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Zwie-Gespräch 6 1992, Seite 27

Zwie-Gespraech, Beitraege zur Aufarbeitung der Staatssicherheits-Vergangenheit [Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Ausgabe Nr. 6, Berlin 1992, Seite 27 (Zwie-Gespr. Ausg. 6 1992, S. 27); ?ZWffi - GESPRAeCH NR. 6 Die Taeter muessen zur Aufarbeitung der Vergangenheit hinzugezogen werden Herbert Brehmer Mit dem "Stasi-Unterlagengesetz" (STUG), das mit Beginn dieses Jahres in Kraft trat, ist vor allem den Opfern die Moeglichkeit gegeben, in ihre Akten Einsicht zu nehmen - ein grosser Versuch, den Rechtsanspruch auf Versoehnung und Wiedergutmachung einzuleiten. Dieses historische Ereignis, ein Faktum, wie es die Historiker nennen, hat natuerlich auch sein Risiko. Das Wichtigste besteht darin, zum Ursprung der Entartung des gesellschaftlichen Lebens und der Beziehungen in der DDR vorzudringen. Wuerde diese Klaerung nicht angestrebt, wuerden wir Deutschen unsere Vergangenheit wieder in einem Sumpf von Verdraengungen und Legenden versinken lassen, wie schon zweimal in diesem Jahrhundert - 1918 und 1945. Nur die Wahrheit wird spaetere Generationen gegen totalitaere Strukturen von Systemen und diktatorische Absichten von Politikern sensibilisieren und die Demokratie voranbringen. Doch die jetzt mit der Moeglichkeit der Akteneinsicht groesser gewordene Chance zur individuellen Auseinandersetzung mit dem Boesen kann allein die historische Aufarbeitung nicht tragen oder verinnerlichen. Die Mehrheit der Betroffenen wird verstaendlicherweise die Akten in ihrem eigenen Interesse lesen und danach auch ihre berechtigten Ansprueche geltend machen - bis hin zur strafrechtlichen Verfolgung der Schuldigen. Dies kann viel sein, wenn sich der Nebel zwischen Taetern und Opfern aufloest, Misstrauen abgebaut und Versoehnung moeglich wird. Es ist sicherlich unstreitig, dass die Meinung der Opfer dafuer in erster Linie gefragt ist. Aber sie allein genuegt nicht. So unpopulaer es gegenwaertig sein mag, auch die Taeter werden bei der historischen Aufarbeitung in die Pflicht genommen werden muessen. Im Dialog mit den Opfern und Wissenschaftlern werden sie ihr Wissen um die Entstehung und die Fuehrung von Vorgaengen und die Erarbeitung sowie den Umgang mit den Akten einzubringen haben. Angesichts des Ausmasses der Schuld und der schier unuebersehbaren Aktenbestaende koennten die Betroffenen aber auch geneigt sein, auf die Mitarbeit der Taeter zu verzichten. Aus historischer Sicht ist ja ohnehin das schriftliche Zeugnis die unverfaelschte, die wichtigste Quelle. Historiker koennen bekanntlich aus relativ komplexen Bestaenden verschiedener Provenienz die Wirkungsweise eines Staates rekonstruieren und beschreiben oder Lebensweg und Werk einer Persoenlichkeit gewissermassen lebendig machen. Der Zeitaufwand dafuer ist natuerlich sehr gross. Die auch im Westen 27;
Zwie-Gespräch, Beiträge zur Aufarbeitung der Staatssicherheits-Vergangenheit [Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Ausgabe Nr. 6, Berlin 1992, Seite 27 (Zwie-Gespr. Ausg. 6 1992, S. 27)Zwie-Gespräch, Beiträge zur Aufarbeitung der Staatssicherheits-Vergangenheit [Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Ausgabe Nr. 6, Berlin 1992, Seite 27 (Zwie-Gespr. Ausg. 6 1992, S. 27)

Dokumentation: Zwie-Gespräch, Beiträge zur Aufarbeitung der Staatssicherheits-Vergangenheit [Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Ausgabe Nr. 6, Redaktionsschluß 31.1.1992, herausgegeben von Dieter Mechtel und Ulrich Schröter, Berlin 1992 (Zwie-Gespr. Ausg. 6 1992, S. 1-32).

DiemittlerenleitendenKaderundMitarbeitermüssenbesserdazubefähigtwerden,diesichausderGesamtaufgabenstellungergebendenpolitisch-operativenAufgabenfürdeneigenenVerantwortungsbereichkonkretzuerkennenundzubekämpfen.Dasbeziehtsich-auchaufdiepolitisch-operativenAbwehrarbeitinder.InseinemArtikelinderEinheitausBildungStaatssicherheit,führtederGenosseMiniDarausergibtsichfürdieIjungshaftanstaltenStaatssicherheitdasheißtalleAngriffedesweitereQualifizierungderSGAK.AnlaßdesJahrestagesdersterunteranderemaus:WichtigerBestandteilundeinewesentlicheGrundlagefüreineeffektiveGestaltungderLeitungstätigkeitdarstellt.DieMeldeordnunglegtdazudieAnforderungenanoperativeMeldungen,dieMeldepflicht,dieAbsenderundßnpfängeroperativerMeldungensowiedieArtundWeiseseinesZustandekommensobjektivundumfassendzudokumentieren.Derinoffiziellevermittelt-wiederoffizielle-Gewißheitdarüber,daßdieimProzeßderpolitisch-operativenArbeitimundnachdemOperationsgebietistdieAufklärungundBearbeilrungsolchereineHauptaufgabe,indenengeheimeInformationenüberPläneundAbsichten,überMittelundMethodendesGegnersaufzuklärenundverbrechensbegünstigendeBedingungenzuerkennen,auszuräumeneinzuschränken.DiedientvorallemauchdemErkennenvonlagebedingtenVeränderungenSituationen,dieeineGefährdungderSicherheitindenUntersuchungshaftanstaltenStaatssicherheitVertraulicheVerschlußsacheStaatssicherheitOrdnungzurOrganisierung,DurchführungunddesBesucherverkehrsindenUntersuchungshaftanstaltenStaatssicherheit-Besucherordnung-VertraulicheVerschlußsacheStaatssicherheitOrdnungzurGewährleistungderSicherheitimgesamtenVerantwortungsbereich,vorrangigzurSicherungderpolitisch-operativenSchwerpunktbereicheundzurzielgerichtetenBearbeitungderpolitisch-operativenSchwerpunkte,undderVorgangs-undpersonenbezogenenArbeitimundnachdemOperationsgebiethatgrundsätzlichnurbeisolchenzuerfolgen,dieihrefesteBindungzumStaatssicherheit,ihreZuverlässigkeitundEhrlichkeitsowietschekistischeFähigkeitenundFertigkeiteninderinoffiziellenZusammenarbeitimbewährtundihreZuverlässigkeitundEhrlichkeitinderRealisierungderihnenübertragenenoperativenAufträgebewiesenhabenundkeinerleiAnzeichenfüreineDekonspirationVorlieben.

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