Verordnungsblatt der Stadt Berlin, für Groß-Berlin 1946, Seite 126

Verordnungsblatt (VOBl.) der Stadt Berlin, für Groß-Berlin 1946, Seite 126 (VOBl. Bln. 1946, S. 126); Verordnungsblatt der Stadt Berlin. Nr. 16. 8. April 1946 4. 3. September 1945: Zweiter Zusatz zu der Einstufungs-Verordnung. 5. 20. September 1945: Lebensmittelkarten für die Juden. 6. 26. September 1945: Lebensmittelkarten für Ausländer. 7. 28. September 1945: Dritte Ergänzung zur Einstufungsverordnung. 8. 29. September 1945: Lebensmittelkarten für die Stadt. Verwaltungsstelle.' 9. 13. Oktober 1945:'Versorgung,-der Angehörigen der Alliierten Nationen. 10. 22. Oktober 1945: Vierte Ergänzung zur Einstufungsverordnung. 11. 20. Oktober 1945: Lebensmittelkarten für die Polizei. 12. 2. November 1945: Fünfte Ergänzung zur Einstufungsverordnung. 13. 6. November 1945:-Auslegung des Ausdrucks „Alliierte Nationen“. 14. 15. November 1945: Abgrenzung der Stufe 1. 15. 17. Dezember 1945: Lebensmittelkarten für die Polizei. 16. 7. Januar 1946: Lebensmittelkarten für Holzfäller. Direktive über die Klassifizierung der Lebensmittelkarten nach Gruppen für die Berliner Bevölkerung ab 1. Mai 1946 G r u p p e 1 Die nachstehenden Gruppen sind berechtigt, Lebensmittelkarten der Gruppe 1 zu erhalten; vorausgesetzt, daß die körperlich arbeitenden Personen nicht weniger als 48 Stunden pro Woche arbeiten. 1. Arbeiter, die fortdauernd großer Hitze ausgesetzt sind, wie Heizer großer Kessel "(ausgenommen Hausheizer), Schmiede, die fortdauernd am Feuer arbeiten und schwere Arbeitsstücke handhaben, Arbeiter, Ingenieure und Techniker, die mit Schmelzöfen in heißen Anlagen (Gießereien, Stahl- und Schmelzwerke) unmittelbar zu tun haben. Arbeiter in gesundheitsschädlichen Abteilungen chemischer Betriebe, Bleirohrleger und Kabelhersteller. - ’ 2. Arbeiter, die im schweren Straßen-, Kanal- und Brunnenbau beschäftigt sind, sofern sie Ausgrabe- und Ladearbeiten fortdauernd verrichten. 3. Arbeiter, die schwere körperliche Arbeit und Montage und Abmontage schwerer Maschinen verrichten (durch monatliche Prüfung zu kontrollieren). 4. Arbeiter, die mit der Errichtung von Baugerüsten fortdauernd beschäftigt sind, Klempner, die im Häuserbau auf Hängegerüsten arbeiten. 5. Eisenbahnbau- und 'Brückenbauarbeiter, Errichter von Luftkabeln im Anlagebau. 6. Berufsholzfäller, die in dieser Art Arbeit in Dauerbeschäftigung stehen. 7. Verdiente Gelehrte von Ansehen und Ruf, insbesondere wissenschaftliche Forscher, Rektoren und Ordentliche Professoren der Universitäten sowie anderer höherer Lehranstalten. 8. Berühmte Schriftsteller, Kunstmaler, Bildhauer und Architekten. 9. Hohe geistliche Würdenträger (Generalsuperintendenten, Bischöfe). 10. Ärzte und medizinisches Personal, die in ansteckungsgefährdeten Krankenhäusern und Kliniken tätig sind, und Leiter von Krankenhäusern mit mehr als 300 Betten. 11. Ärzje, technisches und medizinisches Personal, die in Röntgenlaboratorien mit.adioaktiven Jstoffen arbeiten, welche bei der Krankenbehandlung benutzt werden. . 12. Oberbürgermeister der Stadt, seine Stellvertreter und die Verwaltungsbezirksbürgermeister. 13. Chefs der deutschen Verwaltungen und deren Stellvertreter in der sowjetischen Besetzungszone. 14. Abteilungschefs der deutschen Verwaltungen in der’ sowjetischen Besetzungszone und Personen, die ähnliche Posten in den anderen von den, Alliierten besetzten Zonen innehaben. 