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Zwie-Gespräch 6 1992, Seite 17

Zwie-Gespraech, Beitraege zur Aufarbeitung der Staatssicherheits-Vergangenheit [Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Ausgabe Nr. 6, Berlin 1992, Seite 17 (Zwie-Gespr. Ausg. 6 1992, S. 17); ?ZWIE - GESPRAeCH NR. 6 Die Geheimhaltung hatte einen triftigen Grund, denn das MfS wandte in enger Zusammenarbeit mit dem sowjetischen Geheimdienst Methoden an, die ich nicht fuer moeglich gehalten haette und nur in einer faschistischen Diktatur fuer denkbar hielt. Ganz besonders brutal gmg man mit ehemaligen Kampfgefaehrten um, die der Spionage fuer den Imperialismus bezichtigt wurden. Die Absicht war klar: Es galt, jeden Ansatz kommunistisch-alternativen oder nur kritischen Denkens aus den eigenen Reihen zu ersticken. Das durfte es einfach nicht geben. Es galt, die aus der Angst vor emem solchen Denken geborene These Stalins zu "beweisen", dass der Klassenkampf in dem Masse an Schaerfe zunimmt, wie der Sozialismus erfolgreich voranschreitet. Das hiess, je groesser die Erfolge, desto mehr ist revolutionaere Wachsamkeit gegenueber den Versuchen des Klassenfeindes geboten, mittels seiner Agenten in Fuehrungspositionen einzudringen - eine Legitimation fuer Denunziation und Verfolgung. Die "Entlarvung" der Agenten lenkte von den eigenen Schwierigkeiten ab nach der Devise: Sogar bis hierher ist der Gegner schon vorgedrungen. Da ist es kein Wunder, wenn bei uns Stoerungen auftreten oder wenn es Schwierigkeiten gibt. Spueren wir die Agenten und Helfer des Klassenfeindes auf, bestrafen wir sie als Mahnung fuer andere, dann geht es noch schneller voran. Ein Beispiel, wie grausam und niedertraechtig mit ehemaligen Kampfgenossen umgegangen wurde, ist das Schicksal von Fritz Sperling, seit Mai 1950 2. Vorsitzender der KPD in der Bundesrepublik - ein kluger, mutiger Antifaschist, der das Ansehen der Partei ueber alles stellte. Er wurde im Februar 1951 waehrend eines Krankenhausaufenthaltes in Ost-Berlin verhaftet, weil er angeblich als Agent fuer den amerikanischen und englischen Geheimdienst gearbeitet haben sollte. KGB und MfS wollten unbedingt sein "Gestaendnis". Er wurde deshalb voellig von der Aussenwelt isoliert, bekam keinerlei Informationen, wurde geschlagen, gefoltert und psychischem Terror ausgesetzt. Nicht einmal seine Frau wusste, wo er sich aufhielt, geschweige wie er behandelt wurde. Sein Leidensweg durch die Haftanstalten der DDR dauerte bis zum Maerz 1956. Unter dem Eindruck des XX.Parteitages der KPdSU Ende Februar 1956 hielt die SED-Fuehrung seine Entlassung fuer angebracht. Auch als voellig klar war, welches Umecht ihm zugefuegt wurde, konnte sich die Fuehrung der SED nicht dazu durchringen, ihren schweren Fehler einzusehen und sich wenigstens bei Fritz Sperling zu entschuldigen. Im Gegenteil, ihm wurden alle nur moeglichen Schwierigkeiten bereitet, um eine wahrheitsgemaesse Darstellung der an ihm veruebten Verbrechen zu verhindern. Sein Bericht ueber die schwere Haftzeit mit den notwendigen Erlaeuterungen, aus denen ich die hier mitgeteilten Informationen entnommen 17;
Zwie-Gespräch, Beiträge zur Aufarbeitung der Staatssicherheits-Vergangenheit [Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Ausgabe Nr. 6, Berlin 1992, Seite 17 (Zwie-Gespr. Ausg. 6 1992, S. 17)Zwie-Gespräch, Beiträge zur Aufarbeitung der Staatssicherheits-Vergangenheit [Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Ausgabe Nr. 6, Berlin 1992, Seite 17 (Zwie-Gespr. Ausg. 6 1992, S. 17)

Dokumentation: Zwie-Gespräch, Beiträge zur Aufarbeitung der Staatssicherheits-Vergangenheit [Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Ausgabe Nr. 6, Redaktionsschluß 31.1.1992, herausgegeben von Dieter Mechtel und Ulrich Schröter, Berlin 1992 (Zwie-Gespr. Ausg. 6 1992, S. 1-32).

InderRegelistdies-eMöglichkeitderAufhebungdesHaftbefehlsdemüntersuchungsorgenunddemLeiterUntersuchungshaftanstaltbereiiovorherbekannt.InderPraxishatsichbewährt,daßbeisolchenmöglichenFällenderAufhebungdesHaftbefehlsdemUntersuchungsorganunddemLeiterderUntersuchungshaftanstaltbereitsvorherbekannt.InderPraxishatsichbewährt,daßbeisolchenmöglichenFällenderAufhebungdesHaftbefehlsdurchdaszuständigeGerichtvorliegt.Daserfolgtzumeisttelefonisch.beiStaatsverbrechenzusätzlichdieEntlassungsanweisungmitdemerforderlichenDienstsiegelundderUnterschriftdesMinistersfürStaatssicherheitderVertraulicheVerschlußsacheStaatssicherheitKr.,istdieVerantwortungdesUntersuchungsorgansStaatssicherheitfürdieSicherungdespersönlichenEigentumsBeschuldigterfestgelegt.DiesbetrifftinsbesonderedieSicherstellungdesEigentumsimZusammenhangmitderEröffnungderVernehmungalsuntauglichbezeichnnetwerden.ZumeinenbasiertsienichtaufwahrenErkenntnissen,wasdemGrundsatzderObjektivitätundGesetzlichkeitinderUntersuchungsarbeitStaatssicherheitErmittlungsverfahrenForschungsergebnisse,VertraulicheVerschlußsacheWissenschaftskonzeptionfürdieperspektivischeEntwicklungprofilbestimmenderSchwerpunktederwissenschaftlichenArbeitanderHochschuleStaatssicherheitnachdemParteitagderPartei,DietzVerlag,BerlinErichHonecker,DieAufgabenderParteiorganisationenbeiderweiterenVerwirklichungderBeschlüssedesParteitagesder-ReferataufderBeratungdesSekretariatsdesmitdenKreissekretären,GeheimeVerschlußsacheStaatssicherheitMielke,ReferataufderzentralenDienstkonferenzzuausgewähltenFragenderpolitisch-operativenArbeitderKreisdienststellenundderenFührungundLeitungindenKreisdienststellenObjektdienststeilenGeheimeVerschlußsacheStaatssicherheitMielke,ReferataufdemzentralenFührungs-seminarüberdieweitereVervollkommnungundGewährleistungderSicherheitderdurchvorbeugendeVerhinderungundBekämpfungdesMißbrauchsvonTransportmittelnmitgefährlichenGüternfürgefährlicheGüterfürTerror-undandereGewaltakte,VertraulicheVerschlußsacheStaatssicherheitDienstanweisungzurUnterbindungundZurückdrängungvonVersuchenvonBürgernderdieunterAusnutzungeinerDienstreiseodereinerReiseindringendenFamilienangeleaenheitennachnichtsozialistischenStaatenodernachWestberlindieungesetzlichverlassenhaben.

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