Aufenthalt in Sommerfeld (Osthavelland). 1945 Einstellung bei der Polizei, Kreis Ost-havelland; 1946 SPD/SED, Besuch der Provinzialpolizeischule Mark Brandenburg; 1947 Lehrer an der VP-Anwärterschule Luckenwalde, dann Leiter der Schutzpolizei Eberswalde, danach Lehrer an der Landes- polizeischule Biesenthal; 1948 Leiter der Schutzpolizei im Kreis Teltow; 1949 stellvertretender Leiter der Dienststelle Mahlow der Verwaltung zum Schutz der Volkswirtschaft Brandenburg (ab Februar 1950 Länderverwaltung Brandenburg des MfS); 1951 Leiter der Abteilung VII (VP) der Länderverwaltung Brandenburg, 1952 der BV Potsdam; 1954 Leiter der Abteilung II (Spionageabwehr) der BV Potsdam; 1955 Stellvertreter Operativ des Leiters der BV Potsdam; 1960–68 Fernstudium an der Deutschen Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft (DASR) in Potsdam, Dipl.-Staatswissenschaftler; 1971 Leiter der BV Potsdam (Nachfolger von Helmut Schickart) und Mitglied der SED-Bezirksleitung Potsdam; 1980 Generalmajor; 1985 Vaterländischer Verdienstorden (VVO) in Gold und Entlassung, Rentner.

Quelle / Jens Gieseke: Wer war wer im Ministerium für Staatssicherheit (MfS-Handbuch), Herausgeber, BStU, Berlin 2012.


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