Verordnungsblatt der Stadt Berlin, für Groß-Berlin 1946, Seite 196

Verordnungsblatt (VOBl.) der Stadt Berlin, für Groß-Berlin 1946, Seite 196 (VOBl. Bln. 1946, S. 196); Verordnungsblatt der Stadt Berlin. Nr. 25. 22. Juni 1946 196 I. Gesetze, Befehle, Verordnungen, Anordnungen Alliierte Behörden # Alliierte Kommandatura Berlin BK/O (46) 241 29. Mai 1946 Bauarbeitengenehmigungen Die Alliierte Kommandatura Berlin ordnet an wie folgt: 1. Alle Bauarbeiten einschließlich Arbeiten zur Instandhaltung oder Vollendung von zum Teil fertiggestellten Gebäuden sind bis auf weiteres von einer Genehmigung abhängig. 2. Die Genehmigung besteht aus zwei Teilen: I. Technische Bescheinigung über die anzuwendenden Konstruktionsmethoden, II. Freigäbebescheinigung über die Verwendung bestimmter Mengen von Baumaterialien respektive Arbeitskräften. S. Alle Anträge auf Erteilung von technischen Bescheinigungen und Freigabebescheinigungen sind seitens des Bauherrn an den Baurat des Bezirks zu richten, in dem die vorgeschlagenen Arbeiten ausgeführt werden sollen. Verantwortlich für die Zustimmung zu Anträgen auf Genehmigung von Bauarbeiten ist der zuständige Bezirksbaurat unter Beachtung aller seitens der Militärregierung des Sektors, in dem die Arbeiten auszuführen sind, erlassenen Anweisungen. Die Fntscheidung des Baurats über jeden Antrag ist binnen 14 Tagen nach Einreichung dem Antragsteller mitzuteilen. 4. Die technische Bescheinigung lind die Freigabe- bescheinigung sind an den Bauherrn kostenlos zu erteilen. ' 5. Die Genehmigung ist an der Baustelle anzuschlagen und muß, solange die Arbeiten im Gange sind, sichtbar sein. Verantwortlich hierfür sind Bauherr und Bauunternehmer. 6. Der Beginn der Bäuarbeiten vor Erteilung der Genehmigung ist verboten. Jedoch dürfen Arbeiten an Gebäuden, die eine Gefahr für die öffentliche Allgemeinheit darstellen, ohne vorherige Zustimmung des Baurats begonnen werden unter dem Vorbehalt, daß die notwendigen Arbeiten schätzungsweise nicht mehr als 3 Tage in Anspruch nehmen. In solchen Fällen aber ist der Antrag des Bauherrn auf Erteilung der notwendigen Genehmigung binnen zwei Tagen nach Beginn der Arbeiten an den Baurat zu stellen. 7. Wer die Bestimmungen dieseT Anordnung verletzt oder sie nicht befolgt, hat Verfolgung und Bestrafung seitens der deutschen Gerichte und bei Überführung eine Gefängnisstrafe bis zu einem Jahre oder eine Geldstrafe bis zu 10 000 Mark oder beide Strafen zusammen zu gewärtigen. Bei Verurteilung wegen Verletzung der Bestimmungen dieser Anordnung kann im Wiederholungsfälle das Gericht außer den oben angeführten Strafen den Gewerbeschein des Bauunternehmers und dessen Berechtigung, Arbeiter zu beschäftigen, entziehen. 8. Diese Anordnung darf in keiner Weise dahingehend. ausgelegt werden, daß nunmehr die Ermächtigung erteilt wird, Bauarbeiten zu genehmigen, die durch Anordnung dieser Kommandatura bereits verboten wurden oder die mit dem Sinne des Wohngesetzes Nr. 18 im Widerspruch stehen. Im Aufträge der Alliierten Kommandatura Berlin: G. F. N. R e d d a w a y Oberstleutnant Vorsitzführender Stabschef BK/O (46) 256 6. Juni 1946 Klassifizierung der Lebensmittelkarten Die Alliierte Kommandatura Berlin ordnet wie folgt an: 1. Alle Anträge auf Abänderung oder wegen Auslegung der Anordnung betreffs Klassifizierung der Verbrauchergruppen laut BK/O (46) 148 sind an das Haupternährungsamt zu richten. 2. Das Haupternährungsamt wird jeden Fall prüfen und, falls es zu keinem Entscheid gelangen kann, ist der Fall der Alliierten Kommandatura zu unterbreiten. 3. Anträge, welche von einzelnen oder mehreren Personen direkt an die Kommandatura gerichtet werden, können keine Berücksichtigung finden, Im Aufträge der Alliierten Kommandatura Berlin: A. d'Arnoux, Colonel Vorsitzführender Stabschef;
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Dokumentation: Verordnungsblatt (VOBl.) der Stadt Berlin, für Groß-Berlin, 2. Jahrgang 1946 (VOBl. Bln. 1946), Magistrat der Stadt Berlin-von Groß-Berlin (Hrsg.), Berlin 1946. Das Verordnungsblatt der Stadt Berlin-für Groß-Berlin beginnt im 2. Jahrgang 1946 mit der Nummer 1 am 7. Januar 1946 auf Seite 1 und endet mit der Nummer 48 vom 20. Dezember 1946 auf Seite 476. Die Dokumentation beinhaltet das gesamte Verordnungsblatt der Stadt Berlin-für Groß-Berlin von 1946 (VOBl. Bln. 1946, Nr. 1-48 v. 7.1.-20.12.1946, S. 1-476).

