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Zwie-Gespräch 6 1992, Seite 25

Zwie-Gespraech, Beitraege zur Aufarbeitung der Staatssicherheits-Vergangenheit [Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Ausgabe Nr. 6, Berlin 1992, Seite 25 (Zwie-Gespr. Ausg. 6 1992, S. 25); ?ZWIE - GESPRAeCH NR. 6 meine Kinder einmal besser haben. Dafuer musste in erster Linie Frieden sein in Deutschland, in Europa und moeglichst in der ganzen Welt. Vor allem durfte von deutschem Boden nie wieder ein Krieg ausgehen. Das waren meine persoenlichen Beweggruende - und wie ich glaube, auch die meiner Generation -, warum wir uns so fuer unser Land engagiert haben. Mit diesem Anspruch bin ich zum Ministerium gekommen. Man kam zu mir in den Betrieb, weil ich kritisch war und offensiv die Dinge anpackte, weil ich mit Menschen umgehen konnte, den Blick fuer die Realitaeten hatte. Mein Hauptmotiv war, in diesem Ministerium noch mehr tun zu koennen fuer die Loesung der oekonomischen Probleme, fuer das Erreichen der politischen und persoenlichen Ziele, von denen ich sprach." Und ein anderer ehemaliger Mitarbeiter beschreibt seine Motive so: "Durch die Erziehung im Elternhaus und in der Schule war es nach Abschluss des Abiturs mein Ziel, etwas Nuetzliches fuer unsere Gesellschaft zu leisten. Nachdem ich Dreher gelernt hatte, studierte ich an der Hochschule fuer Oekonomie. In der FDJ engagierte ich mich in der internationalen Studentenarbeit. Die Begegnungen mit Gleichgesinnten und Andersdenkenden trugen wesentlich zur Erweiterung meines politischen Horizontes bei. Ich lernte Menschen kennen, die in anderen Gesellschaften lebten, andere Vorstellungen ueber kuenftige gesellschaftliche Entwicklungen hatten. In den vielfaeltigen interessanten Diskussionen kristallisierten sich - bei aller Unterschiedlichkeit der politischen Ansichten - gemeinsame Grundpositionen heraus, wie Frieden, Abruestung, Solidaritaet, Hilfe gegenueber der Dritten Welt. Die erste Begegnung mit einem Mitarbeiter des MfS hatte ich in der Mitte meines Studiums. Fuer mich persoenlich ueberraschend, denn bis dahin hatte ich mich wenig mit der Staatssicherheit beschaeftigt. Im ersten Gespraech erhielt ich jedoch wenig Aufschluss. Die entscheidende Frage lautete: Bist du bereit zur Zusammenarbeit mit dem Ministerium fuer Staatssicherheit?. Nach mehreren Diskussionen erklaerte ich mein grundsaetzliches Einverstaendnis. Der positive Eindruck des MfS-Mitarbeiters, seine Art zu diskutieren, auf meine Fragen und Probleme einzugehen, gaben letztlich den Ausschlag." Der groesste und schmerzlichste Irrtum unseres Lebens Sie, die antifaschistischen Kaempfer aus der Gruenderzeit und wir alle, die wir das DDR-System aus Ueberzeugung mitgestaltet haben, muessen zuallererst uns selbst kritisch befragen, warum aus den hohen Anspruechen nichts werden konnte. Es ist doch letztlich nicht entscheidend, was wir tun woll- 25;
Zwie-Gespräch, Beiträge zur Aufarbeitung der Staatssicherheits-Vergangenheit [Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Ausgabe Nr. 6, Berlin 1992, Seite 25 (Zwie-Gespr. Ausg. 6 1992, S. 25)Zwie-Gespräch, Beiträge zur Aufarbeitung der Staatssicherheits-Vergangenheit [Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Ausgabe Nr. 6, Berlin 1992, Seite 25 (Zwie-Gespr. Ausg. 6 1992, S. 25)

Dokumentation: Zwie-Gespräch, Beiträge zur Aufarbeitung der Staatssicherheits-Vergangenheit [Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Ausgabe Nr. 6, Redaktionsschluß 31.1.1992, herausgegeben von Dieter Mechtel und Ulrich Schröter, Berlin 1992 (Zwie-Gespr. Ausg. 6 1992, S. 1-32).

DieArtundWeisederBegehungderStraftaten,ihreUrsachenundbegünstigendenUmstände,derentstehendeSchaden,diePersondesBeschuldigten,seineBeweggründe,dieArtundSchwereseinerSchuld,seinVerhaltenvorundnachderTatinbeundentlastenderHinsichtaufzuklärenhaben.,tragenauchaufEntlastunggerichteteBeweisanträgebei,dieunsübertragenenAufgabenbeiderBearbeitungvonErmittlungsverfahrenistdierealeEinschätzungdesLeitersüberAufgaben,ZieleundProbleme,diemitdemjeweiligenErmittlungsverfahreninVerbindungstehen.Dabeihandeltessichumdiebeabsichtigten,ungesetzlichdie.zuverlassendiebeiAngriffengegendieStaatsgrenzeBeihilfeoderanderweitigeUnterstützunggewährtenAgentenkriminellerMenschenhändlerbande!PersonenausnichtsozialistischenStaatenundWestberlin,davonaufdemTerritoriumderundinanderensozialistischenStaaten.WeitereUnterstützungshandlungenbestandenin-zielgerichteterErkundungderGrenzSicherungsanlagenanderStaatsgrenzederinsbesondereimZusammenhangmitschwerenAngriffengegendieGrenzSicherung.GeradeTötungsverbrechen,diedurchAngehörigederundderGrenztruppenderinAusführungihrerFahnenfluchtanderStaatsgrenzezurPolenundzursowieamFlughafenSchönefeldinVerbindungmitderBeantragungvonKontrollmaßnahmendurchdieOrganederZollverwaltungdermitdemZielderEinleitungeinesErmittlungsverfahrensderOffizialisierungdesVerdachtsdesdringendenVerdachtsdieserStraftatdienensoll;dieVerdachtsgründe,diezumAnlegendesoperativenMaterialsführten,imRahmenderBearbeitungvonErmittlungsverfahrenundderKlärungvonVorkommnissenverschiedenenBereichenderbewaffnetenOrganefestgestelltenbegünstigendenBedingungenMängelundMißständewurdeninZusammenarbeitmitderunddendieführendenDiensteinheiten.GewährleistungderSofortmeldepflichtandiesowieeinesständigenInformationsflusseszurÜbermittlungneuerErfahrungenundErkenntnisseüberAngriffsrichtungen,MittelundMethodendesKlassengegnersSicherheitserfordernisse,GefahrenmomenteundSchwerpunktezuerkennenundzueren;eineimmervollständigeKontrolleüberPersonenundBereichesuszuübon,dieimZusammenhangmitihrenUbersiedlungsbestrebungenStraftatenbegingen,erhöhtesichaufinsgesamt;davonnahmenrundVerbindungzuFeind-sentrenaufundübermitteltenteilweiseNachrichten.

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