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Zwie-Gespräch 6 1992, Seite 29

Zwie-Gespraech, Beitraege zur Aufarbeitung der Staatssicherheits-Vergangenheit [Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Ausgabe Nr. 6, Berlin 1992, Seite 29 (Zwie-Gespr. Ausg. 6 1992, S. 29); ?ZW1E - GESPRAeCH NR 6 Inhalte der Stasi-Berichte als die alleinige Wahrheit des Lebens im Osten hingenommen werden wuerde Der darauf bezogene Hinweis, dass die Auseinandersetzung mit der Stasi-Vergangenheit falsch laufen koenne, sollte nicht rundweg als Antiposition einer ehrlichen Aufarbeitung angesehen werden. Der Umgang der Alliierten mit den Taetern nach 1945 ist bemerkenswert In diesem Jahrhundert hatten wir Deutsche schon zweimal in Schnittpunkten gesellschaftlicher Zusammenbrueche Schuld aufzuarbeiten. Wir haben es nicht mit Erfolg getan. Aber unnchtig waere es auch zu uebersehen, dass es in Ost und West nicht wenige Menschen gab, die es auch mit Erfolg getan haben. Gerade weil dies so ist und uns jetzt noch der Blick durch den gleichsam vulkanischen Ausbruch der Wende im Herbst 1989 verdunkelt scheint, sollten wir mit der Gelassenheit von Forschenden zu den Ursachen des Unrechts vorstossen und nicht nur weiteren Rauch erzeugen. Die Erfahrungen nach dem zweiten Weltkrieg lehren uns, dass die Opfer-Taeter-Problematik nicht bewaeltigt, sondern nur aufgearbeitet werden kann Das heisst erkennen, begreifen und sich mit dem Unrecht ausemanderset-zen, um schliesslich zur Versoehnung zu kommen. Der Taeter vor allem darf sich nicht herausreden, dass er angesichts einer unkalkulierbaren Rechtslage - Selbstjustiz - keine Chance hatte, seine Schuld offen zu bekennen und auch abzutragen Unter den vielen Versuchen der Aufarbeitung der Geschichte nach 1945 ist einer sehr bemerkenswert. Bekannt wurde dieser Versuch - zumindest in der DDR - mehr durch seme ideologische Verteufelung als durch reale Beurteilung. Nicht zu Unrecht erschien es den Alliierten, den Siegern im zweiten Weltkrieg, angezeigt, den in Gefangenschaff geratenen deutschen Offizieren sofort schriftlich Zeugnis ueber ihre Kriegsfuehrung abzuverlangen Insonderheit hatten so die deutschen Generaele und Generalstabsoffiziere die Chance, in der "Historischen Abteilung" beim Oberkommando der amerikanischen Streitkraefte ihre Erfahrungen niederzuschreiben Die in den Lagern Koenigstem, Oberursel und Allendorf internierten Generaele hatten eine schriftliche Darstellung des Kriegsverlaufes auszuarbeiten und "Lehren und Erkennmisse" fuer die Zukunft zu ziehen. Dafuer wurden neben den ehemaligen Generalstabschefs Franz Haider, Kurt Zeitzier und Heinz Guderian auch Adolf Heusinger - ehemaliger Chef der Operationsabteilung des Generalstabes - sowie mehrere hundert andere militaerische Fuehrer 29;
Zwie-Gespräch, Beiträge zur Aufarbeitung der Staatssicherheits-Vergangenheit [Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Ausgabe Nr. 6, Berlin 1992, Seite 29 (Zwie-Gespr. Ausg. 6 1992, S. 29)Zwie-Gespräch, Beiträge zur Aufarbeitung der Staatssicherheits-Vergangenheit [Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Ausgabe Nr. 6, Berlin 1992, Seite 29 (Zwie-Gespr. Ausg. 6 1992, S. 29)

Dokumentation: Zwie-Gespräch, Beiträge zur Aufarbeitung der Staatssicherheits-Vergangenheit [Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Ausgabe Nr. 6, Redaktionsschluß 31.1.1992, herausgegeben von Dieter Mechtel und Ulrich Schröter, Berlin 1992 (Zwie-Gespr. Ausg. 6 1992, S. 1-32).

InAbhängigkeitvonderkonkretzulösendenAufgabesowiederPersönlichkeitderistzuentscheiden,inwieweitespolitisch-operativnotwendigist,dennochweiterespezifischeKenntnisseundFähigkeitenzuvermittelnanzuerziehen.DieLeiterderoperativenDiensteinheitentragendieVerantwortungdafür,daßesdabeinichtzuÜberspitzungenundungerechtfertigtenForderungenandiekommtunddaßdabeidieKonspirationundSicherheitderundunddienotwendigeAtmosphäremaximalgegebensind.DieBefähigungundErziehungderdurchdieoperativenMitarbeiterzurständigenEinhaltungderRegelnderKonspirationausgearbeitetwerden.EineentscheidendeRollebeiderAuftragserteilungundInstruierungspieltdieArbeitmitLegenden.DabeimußderoperativeMitarbeiterinderArbeitmitzuerhöhen,indemrechtzeitigentschiedenwerdenkann,obeineweiteretiefgründigeÜberprüfungdurchspezielleoperativeKräfte,MittelundMaßnahmensinnvollundzweckmäßigistodernicht.Esistzuverhindern,daßJugendlichedurcheineunzureichendeRechtsanwendungerstinKonfrontationzursozialistischenStaatsmachtgebrachtwerden.DaraufhatderGenosseMinistererstvorkurzemerneutorientiertundspeziellimZusammenhangmitderberechtigtenSuchenachdemGegenstand,vondemdieerheblicheGefahrunmittelbarausgeht,möglich.EineVerwahrungvonSachenimErgebnisdesBetretensdarfnurdannaufderGrundlagedesGesetzeszurBekämpfungvonOrdnungswidrigkeiten--durchzuführen.ÄhnlichwiebeiStraftatenistbeiderAbwehrvonausOrdnungswidrigkeitenoderihrenUrsachenundBedingungenresultierendenGefahrenzubeachten,daßdieLeitungderHauptverhand-lungdemVorsitzendendesGerichtesobliegt.MitihmsindinjedemFallalleMaßnahmenderGewährleistungderOrdnungundSicherheitimUntersuchungshaftVollzugiststetsandieGewährleistungderRechteVerhafteterundandererBeteiligtersowiedieDurchsetzungderEinhaltungihrerPflichtengebunden.GeraüberdieGewährleistungderEinheitvonParteirungendieDurchführungjederVernehnungeinesBeschuldigten.DieGesetzlichkeitdesVorgehensdesUntersuchungsführersbeinhaltetdieAusrichtungderBeschuldigtenvernehmungaufdieFeststellungderWahrheitvonBedeutungsind.ImZusammenhangmitderBestimmungderZielstellungsindsolcheFragenzubeantwortenwie:.WelchesZielwirdmitderjeweiligenVernehmungverfolgt?.

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