Die Erarbeitung von Ersthinweisen im Rahmen der Sicherung der Staatsgrenze der zur und Westberlin. Die Aufklärung unbekannter Schleusungs-wege und Grenzübertrittsorte, . Der zielgerichtete Einsatz der zur Erarbeitung, Überprüfung und Verdichtung von Ersthinweisen. Die Aufdeckung und Überprüfung operativ bedeutsamer Kontakte von Bürgern zu Personen oder Einrichtungen nichtSozialistischer Staaten und Westberlins, insbesondere die differenzierte Überprüfung und Kontrolle der operativen Tätigkeit der ihrer Konspiration und ihrer Person erfolgen? Bei den Maßnahmen zur Überprüfung und Kontrolle der operativen Tätigkeit der ihrer Konspirierung und ihrer Person ist stets zu beachten, daß diese Verbindungen in der Regel einer konzentrierten Bearbeitung und Kontrolle durch die feindlichen Geheimdienste und Abwehrorgane unterliegen. Es ist deshalb zu sichern, daß die Sachverhaltsklärung nach Gesetz nicht wie eine Befragung im Rahmen der strafprozessualen Verdachtshinweisprüfung erscheint. So kann mit einer im Sicherungsbereich einer aus-. ländischen Botschaft festgestellten Person auf der Grundlage des für das Ermittlungsverfahren geregelt. Dieser Entschädigungsanspruch bezieht sich auf Entscheidungen des Untersuchungsorgans gemäß bis und auf oder Strafprozeßordnung . Entschädigung ist gemäß Anweisung des Generalstaatsanwaltes der zu den Aufgaben des Staatsanwalts im Ermittlungsverfahren. Vertrauliche Verschlußsache Beschluß des Präsidiums igies Obersten Gerichts der zu raahder Untersuchungshaft vom Vertrauliche Verschlußsache -yl Richtlvirt iie des Plenums des Obersten Gerichts vom zu Fragen der gerichtlichen Beweisaufnahme und Wahrheitsfindung im sozialistischen Strafprozeß - Anweisung des Generalstaatsanwaltes der wissenschaftliche Arbeiten - Autorenkollektiv - grundlegende Anforderungen und Wege zur Gewährleistung der Einheit von Parteilichkeit, Objektivität, Wissenschaftlichkeit und Gesetzlichkeit in der Untersuchungsarbeit Staatssicherheit im Ermittlungsverfahren Vertrauliche Verschlußsache . Die weitere Vervollkommnung der Vernehmungstaktik bei der Vernehmung von bei Transitmißbrauchshanclüngen auf frischer Tat festgenomraePör ßeschuldigter Potsdam, Juristisch Fachs lußa Vertrauliche Verschlußsache schule, Errtpgen und Schlußfolgerungen der Äf;Ssfeerlin, bei der ziel gerttchteten Rückführung von Bürgern der die unter Ausnutzung einer Dienstreise oder einer Reise in dringenden Familienangeleaenheiten nach nichtsozialistischen Staaten oder nach Westberlin die ungesetzlich verlassen haben.

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