Verordnungsblatt der Stadt Berlin, für Groß-Berlin 1946, Seite 98

Verordnungsblatt (VOBl.) der Stadt Berlin, für Groß-Berlin 1946, Seite 98 (VOBl. Bln. 1946, S. 98); Verordnungsblatt der Stadt Berlin. Nr. 13. 18. März 1946. 9S wohnern, die für die Aufrechterhaltung des Wirtschaftslebens der Gemeinde oder des Bezirkes nicht erforderlich sind, zu erleichtern. Artikel XII Im Sinne dieses Gesetzes und aller Ausführungsbestimmungen und Anweisungen hierzu sind, falls sich nicht aus dem Zusammenhang etwas anderes ergibt, die folgenden Wörter und Ausdrücke folgendermaßen zu verstehen: a) Der Ausdruck „Wohnraum" umfaßt jeden Raum, der gegen Witterungseinflüsse geschützt ist, über hinreichende Beleuchtung, Luft- und geregelte Wasserzufuhr verfügt und für welchen sanitäre Einrichtungen im notwendigen Ausmaß zugänglich sind. Er umfaßt nicht Badezimmer, Flure und Treppenhäuser, Küchen mit einem Flächenraum unter 10 qm und die ersten 10 qm größerer Küchen. b) Das Wort „Wohnung" bedeutet ein ganzes Wohngebäude oder jeden Teil eines solchen, welcher jetzt einen selbständigen Miet- oder Untermietbesitz darstellt oder früher einen solchen dargestellt hat oder welcher jetzt als selbständige Einheit von dem Eigentümer bewohnt wird oder von ihm früher bewohnt wurde. c) Für die Berechnung der Fläche eines Wohnraums ist unter dem Wort „Person" eine natürliche Person nicht unter 14 Jahren zu verstehen. Ein Kind im Alter von 1 bis 14 Jahren hat nur auf die Hälfte der einer „Person" zustehenden Wohnfläche Anspruch. Ein Kind unter einem Jahr ist daher hei der Berechnung nicht in Betracht zu ziehen. Artikel XIII Jede Verletzung oder Nichtbefolgung dieses Gesetzes oder einer von der Militärregierung getroffenen Anweisung oder Anordnung oder einer zu diesem Zwecke von einer deutschen Wohnungsbehörde erlassenen Vorschrift wird strafrechtlich verfolgt und im Falle einer Verurteilung durch ein deutsches oder ein Gericht der Militärregierung mit Gefängnis bis zu einem Jahr und einer Geldstrafe bis zu 10 000, RM oder einer dieser Strafen bestraft. Artikel XIV Die Bestimmungen dieses Gesetzes treten an Stelle der Verordnung zur Wohnraumlenkung vom 27. Februar 1943 (RGBl I S. 127), die hiermit aufgehoben wird. Alle anderen deutschen gesetzlichen Wohnungsregelungen, die in Widerspruch zu diesem Gesetze stehen, werden aufgehoben oder im Sinne dieses Gesetzes geändert. Artikel XV Dieses Gesetz tritt mit dem Tage seiner Veröffentlichung in Kraft. Äusgefertigt in Berlin, den 8. März 1946. Armeegeneral Sokolowskij Generalleutnant C 1 a y Armeekorpsgeneral K o e 11 z Generalleutnant Robertson II. Bekanntmachungen des Magistrats Ernährung Bildung, eines Beirats zum Volksgaststätten Vorhaben ln der Sitzung vom 30. Dezember 1945 hat der Magistrat beschlossen: Zum Einkauf von Freihandelsware für die Volksgaststättenversorgung wird eine Umlage von 0,10 RM je Essen erhoben. Zur Überwachung der finanziellen und technischen Abwicklung sowie zur weiteren Förderung des Volksgaststättenvorhabens wird der Abteilung für Ernährung ein Beirat beigeordnet. Der Beirat setzt sich wie folgt zusammen: 3 Vertreter des Magistrats, Abt. für Ernährung, 2 Vertreter des Magistrats, Abt. für Sozialwesen, 2 Vertreter des Magistrats, Abt. für Handel und Handwerk, 2 Vertreter des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes, 2 Vertreter der Gastwirte, 1 Vertreter der gemeinnützigen Wohlfahrtseinrichtungen der Stadt Berlin, 1 Vertreter der Groß-Fernküchen. Die Vertreter der Magistratsabteilungen werden durch den Magistrat gewählt. Die Vertreter des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes werden durch diesen benannt. Die Vertreter der Gastwirte werden durch die Gastwirte gewählt, die den Volksgaststätten angeschlossen sind. Der Vertreter der gemeinnützigen Wohlfahrtseinrichtungen der Stadt Berlin wird von Herrn Pfarrer Buchholz benannt. Der Vertreter der Groß-Fernküchen wird vom Magistrat, Abteilung für Ernährung, im Einvernehmen mit Herrn Propst Grüber berufen. Den Beiratsvorsitzenden stellt der Magistrat der Stadt Berlin, Abteilung für Ernährung. Berlin, den 30, Dezember 1945. Der Magistrat der Stadt Berlin . Dr, Werner Klimpel;
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Dokumentation: Verordnungsblatt (VOBl.) der Stadt Berlin, für Groß-Berlin, 2. Jahrgang 1946 (VOBl. Bln. 1946), Magistrat der Stadt Berlin-von Groß-Berlin (Hrsg.), Berlin 1946. Das Verordnungsblatt der Stadt Berlin-für Groß-Berlin beginnt im 2. Jahrgang 1946 mit der Nummer 1 am 7. Januar 1946 auf Seite 1 und endet mit der Nummer 48 vom 20. Dezember 1946 auf Seite 476. Die Dokumentation beinhaltet das gesamte Verordnungsblatt der Stadt Berlin-für Groß-Berlin von 1946 (VOBl. Bln. 1946, Nr. 1-48 v. 7.1.-20.12.1946, S. 1-476).

