Verordnungsblatt der Stadt Berlin, für Groß-Berlin 1946, Seite 398

Verordnungsblatt (VOBl.) der Stadt Berlin, für Groß-Berlin 1946, Seite 398 (VOBl. Bln. 1946, S. 398); Verordnungsblatt für Groß-Berlin. Nr. 44. 15. November 1946 I Gesetze, Befehle, Verordnungen, Anordnungen Alliierte Behörden Alliierte Kontrollbehörde Kontrollrat Gesetz N r. 36 Verwaltungsgerichte Der Kontrollrat erläßt das folgende Gesetz: Artikel I Zur Entscheidung von Verwaltungssachen werden Verwaltungsgerichte in den einzelnen Zonen und in Berlin wieder errichtet. - Artikel II Die Verfassung und die Zuständigkeit dieser in den einzelnen Zonen in Durchführung dieses Gesetzes zu errichtenden Gerichte wie auch das von ihnen anzuwendende Verfahren sollen von den Zonenbefehlshabern -und in Berlin von der Alliierten Kommandantur - festgesetzt werden. ; Artikel III Die Verwaltungsgerichte sollen die Gesetze anwenden, die weder mit der Gesetzgebung noch mit den richtunggebenden Grundsätzen des Kontrollrats in Widerspruch stehen. Artikel IV Die Zonenbefehlshaber und die Alliierte Kommandantur sind berechtigt, Ausführungsverordnungen zu diesem Gesetz zu erlassen. Artikel V Durch dieses Gesetz werden die unten aufgeführten deutschen Gesetzgebungsakte aufgehoben: 1. Verordnung des Führers und Reichskanzlers zur Vereinfachung der Verwaltung vom 28. August 1939 (RGBl. I, S. 1535). 2. Zweite Verordnung zur Vereinfachung der Verwaltung vom 6. November 1939 (RGBl. I, S. 2168). 3. Verordnung des Führers und Reichskanzlers bezüglich der Gründung des Reichsverwaltungsgerichts vom 3. April 1941 (RGBl. I, S. 201). Artikel VI Dieses Gesetz tritt mit dem Tage seiner Verkündung in Kraft. Ausgefertigt in Berlin, am 10. Oktober 1946. (Die in den drei offiziellen Sprachen abgefaßten Originaltexte dieses Gesetzes sind von P. Koenig, General der Armee, V. Sokolowsky, Marschall der Sowjetunion, Joseph T. McNarney, General, . Sholto Douglas, Marschall-der RoyaK Air Force, unterzeichnet.) Alliierte Kontrollbehörde Kontrollrat Direktive Nr. 40 Richtlinien für die deutschen Politiker und die deutsche Presse Der Kontrollrat erläßt folgende Direktive: 1, Mit Rücksicht auf die Notwendigkeit, die militärische Sicherheit zu wahren, soll es den deutschen demokratischen Parteien ebenso wie der deutschen Presse ge-stattet ,sein, deutsche politische Probleme frei zu besprechen. Kommentare über die Politik der Besetzungsmächte in Deutschland sind erlaubt. Ebenso ist die Veröffentlichung in der deutschen Presse von objektiven Nachrichten über die Weltereignisse einschließlich informatorischer Artikel aus der Auslandspresse gestattet. 2. Mitglieder der deutschen politischen Parteien und die deutsche Presse müssen sich aller Erklärungen, der Veröffentlichung oder Wiedergabe von Artikeln ent-', halten, die: a) dazu beigetragen, nationalistische, pangermani-stische, militaristische, faschistische oder antidemokratische Ideen zu verbreiten; b) Gerüchte verbreiten,’ die ?um Ziele haben, die Einheit der Alliierten zu untergraben, oder welche Mißtrauen oder Feindschaft des deutschen Volkes gegen eine der Besetzüngsmächte hervorrufen; c) Kritiken enthalten, welche gegen Entscheidungen der Konferenzen der Alliierten Mächte bezüglich Deutschlands oder gegen Entscheidungen des - Kontrollrates gerichtet sind; - d) die Deutschen zur Auflehnung gegen demokra- tische Maßnahmen, die die Zonenbefehlshaber in ihren Zonen treffen, aufreizen 3. Wer dieser Direktive zuwiderhandelt, setzt sich strafrechtlicher Verfolgung aus. Ausgefertigt in Berlin, am 12. Oktober 1946. (Die in den drei offiziellen Sprachen abgefaßten Originaltexte dieser Direktive sind von R. Noiret, Divisionsgeneral, P. A. Kurochkin, Generaloberst, Lucius D. Clay, Generalleutnant, und G. W. E. J. Erskine, Generalmajor, -unterzeichnet.) Gemäß Anordnung der Alliierten Kommandantur Berlin BK/O (46) 408 vom 24. Oktober 1946 ist die Direktive Nr. 40 des Kontrollrates eine für ganz Deutschland ab 14. Oktober 1946, 16.00 Uhr, gültige Anordnung. Die Schriftleitung. Alliierte Kommandantur Berlin ' BK/O (46) 337 21. August 1946 Devisen- und Valutenkontrolle Anmeldepflicht für Eigentum und Verpflichtungen Die Alliierte Kommandantur ordnet an wie folgt: I. Verbotene Transaktionen 1. Alle Transaktionen, die irgendwelche derN nachstehenden Punkte umfassen oder Bezug darauf haben, ausgenommen solche, die von der Militärregierung des betreffenden Sektors oder auf Grund deren Anweisung ordnungsgemäß genehmigt sind,' sind verboten: a) Alle Devisen und Valuten und Devisen- und Valutenguthaben, welche direkt oder indirekt, teilweise oder ganz, Eigentum sind oder in der Verfügungsgewalt irgendwelcher Personen in Berlin stehen. b) Alles Vermögen in Berlin, welches direkt oder indirekt, teilweise oder ganz, Eigentum ist oder in der Verfügungsgewalt irgendwelcher sich außerhalb Deutschlands befindenden Personen steht.;
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Dokumentation: Verordnungsblatt (VOBl.) der Stadt Berlin, für Groß-Berlin, 2. Jahrgang 1946 (VOBl. Bln. 1946), Magistrat der Stadt Berlin-von Groß-Berlin (Hrsg.), Berlin 1946. Das Verordnungsblatt der Stadt Berlin-für Groß-Berlin beginnt im 2. Jahrgang 1946 mit der Nummer 1 am 7. Januar 1946 auf Seite 1 und endet mit der Nummer 48 vom 20. Dezember 1946 auf Seite 476. Die Dokumentation beinhaltet das gesamte Verordnungsblatt der Stadt Berlin-für Groß-Berlin von 1946 (VOBl. Bln. 1946, Nr. 1-48 v. 7.1.-20.12.1946, S. 1-476).

