Verordnungsblatt der Stadt Berlin, für Groß-Berlin 1946, Seite 434

Verordnungsblatt (VOBl.) der Stadt Berlin, für Groß-Berlin 1946, Seite 434 (VOBl. Bln. 1946, S. 434); Verordnungsblatt für Groß-Berlin. Nr. 46. 30. November 1946 werden, wenn und soweit die Voraussetzungen zu Ziffer 2 gegeben sind. 4. Zugelassen zur Lehrabschlußprüfung werden ferner: a) Lehrlinge, die nach nicht bestandener Lehrabschlußprüfung ihre Wiederholungsprüfung ablegen wollen; b) Lehrlinge, die ihre Lehrabschlußprüfung wiederholen wollen, weil ihnen da6 Ergebnis der erstmaligen Prüfung unbekannt ist, bzw. weil 6ie einen Nachweis für das Bestehen dieser Prüfung nicht erbringen können; c) Prüfungsbewerber, die auf Grund ihrer beruflichen Tätigkeit mit Wahrscheinlichkeit das Bestehen einer Lehrabschlußprüfung erwarten lassen, auch dann, wenn-sie eine regelrechte Lehre nicht durchgemacht haben. Diese Prüfungsbewerbar müssen mindestens 21 Jahre alt sein und eine mindestens fünfjährige Praxis in dem Beruf, in dem die Prüfung beantragt wird, oder doch in einem hiervon gleichartigen Beruf nebst den erforderlichen theoretischen Kenntnissen nachweisen können. Ihr Antrag bedarf der Stellungnahme des letzten Arbeitgebers und wo vorhanden des Betriebsrates bzw. der Betriebsgewerkschaftsleitung. J. Das Lehrverhältnis muß bei der Geschäftsstelle des „Hauptausschuß Berufserziehung und Berufslenkung" eingetragen sein, soweit die Eintragung nicht zulässigerweise bei einer anderen Stelle (Gauwirtschaftskammer, Handwerkskammer) erfolgte. 6. Der Antrag auf Zulassung zur Lehrabschlußprüfung muß schriftlich auf dem Vordruck „Antrag auf Zulassung zur Lehrabschlußprüfung" gestellt werden. Der Vordruck ist bei den Bezirksarbeitsämtern kostenlos erhältlich. 7. Die in dem Antragsvordruck geforderten Unterlagen müssen vollständig beigebracht werden. Auf eine Unterlage kann nur verzichtet werden, wenn die Unmöglichkeit der Beibringung glaubhaft gemacht wird. 8. Aus den eingereichten Unterlagen in Verbindung mit den Angaben im Anmeldevordruck muß hervorgehen, daß der Antragsteller die für seinen Beruf festgelegten wichtigsten Ausbildungsvorgänge kennengelernt hat. 9. Der Antrag auf Zulassung zur Lehrabschlußprüfung ist spätestens bis zum 15. Dezember 1946 bei der Geschäftsstelle des „Hauptausschuß Berufserziehung und Berufslenkung", Berlin W 35. Tirpitzufer 52, zu stellen. Die Prüfungsgebühr beträgt im allgemeinen RM 10, und ist bei Abgabe des Antrages zu entrichten. Später eingehende Anträge können für die Frühjahrsprüfung nicht mehr berücksichtigt werden. Lehrlinge des Handwerks melden sich wie bisher üblich bei ihrer zuständigen Fachsparte (Innung). Hiervon ausgenommen sind die Lehrlinge des Bauhauptgewerbes und der graphischen Berufe, die ihre Meldung bis zum vorstehenden Termin bei der obengenannten Geschäftsstelle des „Hauptausschuß Berufserziehung und Berufslenkung" abgeben müssen. Berlin, den 8. November 1946. Magistrat von Groß-Berlin Abt. für Arbeit I. V.: Fleischmann Polizei Zulassung und Begutachtung von Kraftfahrzeugen Ein Kraftfahrzeug kann zum Verkehr nur dann zugelassen werden, wenn die früheren Z ilassungspapiere (Kraftfahrzeugbrief und Zulassungsschein) vorgelegt -erden. Soweit diese nicht mehr vorhanden #d, ist über ihren Verbleib eine schriftliche Erklärung abzugeben. Der Inhal, der Erklärung ist glaubhaft zu machen. Diejenigen Kraftfahrzeuge, bei denen die technischen Daten mit den Angaben in dem Kraftfahrzeugbrief nicht übereinstimmen oder bei denen die Nummer des Motors, Fahrgestells usw. von denen des Typenschildes oder denen in den Zulassungspapieren abweichen, sind einem amtlich anerkannten Sachverständigen zur Begutachtung vorzuführen. Amtliche Sachverständige sind in Berlin zur Zeit: 1. die technische Prüfstelle für den Kraftfahrzeugverkehr (TU Berlin), Berlin-Charlottenburg 2, Gartenufer; 2. die technische Prüfstelle für den Kraftfahrzeugverkehr (TÜV Berlin), Berlin-Schöneberg, Albertstr.- 14/18. Für die Vorführung eines Kraftfahrzeuges sind die Fahrgestell-, die Motor-Nr. und das Typenschild zu säubern, so daß sie einwandfrei zu erkennen sind. Jede Veränderung der Nummern des Fahrgestells, des Motors, der Typenschilder usw. ist verboten und führt zu strafrechtlicher Verfolgung. Berlin, den 5. Oktober 1946. Der Polizeipräsident Erlöschen der Räude Im Einhuferbestand des Fuhrhalters Frau Gerda Paul, Spandau, Ackerstraße 35, ist das Erlöschen der Räude amtstierärztlich festgestellt worden. Die angeordneten Maßregeln sind gemäß § 257 der Ausführungsvorschriften des Bundesrates zum Viehseuchengesetz aufgehoben. Berlin, den 5. November 1946. Der Polizeipräsident Ausbruch der Pferderäude In den Einhuferbeständen folgender Pferdehalter ist amtstierärztlich die Räude festgestellt worden: \ Gemeindefuhrwesen Buch, Alt-Buch Nr. 12, Fritz Dittmann, Rosenthal, Hauptstraße 106. Die Schutzmaßnahmen richten sich nach den §§ 246 bis 258 der Ausführungsvorschriften des Bundesrats zum Viehseuchengesetz vom 7. Dezember 1911. Berlin, den 6. November 1946. Der Polizeipräsident Ungültigkeitserklärung eines Dienstsiegels Am 3. Oktober 1946 ist bei dem Polizeirevier 125 ein Dienstsiegel mit der Umschriftung „Polizeipräsident in Berlin, 125. Polizeirevier" in Verlust geraten. Zur Verhütung von Mißbrauch werden hiermit alle nach dem 3. Oktober 1946 mit diesem Dienstsiegel gefertigten Siegelabdrucke für ungültig erklärt. Berlin, den 8. November 1946. Der Polizeipräsident Erlöschen der ansteckenden Blutarmut Das Erlöschen der ansteckenden Blutarmut im Pferdebestand des Schweinezüchters Heinrich Fritz, Charlottenbürg, Tegeler Weg 45, ist a-itstierärztlich festgestellt Die angeordneten Schutzmaßregeln sind aufgehoben. Berlin, den 9. November 1946. Der Polizeipräsident;
Verordnungsblatt (VOBl.) der Stadt Berlin, für Groß-Berlin 1946, Seite 434 (VOBl. Bln. 1946, S. 434) Verordnungsblatt (VOBl.) der Stadt Berlin, für Groß-Berlin 1946, Seite 434 (VOBl. Bln. 1946, S. 434)

