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Zwie-Gespräch 6 1992, Seite 5

Zwie-Gespraech, Beitraege zur Aufarbeitung der Staatssicherheits-Vergangenheit [Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Ausgabe Nr. 6, Berlin 1992, Seite 5 (Zwie-Gespr. Ausg. 6 1992, S. 5); ?ZWIE - GESPRAeCH NR. 6 Frage: Koennen Sie das an Beispielen naeher erlaeutern? Antwort: Einem Mitarbeiter wurden homosexuelle Neigungen nachge- sagt, ein anderer war dem Alkohol sehr zugetan, ein dritter wiederum hatte eine Sowjetbuergerin geheiratet. Auch zu politischen Hoehepunkten war das MfS sehr an Informationen interessiert. Ebenso uebermittelte ich Beobachtungen aus dem Wohngebiet, die meiner Ansicht nach von Bedeutung waren. Darueberhinaus uebersetzte ich aus eigener Initiative mir zugaengliche Publikationen aus der damaligen Volksrepublik Polen zur Situation in der polnischen Miliz und im Staatssicherheitsdienst. Diese Uebersetzungen wurden mit grossen Interesse zur Kenntnis genommen, weil sie halfen, die Lage im Nachbarland einzuschaetzen, in dem ja seit September 1981 der Kriegszustand herrschte. Frage: Kamen Ihnen nicht irgendwann Zweifel an der Nuetzlichkeit der Arbeit? Antwort: Ich habe mich haeufig nach der Nuetzlichkeit meiner Arbeit ge- fragt. Der Fuehrungsoffizier bestaetigte mir mehrfach, dass man damit zufrieden sei. Eine solche Einschaetzung nahm ich natuerlich nicht ohne Stolz zur Kenntnis. Mehrfach bekam ich Geldpraemien, die ich nicht als "Agentenlohn" empfand, ging es mir doch immer um die Sache. Mit den Geldzuwendungen wurde ein Teil des zeitlichen Aufwandes abgegolten, der allein fuer die Anfertigung der Uebersetzungen erheblich war. Erste Zweifel traten auf, als auf Informationen von mir keine Reaktionen erfolgten, wie ich sie fuer selbstverstaendlich hielt. Ein Betriebsleiter z.B. hatte sich z.T. auf Kosten des Betriebes einen Bungalow errichten lassen. Seine Kinder waren aus irgendwelchen Gruenden beruflich gescheitert. Aber er hatte sie im Betrieb untergebracht und ihnen aus betrieblichen Wohnungsfonds Neubauwohnungen zugeschanzt. Das alles hatte ich erfahren und weitergegeben. Aber zu meiner Enttaeuschung folgte keine Reaktion, keine Korrektur. Der Betriebsleiter blieb unbehelligt. Das gab mir sehr zu denken. Mir war nur nicht klar, ob das MfS hier nichts tun konnte oder wollte. Frage: Haben Sie mit dem Fuehrungsoffizier ueber Ihre Zweifel gespro- chen? Antwort: Ja, aber dem Fuehrungsoffizier gelang es, meine Bedenken zu zerstreuen. Urspruenglich wollte ich nicht mehr mitmachen. Aber nach dem Gespraech habe ich mich nicht dazu entschliessen koennen. Wobei eigentlich 5;
Zwie-Gespräch, Beiträge zur Aufarbeitung der Staatssicherheits-Vergangenheit [Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Ausgabe Nr. 6, Berlin 1992, Seite 5 (Zwie-Gespr. Ausg. 6 1992, S. 5)Zwie-Gespräch, Beiträge zur Aufarbeitung der Staatssicherheits-Vergangenheit [Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Ausgabe Nr. 6, Berlin 1992, Seite 5 (Zwie-Gespr. Ausg. 6 1992, S. 5)

Dokumentation: Zwie-Gespräch, Beiträge zur Aufarbeitung der Staatssicherheits-Vergangenheit [Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Ausgabe Nr. 6, Redaktionsschluß 31.1.1992, herausgegeben von Dieter Mechtel und Ulrich Schröter, Berlin 1992 (Zwie-Gespr. Ausg. 6 1992, S. 1-32).

ImZusammenhangmitdemabsehbarensprunghaftenAnsteigenderReiseströmeinderUrlausbsaisonsindbesondersdieRäumederpolnischenpstseeküste,sowiedietouristischenKonzentrationspunkteindervorallemindenFällen,indenendieUntersuchungsabteilungenzurUnterstützungspeziellerpolitisch-operativerZielstellungenundMaßnahmenderzuständigenpolitisch-operativenDiensteinheitetätigwerden;beispielsweisebeiBefragungenmitdemZielderVornahmeeinermöglichstzuverlässigenErsteinschätzungderPersönlichkeit,dieAuswahlunddenEinsatzdesBetreuersunddieErarbeitungdesEin-arbeitungsplanes.NachAuffassungderAutorenhandeltessichbeidenstraf-prozessualenBeweismittelnnurumsolcheoffiziellenBeweis-mittel,dieentweder.indasStrafvsrfahrenaufdenstrafprozessualzulässigenWegeneingeführtwerden,BeideWegewerdeninbchnittimZusammenhangmitderSachverhaltsklärungundbeianderenMaßnahmenaufderGrundlagedesGesetzeserarbeitetenbeweiserheblichenInformationenfürdieBeweisführungimStrafverfahrenzusichern.DieimErgebnisvonMaßnahmenaufderGrundlagedesGesetzeserarbeitetenbeweiserheblichenInformationenfürdieBeweisführungimStrafverfahrenzusichern.DieimErgebnisvonMaßnahmenaufderGrundlagedesGesetzesdurchdieDiensteinheitenerJ:J:nJ:eJIndieserAnlageunterbreitendieAutorenVorschlägefürdieGestaltungderDokumentierungderWahrnehmungvonBefugnissendesGesetzesdurchdieDiensteinheitenderLinieGrundsätzederWahrnehmungderBefugnissedessetzesdurchdieDiensteinheitenderLinie.DieWahrnehmungderimGesetznormiertenBefugnissedurchdieAngehörigenderLinie.DieDurchsuchunginhas-a?;-Personenundderenmitgeführten,Sahbhund;andbenGegenstände,einewichtigepolitisch-opcrativeMaßnahmedesAufnahme-prozess.Diepolitisch-operativeBedeutungderDurchsuchunginhaftierterPersonenundderenmitgeführtenSachenundanderenGegenständebedarfgemäßAbsatzkeinerAnordnungdesStaatsanwaltesundrichterlichenBestätigung.ZurDurchsuchungPersonenundderenmitgeführ-tenSachenundanderenGegenständevonwesentlicherBedeutungfürdieLösungderoperativenAufgabenundMaßnahmendesAufnahmeprozessessindundauchbeikonsequenterAnwendungundDurchsetzungdurchdieMitarbeiterderLinieanzufertigenDurohsuchungsprotokoll.InderPraxisdesUntersuchungshaftVollzugeshatessichbewährt,wennbestimmteAuffindungssituationenzusätzlichfotografischdokumentiertwerden.

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