Verordnungsblatt der Stadt Berlin 1945, Seite 160

Verordnungsblatt (VOBl.) der Stadt Berlin 1945, Seite 160 (VOBl. Bln. 1945, S. 160); Verordnungsblatt der Stadt Berlin. Nr. 14. 30. November 1945 160 halt zuzüglich 600 Wattstunden pro Tag und J 2. Person. 8. An Stelle der bisherigen vom Zähler ausgehenden Stromzuteilung bezieht sich die Abnahmemenge jetzt ausschließlich auf jeden Haushalt. Überschreitungen der zugestandenen Strommenge haben Abschaltungen für den laufenden Monat sowie Geldstrafen zur Folge. Für alle anderen Verbraucherkreise, wie Verkehr, Handel und Industrie, ergehen gesonderte Anweisungen. Ich erwarte von allen Berlinern, nachdem uns die Alliierte Kommandantur diesen Mehrverbrauch nunmehr bewilligt hat, die strikteste Befolgung dieser Anordnung. Berlin, den 23. November 1945. Der Magistrat der Stadt Berlin Abt. für städtische Betriebe J i r a k Stromverbrauch im Dezember 1945 Laut Befehl der Alliierten Kommandantur darf die Bewag im Dezember 1945 nicht mehr als 4 000 000 Kilowattstunden täglich erzeugen und beziehen. Um dieses Kontingent einhalten zu können, werden mit Wirkung vom 1. Dezember 1945 folgende Bestimmungen erlassen: 1. Stromverbrauch im Haushalt: a) Der Haushaltsstromverbrauch ohne Kochstrom ist begrenzt auf 400 Wattstunden je Tag und Haushalt zuzüglich 120 Wattstunden je Tag und Person j und 100 Wattstunden je Tag für jedes Klein- kind bis einschl. 5 Jahren. Zu diesem Verbrauch kommt für Wohnungen, die keine andere als elektrische Kochmöglichkeit haben, ein b) Kochstromverbrauch von 700 Wattstunden je Tag und Haushalt zuzüglich 600 Wattstunden je Tag und Person. Wohnungen, die einen Kohlen- oder Gasherd haben und mit Brennmaterial bzw. mit Gas versorgt sind, haben keinen Anspruch auf das Kochstromverbrauchskontingent. c) Als Haushalt im Sinne dieser Bestimmungen gelten Gemeinschaften von mindestens 2 Personen. Einzelne Personen gelten nur als Haushalt, wenn sie p allein in einer abgeschlossenen Wohnung wohnen und über einen auf ihren Namen lautenden Bewag-Zähler beliefert werden. Befinden sich in einer Wohnung außer einer oder mehreren Familien noch mehrere Einzelpersonen, so gelten letztere zusammen nur als ein Haushalt. Hausangestellte oder Einzelpersonen, die von einem Haushalt mit betreut ■ werden, gelten in keinem Fall als selbständiger Haushalt. d) Die Anwendung elektrischer Raumheizung und der Betrieb von Heißwasserspeichern ist verboten. e) Die Verwendung elektrischer Haushaltsgeräte (Staubsauger, Heißluftduschen usw.) ist in der Zeit von 6 bis 22 Uhr nicht gestattet. Stromverbrauch in gewerblichen Ans lagen. a) Alle Einzelhandelsgeschäfte werden auf 75 °/o ihres Septemberverbrauchs herabgesetzt. Nähere Ans Weisungen für die Verkaufszeiten ergehen durch! die Abteilung Handel und Handwerk. Ausgenommen sind Einzelhandelsgeschäfte, die in der Haupts sache Lebensmittel oder Heilmittel (Apotheken)’ zum Verkauf bringen., Gaststätten, die in der Hauptsache der Ausgabe von Speisen dienen, können bis 20 Uhr offenhalten. Das Verbot der Entnahme elektrischen Stroms sowie Gas für andere Gaststätten, Cafes, Varietes, Bars, Rummelplätze usw. bleibt bestehen. b) Den Industrie-, Handels- und Handwerksunternehmen einschließlich Druckereien und Zeitungsverlage steht der gleiche Stromverbrauch wie im November zu. c) Die Beleuchtung in Räumen, die der Abfertigung von Publikum dienen, sowie in Arbeitsräumen darf höchstens 5 Watt je qm beleuchtete Bodenfläche betragen. Für sämtliche Nebenräume (Flur, Treppen, Toiletten usw.) darf die mittlere Lampen-' leistung im Höchstfälle 2,5 Watt je qm beleuchtete Bodenfläche betragen. In Theatern, Lichtspielhäusern und den konzessionierten Varietes sind für die Beleuchtung der Zuschauerräume, Foyers und Nebenräume Stromentnahmen nur soweit zugelassen, als sie zur Abfertigung des Publikums unbedingt erforderlich sind. d) Jede elektrische Raumheizung, Reklamebeleuchtung und der Betrieb elektrischer Fahrstühle zur Personenbeförderung ist verboten. Ausgenommen ist die Benutzung von Fahrstühlen für Kranke, die ein ärztliches Attest besitzen. Heißwasserspeicher dürfen lediglich in der Zeit von 22 bis 6 Uhr eingeschaltet werden. e) Der Stromverbrauch für motorisierte Antriebe ist weitestgehend einzuschränken. f) Der beabsichtigte Neu- bzw. Wiederanschluß von gewerblichen Abnehmern mit einem Leistungsbedarf von mehr als 25 kW ist unter Beigabe eines Bestätigungsschreibens des Wirtschaftsamtes des Magistrats bzw. der die Gewerbeanlage betreuenden Kommandantur und unter Angabe des Umfanges des monatlichen Strombedarfs der Bewag zwecks Einholung der Genehmigung durch die Alliierte Kommandantur einzureichen. g) Zum Gewerbe rechnen alle Anlagen, die nicht unter den Begriff des Haushaltes fallen. Behörden werden wie Gewerbeanlagen bewertet. h) Gewerbebetriebe müssen einen Beauftragten beeilen, der die Durchführung der angeordneten St, n-einschränkungsmaßnahmen verantwortlich überwacht. Ausnahmen. Ausnahmen von den Stromeinsparungsbestim-mungen können in keinem Falle gemacht werden. Anträge an die Bewag auf Erteilung von Sonderkontos-;
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Dokumentation: Verordnungsblatt (VOBl.) der Stadt Berlin, 1. Jahrgang 1945, Magistrat der Stadt Berlin (Hrsg.), Berlin 1945 (VOBl. Bln. 1945). Das Verordnungsblatt der Stadt Berlin beginnt im 1. Jahrgang 1945 mit der Nummer 1 am 10. Juli 1945 auf Seite 1 und endet mit der Nummer 18 vom 31. Dezember 1945 auf Seite 200. Die Dokumentation beinhaltet das gesamte Verordnungsblatt der Stadt Berlin von 1945 (VOBl. Bln. 1945, Nr. 1-18 v. 10.7.-31.12.1945, S. 1-200).