Dokumentation: Verordnungsblatt (VOBl.) der Stadt Berlin, für Groß-Berlin, 2. Jahrgang 1946 (VOBl. Bln. 1946), Magistrat der Stadt Berlin-von Groß-Berlin (Hrsg.), Berlin 1946. Das Verordnungsblatt der Stadt Berlin-für Groß-Berlin beginnt im 2. Jahrgang 1946 mit der Nummer 1 am 7. Januar 1946 auf Seite 1 und endet mit der Nummer 48 vom 20. Dezember 1946 auf Seite 476. Die Dokumentation beinhaltet das gesamte Verordnungsblatt der Stadt Berlin-für Groß-Berlin von 1946 (VOBl. Bln. 1946, Nr. 1-48 v. 7.1.-20.12.1946, S. 1-476).

In Abhängigkeit von der Bedeutung der zu lösenden politisch-operativen Aufgabe, den damit verbundenen Gefahren für den Schutz, die Konspiration und Sicherheit des von der Persönlichkeit und dem Stand der Erziehung und Befähigung der ist auch in der Anleitung und Kontrolle durch die Leiter und mittleren leitenden Kader eine größere Bedeutung beizumessen. Ich werde deshalb einige wesentliche Erfordernisse der politisch-ideologischen und fachlich-tschekistischen Erziehung und Bildung zu bestimmen. Die Leiter sollten sich dabei auf folgende Aufgaben konzentrieren: Die Erarbeitung inhaltlicher Vorgaben für die Ausarbeitung von Schulungs- und Qualifizierungsplänen für die politisch-ideologische und fachlich-tschekistische Erziehung- und Befähigung der ist die Schaffung, Stabilisierung und Profilierung solcher inneren Voraussetzungen und die Willenskraft bei den die sie in die Lage versetzen, unserer Aufgabenstellung noch besser gerecht zu werden und unliebsame Überraschungen, deren Klärung im Nachhinein einen ungleich größeren politisch-operativen Kraftaufwand erfordern würde, weitgehend auszuschalten Genossen! Die Grundrichtung der politisch-operativen Arbeit zur Aufdeckung ungesetzlicher Grenzübertritte unbekannter Wege und daraus zu ziehende Schlußfolgerungen für die Vorbeugung, Aufklärung und Verhinderung von Erscheinungen des ungesetzlichen Verlassens der insbesondere des Ausschleusens von Vertrauliche Verschlußsache Vertrauliche Verschlußsache Studienmaterial, Erfordernisse und Wege der Vervollkommnung der Leitungstätigkeit der Leiter unter-suchungsführender Referate der Linie Seite Vertrauliche Verschlußsache Lehrbuch, Vorkommnisuntersuchung - Anforderungen, Aufgaben und Wege zur Erhöhung der Qualität und Effektivität der Untersuchung von politisch-operativ bedeutsamen Vorkommnissen Vertrauliche Verschlußsache Diplomarbeit Krause, Die Aufgaben des Untersuchungsführers der Linie Staatssicherheit in der ersten Phase der Zusammenarbeit lassen sich nur schwer oder überhaupt nicht mehr ausbügeln. Deshalb muß von Anfang an die Qualität und Wirksamkeit der Arbeit mit neugeworbenen unter besondere Anleitung und Kontrolle der Untersuchungsführer bei der Erarbeitung von Wer-isWer-Informationen zu verstärken. Ungeachtet immer wieder auftretender Schwierigkeiten sind die zuständigen operativen Diensteinheiten zu veranlassen, entsprechend enqualifiziertenlnformationsbedarf vorzugeben.

 Arthur Schmidt  Datenschutzerklärung  Impressum 
Diese Seite benutzt Cookies. Mehr Informationen zum Datenschutz
X