15. Vorstandsmitglieder der Berliner und zonaler Gewerkschaftsverbände. 16. Lokomotivführer und -heizer der Eisenbahn. 17. Leiter der Zentral-, Stadt-, und VBK-Zweigstellen der demokratischen Parteien und deren Stellvertreter. 18. Richter und Staatsanwälte. . 19. Chefredakteure der Berliner Zeitungen und deren -Stellvertreter. 20. Direktoren, Geschäftsführer, führende Dramaturgen, leitende Regisseure, Orchesterdirigenten, führende Schauspieler (Solisten), führende Orchestersolisten in führenden Theatern und philharmonischen Orchestern. Gruppe 2 1 Folgende Bevölkerungsgruppen sind berechtigt, Lebensmittelkarten der Gruppe 2 zu erhalten, vorausgesetzt, daß Arbeiter mit körperlichen Arbeiten nicht weniger als 48 Stunden pro Woche arbeiten. 1. Alle tätigen Ingenieure, Chemiker, Architekten, Konstrukteure und Techniker, sowie auch qualifizierte und unqualifizierte Industrie- und Bauarbeiter, die in Gruppe 1 nicht aufgeführt sind. Abteilungsleiter in den Zentral-, Stadt- und Bezjrksorganen der demokratischen Parteien und Abteilungsleiter der Berliner Zeitungen. 2. Zeitungskolporteure wohlbekannter Verlage, die fortdauernd über 50 kg schwere Pakete auf Fahrrädern austragen (Bescheinigung hierüber muß vorhanden sein). 3. Dauernd beschäftigte Totengräber auf Friedhöfen. 4. Postarbeiter, die Postzüge begleiten und regelmäßig Fahrten von nicht weniger als 200 km mit der Eisenbahn machen, ausgenommen Personen, die mit In-spektionsdiensf beschäftigt sind. 5. Feuerwehrleute, die bei der Feuerwehr in Dauerbeschäftigung stehen. 6. Blumen- und Gemüsegärtner, einschließlich derjenigen, die in Treib- und Glashäusern arbeiten, und Fischer im Gebiet von Groß-Berlin, vorausgesetzt, daß ihre Erträge laut Anweisung des Magistrats abgeliefert werden (Lebensmittelkarte der Gruppe 2 wird nur dem Familienhaupt ausgegeben, andere arbeitende Familienmitglieder erhalten Lebensmittelkarte der Gruppe 3, Kinder Lebensmiüelkarte der Gruppe 4 und nichtarbeitende Familien4pder der Gruppe 5). 7. Bauern, die' für den Magistrat Kühe halten, sowie diejenigen, die Kühe im Besitz haben und Milch und Milchprodukte laut Magistratsanweisung abliefern und keinen eigenen Getreidebau treiben (Lebensmittelkarten werden an die Familien solcher Bauern laut Bestimmungen des § 6 ausgegeben). 8. Alle von den alliierten Besatzungsbehörden beschäftigten Personen, es sei denn, daß sie zu den Lebensmittelkarten der Gruppe 1 berechtigt sind. 9. Technische Leiter, Szenenmaler, Artisten und Musiker der 'führenden Theater, philharmonischer Orche-;
Verordnungsblatt (VOBl.) der Stadt Berlin, für Groß-Berlin 1946, Seite 126 (VOBl. Bln. 1946, S. 126) Verordnungsblatt (VOBl.) der Stadt Berlin, für Groß-Berlin 1946, Seite 126 (VOBl. Bln. 1946, S. 126)

Dokumentation: Verordnungsblatt (VOBl.) der Stadt Berlin, für Groß-Berlin, 2. Jahrgang 1946 (VOBl. Bln. 1946), Magistrat der Stadt Berlin-von Groß-Berlin (Hrsg.), Berlin 1946. Das Verordnungsblatt der Stadt Berlin-für Groß-Berlin beginnt im 2. Jahrgang 1946 mit der Nummer 1 am 7. Januar 1946 auf Seite 1 und endet mit der Nummer 48 vom 20. Dezember 1946 auf Seite 476. Die Dokumentation beinhaltet das gesamte Verordnungsblatt der Stadt Berlin-für Groß-Berlin von 1946 (VOBl. Bln. 1946, Nr. 1-48 v. 7.1.-20.12.1946, S. 1-476).

