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Volksdemokratische Ordnung in Mitteldeutschland, Texte zur verfassungsrechtlichen Situation 1963, Seite 38

Volksdemokratische Ordnung in Mitteldeutschland [Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Texte zur verfassungsrechtlichen Situation 1963, Seite 38 (Volksdem. Ordn. Md. DDR 1963, S. 38); Vorhandensein einer marxistisch-leninistischen Partei. Der zweite ist vom ersten abhängig. Die sowjetische Besatzungsmacht begünstigte von 1945 an die kommunistische Partei, leitete mit deren Hilfe die Entwicklung zur volksdemokratischen Ordnung ein und führte sie bis zum heutigen Tage fort. Je stärker die marxistisch-leninistische Partei in den Vordergrund trat, desto mehr konnte die Besatzungsmacht in den Hintergrund treten, ohne daß dadurch ihr Einfluß geringer wurde. Eine Besonderheit der deutschen Entwicklung war, daß die „Diktatur des Proletariats" in Mitteldeutschland nicht durch eine Revolution Deutscher geschaffen wurde. Die faschistische Staatsmacht sei in Deutschland nicht durch die revolutionäre Aktion der Arbeiterklasse zerschlagen, sondern von der siegreichen Sowjetarmee zerstört worden. Der Widerstand der deutschen Arbeiterklasse und aller Antifaschisten sei zu schwach gewesen, um mit dieser Aufgabe fertig zu werden, schrieb im Jahre 1955 ein hoher Funktionär (Fred Oelßner, Die Übergangsperiode vom Kapitalismus zum Sozialismus in der Deutschen Demokratischen Republik, S. 18). Mit der Befreiung durch die Sowjetarmee hätten die deutschen demokratischen Kräfte die Möglichkeit der freien Entfaltung erhalten, wobei die Arbeiterklasse eindeutig die Führung im Neuaufbau übernommen habe. Die neue Staatsmacht sei also nicht das Resultat einer volksdemokratischen Revolution gewesen. Eine der wesentlichsten Handlungen der sowjetischen Besatzungsmacht zur Errichtung der Volksdemokratie war die Zulassung der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) am 11. 6. 1945. Neben der KPD konstituierte sich die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) am 17. 6. 1945. Am 26. 6.1945 wurden die Christlich-Demokratische Union Deutschlands (CDU) und am 5, 7. 1945 die Liberal-Demokratische Partei Deutschlands (LDP) als neue Parteien zugelassen. Die vier zugelassenen Parteien bildeten am 14. 7. 1945 den „antifaschistisch-demokratischen" Block. Dieser Block war das Instrument, mit dessen Hilfe die KPD ihre Politik gegenüber den anderen Parteien durchsetzen sollte und wegen der Unterstützung durch die sowjetische Besatzungsmacht auch konnte. Das erste Opfer der KPD wurde die SPD. Sie wurde gezwungen, sich mit der KPD zur SED zu vereinigen. Dann wurden CDU und LDP gleichgeschaltet, indem ihre Vorsitzenden, die Widerstand geleistet hatten, beseitigt und durch willfährige ersetzt wurden. Am 16. 6. 1948 wurden von Personen, an deren Hörigkeit der SED gegenüber kein Zweifel besteht, die National-Demokratische Partei Deutschlands (NDPD) und die Demokratische Bauernpartei (DBP) gegründet. In den Jahren von 1945 bis 1946 wurden als Massenorganisationen der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund (FDGB), der Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands (heute Deutscher Kulturbund KB), die Freie Deutsche Jugend (FDJ) und der Demokratische Frauenbund Deutschlands (DFB) gegründet. Die neuen Parteien und die Massenorganisationen wurden Mitglieder des antifaschistisch-demokratischen Blocks. 38;
Volksdemokratische Ordnung in Mitteldeutschland [Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Texte zur verfassungsrechtlichen Situation 1963, Seite 38 (Volksdem. Ordn. Md. DDR 1963, S. 38) Volksdemokratische Ordnung in Mitteldeutschland [Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Texte zur verfassungsrechtlichen Situation 1963, Seite 38 (Volksdem. Ordn. Md. DDR 1963, S. 38)

Dokumentation: Volksdemokratische Ordnung in Mitteldeutschland [Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Texte zur verfassungsrechtlichen Situation mit einer Einleitung von Siegfried Mampel [Bundesrepublik Deutschland (BRD)], Stand 15. Mai 1963, Alfred Metzner Verlag, Frankfurt am Main, Berlin 1963 (Volksdem. Ordn. Md. DDR 1963, S. 1-156).

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