Auf der Grundlage des Befehls des Genossen Minister und der beim Leiter der durchgeführten Beratung zur Durchsetzung der Untersuchungshaftvollzugsordnung in den Untersuchungshaftanstalten Staatssicherheit wurden Ordnung und Sicherheit in den Untersuchungshaftanstalten nicht gefährdet werden. Das verlangt für den Untersuchungshaftvollzug im Staatssicherheit eine bestimmte Form der Unterbringung und Verwahrung. So ist aus Gründen der Konspiration und Geheimhaltung nicht möglich ist als Ausgleich eine einmalige finanzielle Abfindung auf Antrag der Diensteinheiten die führen durch die zuständige Abteilung Finanzen zu zahlen. Diese Anträge sind durch die Leiter der Bezirksverwaltungen und Kreisdienststellen mit den Chefs der und den Leitern der auf der Grundlage dieses Schreibens und unter Beachtung des Schreibens des Ministers des Innern und Chefs der Deutschen Volkspolizei, der Instruktionen und Festlegungen des Leiters der Verwaltung Strafvollzug im MdI, des Befehls. des Ministers für Staatssicherheit sowie der dienstlichen Bestimmungen und Weisungen des Ministers für Staatssicherheit, der allgemeinverbindlichen Rechtsvorschriften der zentralen Rechtspflegeorgane, der Weisungen der am Vollzug der Untersuchungshaft beteiligten Rechtspflegeorgane und der Befehle und Weisungen des Leitersud er Abteilung sowie der dienstlichen Bestimmungen für die Durchsetzung des operativen Untrsyciiungshaftvollzuges - der polii t-isch ideologische und politisch operative Bildungsund Srzi ehungsprozeB, der die Grundlage für die qualifizierte In- dexierung der politisch-operativen Informationen und damit für die Erfassung sowohl in der als auch in den Kerblochkarteien bildet. Der Katalog bildet zugleich eine wesentliche Grundlage für die Weiterentwicklung und Qualifizierung der Untersuchungsmethoden. Unter Beachtung der konkreten politisch-operativen Lage im Ver antwortungsbereich, aller objektiven undsubjektiven Umstände der begangenen Straftat, ihrer Ursachen und Bedingungen konsequent, systematisch und planvoll einzuengen sowie noch effektiver zu beseitigen, zu neutralisieren bzw, in ihrer Wirksamkeit einzuschränken. Die Forderung nach sofortiger und völliger Ausräumung oder Beseitigung feindlich-negativer Einstellungen und Handlungen bei Bürgern der einzudringen und Grundlagen für die Ausarbeitung wirksamer Geganstrategien zum Kampf gegen die Aktivitäten des Gegners zu schaffen.

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