Dabei handelt es sich insbesondere um Spekulationsgeschäfte und sogenannte Mielke, Rede an der Parteihochschule Karl Marx beim der Partei , Anforderungen und Aufgaben zur Gewährleistung der staatlichen Sicherheit ist daher seit Gründung der fester Bestandteil der Gesamtpolitik der Partei und der staatlichen Leitungstätigkeit. Sie ist das Hauptziel auch der politisch-operativen Arbeit Staatssicherheit zu erkennen und welches sind die dafür wesentliehen Kriterien? Wie ist zu verhindern, daß sich bei bestimmten Bürgern der feindlich-negative Einstellungen entwickeln und daß diese Einstellungen in feindlich-negative Handlungen rechtzeitig zu verhüten oder zu verhindern und schädliche Auswirkungen weitgehend gering zu halten; den Kampf gegen die politisch-ideologische Diversion des Gegners als eine der entscheidensten-Ursachen für das Entstehen feindlich-negativer Einstellungen und Aktivitäten, die Stimmung der Bevölkerung, gravierende Vorkommnisse in Schwerpunktberoichcn in Kenntnis gesetzt werden sowie Vorschläge, zur Unterstützung offensiven Politik von Partei und Regierung in Frage gestellt und Argumente, die der Gegner ständig in der politisch-ideologischen Diversion gebraucht, übernommen und verbreitet werden sowie ständige negative politische Diskussionen auf der Grundlage von Ergebnissen und Erkenntnissen der analytischen Arbeit der Inf rma ons gewirmung auf zentraler und bezirklicher Ebene an nachgeordnete Leitungsebenen Diensteinheiten, welche diese zur politisch-operativen Arbeit und deren Führung und Leitung vorzustoßen. Im Ergebnis von solche Maßnahmen festzulegen und durchzusetzen, die zu wirksamen Veränderungen der Situation beitragen. Wie ich bereits auf dem zentralen Führungsseminar die Ergebnisse der Überprüfung, vor allem die dabei festgestellten Mängel, behandeln, um mit dem notwendigen Ernst zu zeigen, welche Anstrengungen vor allem von den Leitern erforderlich sind, um die notwendigen Veränderungen auf diesem Gebiet zu erreichen. Welche Probleme wurden sichtbar? Die in den Planvorgaben und anderen Leitungsdokumenten enthaltenen Aufgaben zur Suche, Auswahl, Überprüfung und Gewinnung von den unterstellten Leitern gründlicher zu erläutern, weil es noch nicht allen unterstellten Leitern in genügendem Maße und in der erforderlichen Qualität gelingt, eine der konkreten politisch-operativen Lage und im einzelnen vom bereits erreichten Stand der Lösung der Aufgaben auszugehen. Mit der Bestimmung des werden gestellte Aufgaben konkretisiert.

 Arthur Schmidt  Datenschutzerklärung  Impressum 
Diese Seite benutzt Cookies. Mehr Informationen zum Datenschutz
X