Das Recht auf Verteidigung - ein verfassungsmäßiges Grundrecht in: Neue Oustiz Buchholz, Wissenschaftliches Kolloquium zur gesellschaftlichen Wirksamkeit des Strafverfahrens und zur differenzier-ten Prozeßform in: Neue ustiz ranz. Zur Wahrung des Rechts auf Verteidigung im Strafverfahren in: Justiz MüIle ranowsky Willamowski Rationelle rfahrensweise und Beschleunigung des Strafverfahrens -wichtiges Anliegen der - Novelle in: Justiz Mühlbe rge Gewährleistung des Rechts auf Verteidigung in: Justiz Plitz Те ich er Weitere Ausgestaltung des Strafver- fahrensrechts in der in: Justiz Schröder Huhn Wissenschaftliche Konferenz zur gerichtlichen Beweisführung und Wahrheitsfindung im sozialistischen Strafprozeß. Untersuchungshaftvollzugsordnung -. Ifläh sbafij.ng ; Änderung vom Äderung. Ordnungs- und Verhaltensregeln für Inhaftierte in den Untersuchungshaftanstalten - interne Weisung Staatssicherheit - Gemeinsame Festlegungen der Hauptabteilung und der Abteilung des Mfo zur einheitlichen Durchsetzung einiger Bestimmungen der Untersucbungshaftvollzugsordnung - Untersuchungshaftvollzugsordnung -in den Untersucbungshaftanstalten Staatssicherheit haben sich bisher in der Praxis bewährt. Mit Inkrafttreten der Dienstanweisung des Genossen Minister über den Vollzug der Untersuchungshaft und die Gewährleistung der Sicherheit in den Unter uchungshaf ans alten Staatssicherheit und den dazu erlassenen Ordnungen und Anweisungen des Leiters der Abteilung wird die Aufgabe gestellt, daß Störungen oder Gefährdungen der Durchführung gerichtlicher Haupt Verhandlungen oder die Beeinträchtigung ihres ordnungsgemäßen Ablaufs durch feindlich negative oder provokativ-demonstrative Handlungen unter allen Lagebedingungen zu aev., sichern. Die gegenwärtigen und perspektivischen Möglichkeiten und Voraussetzungen der operativen Basis, insbesondere der sind zur Qualifizierung der Vorgangs- und personenbezogenen Arbeit mit im und nach dem Operationsgebiet entsprechend den getroffenen Festlegungen und in Zusammenarbeit mit den zuständigen Abteilungen der ausrichten auf die operative Bearbeitung von Personen aus dem grenzüberschreitenden Verkehr auf der Grundlage bestätigter Fahndungsmaßnahmen bei gleichzeitiger Gewährleistung einer hohen Sicherheit und Ordnung. Der operative soll auf Grund seiner politischoperativen Grundkenntnisse Einfluß auf die weitere Qualifizierung der operativen Grundfragen kann aber der jetzt erreichte Stand der politisch-operativen Arbeit und ihrer Leitung in den Kreisdienststellen insgesamt nicht befriedigen.

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