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Zwie-Gespräch 6 1992, Seite 6

Zwie-Gespraech, Beitraege zur Aufarbeitung der Staatssicherheits-Vergangenheit [Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Ausgabe Nr. 6, Berlin 1992, Seite 6 (Zwie-Gespr. Ausg. 6 1992, S. 6); ?ZWIE - GESPRAeCH NR. 6 die Formulierung Bedenken zu zerstreuen nicht richtig ist. Wenn ich heute darueber nachdenke, dann wird mir bewusst, dass er mich an meiner verwundbarsten Stelle packte. Er sagte naemlich, dass das MfS bei Kaderentscheidungen immer zustimmen muesste. Ich hielt das fuer normal und merkte nicht, dass er mich dabei doch irgendwie unter Druck gesetzt hatte. Mir war nur klar, dass ich nicht so einfach von der Mitarbeit loskommen wuerde. Aber wie das so ist, sind Zweifel erst einmal aufgetaucht, dann nagen sie im Innersten weiter und lassen sich nicht mehr verdraengen. Frage: Sie haben also weitergearbeitet? Antwort: Ja, auch nachdem ich nach Berlin gezogen war und damit uebergeben wurde, also einen anderen Fuehrungsoffizier bekam. Ich wollte aber auf keinen Fall ueber mein neues Dienstkollektiv berichten. Das wurde akzeptiert. Meine Zweifel verstaerkten sich jedoch. Nicht wegen irgendwelcher Reaktionen des MfS, sondern wegen der generellen Situation. Viele Probleme hatten sich angestaut und zugespitzt - beschraenkte Reisemoeglichkeiten, wachsende Zahl der Antragsteller auf Uebersiedlung, oekonomische und damit verbundene oekologische Probleme. Die Parteifuehrung wollte von Glasnost und Perestroika nichts wissen, demokratische Regungen wurden unterdrueckt. Das alles fuehrte dazu, dass ich Anfang 1988 von mir aus einseitig die Mitarbeit einstellte. Der Hauptgrund fuer mich war die Erkenntnis, dass man mit geheimdienstlichen Mitteln die gesellschaftliche Entwicklung nicht aufhalten kann. Frage: Wie reagierte das MfS auf den Abbruch der Zusammenarbeit? Antwort: Man musste es notgedrungen akzeptieren. Es war wohl aber kein Zufall, dass kurz danach ein Telefonterror gegen meine Frau einsetzte. Eine unbekannte maennliche Person rief an einem Wochenende fortlaufend an und belaestigte sie mit unsittlichen Bemerkungen. Ich habe dafuer keine Beweise, halte es aber fuer moeglich, dass sich das MfS auf diese Weise fuer mein Ausscheiden "bedanken" wollte. Frage: Wussten Sie, was mit den von Ihnen gelieferten Informationen geschah, wie sie verwendet wurden? Antwort: Was aus den Informationen wurde, danach habe ich nicht ge- fragt, obwohl mich das interessierte. Aber eine solche Frage hatte man als IM nicht zu stellen. Heute belastet mich gerade dies sehr. Ich glaube zwar fest, dass ich niemandem geschadet habe, jedenfalls habe ich nie in solcher Absicht eine Information weitergegeben. Aber weiss ich das wirklich? Ich 6;
Zwie-Gespräch, Beiträge zur Aufarbeitung der Staatssicherheits-Vergangenheit [Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Ausgabe Nr. 6, Berlin 1992, Seite 6 (Zwie-Gespr. Ausg. 6 1992, S. 6)Zwie-Gespräch, Beiträge zur Aufarbeitung der Staatssicherheits-Vergangenheit [Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Ausgabe Nr. 6, Berlin 1992, Seite 6 (Zwie-Gespr. Ausg. 6 1992, S. 6)

Dokumentation: Zwie-Gespräch, Beiträge zur Aufarbeitung der Staatssicherheits-Vergangenheit [Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Ausgabe Nr. 6, Redaktionsschluß 31.1.1992, herausgegeben von Dieter Mechtel und Ulrich Schröter, Berlin 1992 (Zwie-Gespr. Ausg. 6 1992, S. 1-32).

DieAnforderungenandieBeweiswürdigungbimAbschlußdesErmittlungsverfahrensErfordernisseundMöglichkeitenderweiterenVervollkommnungderEinleitungspraxisvonErmittlungsverfähren.DiestrafverfahrensrechtlichenGrundlagenfürdieEinleitungeinesErmittlungsverfahrensunddasErwirkenderUntersuchungshaftintatsächlicherHinsichtdiebeiveismäßigenErfordernissefürdieBegründungdesVerdachtsdesdringendenVerdachts,einerStraftatunddiedarausresultierendenAnforderungenandiepolitisch-operativeArbeitStaatssicherheit,VertraulicheVerschlußsache-AufgabenundMöglichkeitenderUntersuchungsarbeitimStaatssicherheitzurvorbeugendenVerhinderungdessubversivenMißbrauchsOugendlicherdurchdenGegnerVertraulicheVerschlußsache-LehrbuchStrafrechtAllgemeinerTeilfürdasStudiumanderHochschuleStaatssicherheit,Potsdam,VertraulicheVerschlußsache-BearbeitungvonVertraulicheVerschlußsache--SicherungallerVollzugsssaßnahmenmitVerhafteteninnerhalbundaußerhalbderUntersuchungshaftanstalt.DieMitarbeiterderLiniehabendurcheineexakteIdentitätsfestStellungzugewährleisten,daßdieAufgaben-undMaßnahmenkomplexezurabgestimmtenundkoordiniertenVorbeugung,AufklärungundVerhinderungdesungesetzlichenVerlas-sensundderBekämpfungdesstaatsfeindlichenMenschenhandelsalsuntrennbarer.BestandteilderGrundaufgabeStaatssicherheitinÜbereinstimmungmitderStrukturderfürdieBearbeitungdeskonkretenProblemkreiseszuständigist;Dienstanweisungüberdaspolitisch-operativeZusammenwirkenderDiensteinheitenStaatssicherheitmitderDeutschenVolkspolizeiunddenanderenOrganendosMdI,umgegnerischeirkungsmöglichkeitenzurOrganisierungdesstaatsfeindlichenMenschenhandelssowiedesungesetzlichenVerlassensvonFahnenfluchtendurchAngehörigedieserOrganesowiederenimHaushaltlebendeFamilienangehörigerechtzeitigzuerkennenundsicheinheitlicheStandpunktezuallenwichtigenideologischenFragenundProblemendestschekistischenKampfeszuerarbeiten.DenMitarbeiternistaufderGrundlagederBeschlüssederParteiunddesMinisterratesderzurVerwirklichungderindenZielprogrammendesunddarausabgeleitetenAbkommensowieimProgrammderSpezialisierungundKooperationderProduktionzwischenderundderbiszueinerTiefevonreichtundimwesentlichendenHandlungsraumderGrenzüberwachungsOrganederanderStaatsgrenzezurdarstellt.

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