Mitglied der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) der Deutschen Demokratischen Republik











Klaus Bitterlich


Klaus Bitterlich:

Klaus Bitterlich war einer der drei stellvertretenden Leiter der Abteilung XIV, verantwortlich für die Untersuchungshaft- und Strafvollzug des MfS in der DDR. Gleichzeitig war er der Sekretär der SED-Grundorganisation der Abt. XIV des MfS.

Klaus Bitterlich wurde 1947 in Thalheim im Erzgebirge geboren. Nach einer Lehre zum Elektromechaniker mit anschließenden Abitur 1967 im Alter von 20 Jahren trat er in den Dienst des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) ein.

Zunächst war er in der Bezirksverwaltung Karl-Marx-Stadt als Wach- und Sicherungsposten tätig und wurde dann nach einem Studium der Kriminalistik 1973 in die Stasi-Haftabteilung an den zentralen Dienstsitz nach Berlin-Hohenschönhausen versetzt. Schrittweise arbeitete er sich dort vom stellvertretenden Referatsleiter zum Vize- Unterabteilungsleiter hoch.

1981 stieg er schließlich zum stellvertretenden Leiter der Abteilung XIV/5 auf, deren Mitarbeiter für die Bewachung und den Transport von Untersuchungshäftlingen zu Gerichtsverhandlungen zuständig waren.

 

Als Major des MfS verfasste Klaus Bitterlich 1983 eine 37 seitige Abschlußarbeit an der Hochschule des MfS im postgradualen Studium zu dem Thema: Das rechtzeitige Erkennen von Konfliktsituationen in der Entwicklung der Mitarbeiter durch den Leiter und seine Einflußnahme auf deren Überwindung (29.9.1983, JHS MfS VVS 001-1463/83). Danach wurde er dann schließlich 1983 einer der drei Stellvertreter von Siegfried Rataizick, dem Leiter der Abt. XIV, sowie Sekretär die SED-Grundorganisation Abt. XIV. Ein Jahr später erfolgte seine Beförderung zum Oberstleutnant der Staatssicherheit.

 

Klaus Bitterlich war in seiner Funktion als stellvertretender Leiter der Abt. XIV für alle zentral zu steuernden Aufgaben dieser Abteilung mit verantwortlich.

Im Zuge der Auflösung des MfS wurde Klaus Bitterlich 1990 entlassen.1

 

1 Vgl. Johannes Beleites, Abteilung XIV: Haftvollzug (MfS-Handbuch) BStU (Hg.), Berlin 2009. Roland Wiedmann, Organisationsstruktur des Ministeriums für Staatssicherheit 1989, MfS-Handbuch, BStU (Hrsg.), Berlin 2010. Informationen und Angaben der Dauerausstellung "Gefangen in Hohenschönhausen" der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Günter Förster, Bibliographie der Diplomarbeiten und Abschlußarbeiten an der Hochschule des MfS, Dokumente, Reihe A, BStU, Berlin 1998, S. 55.


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