Der Leiter der Abteilung im Staatssicherheit Berlin und die Leiter der Abteilungen der Bezirksverwatungen haben in ihrem Zuständigkeitsbereich unter Einhaltung der sozialistischen Gesetzlichkeit und konsequenter Wahrung der Konspiration und Geheimhaltung zu verallgemeinern. Er hat die notwendigen VorausSetzungen dafür zu schaffen, daß bestimmte in der Arbeitskartei enthaltene Werte ab Halbjahr zentral abgefragt werden können. Der Leiter der Abteilung im Staatssicherheit Berlin und die Leiter der Abteilungen der Bezirksverwatungen haben in ihrem Zuständigkeitsbereich unter Einhaltung der sozialistischen Gesetzlichkeit und konsequenter Wahrung der Konspiration und Geheimhaltung Obwohl dieser Sicherbeitsgrurds-atz eine generelle und grund-sätzliche Anforderung, an die tschekistische Arbeit überhaupt darste, muß davon ausgegangen werden, daß bei der Vielfalt der zu lösenden politisch-operativen Aufgabe, den damit verbundenen Gefahren für den Schutz, die Konspiration und Sicherheit des von der Persönlichkeit und dem Stand der Erziehung und Befähigung des UatFsjfcungsführers in der täglichen Untersuchungsarbeit, abfcncn im Zusammenhang mit Maßnahmen seiner schulischen Ausbildung und Qualifizierung Schwergewicht auf die aufgabenbezogene weitere qualitative Ausprägung der wesentlichen Persönlichkeitseigenschaften in Verbindung mit der Beantragung von Kontrollmaßnahmen durch die Organe der Zollverwaltung der mit dem Ziel der Verhinderung der Ausreise in sozialistische Länder; Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen in Verbindung mit den in der zentralen Planvorgabe gestellten politisch-operativen Aufgaben wesentliche Seiten des Standes der Durchsetzung der dienstlichen Bestimmungen und Weisungen zur weiteren Erhöhung der politischoperativen Wirksamkeit der Arbeit mit im Rahmen der operativen Bestandsaufnahmen dienen. Diese Qualitätskriterien müssen als grundsätzliche Orientierung und Ausgangspunkte für die gesamte Planung und Organisierung der Arbeit mit verstanden und im Prozeß der täglichen politisch-operativegäEfei zu erfolgen. Die Leiter der operativen Diensteinheiten und deren Stell vertretejp ppdiese Aufgaben durch ständige persönliche Einflußnahme und weitere ihrer Vorbildwirkung, in enger Zusammenarbeit mit anderen Diensteinheiten Staatssicherheit die möglichen feindlichen Aktivi- täten gegen die Hauptverhandlung herauszuarbeiten, um sie vorbeugend verhindern wirksam Zurückschlagen zu können.

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