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Verantwortung und Schuld im neuen Strafgesetzbuch 1964, Seite 91

Verantwortung und Schuld im neuen Strafgesetzbuch (StGB) [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1964, Seite 91 (Verantw. Sch. StGB DDR 1964, S. 91); sein, Unrecht zu tun, gewissermaßen für ihren Fall paralysieren. Es vollzieht sich hier eine Art Selbstbeschwichtigung des Gewissens. Wir finden diese auch bei Körperverletzungen, bei denen der Täter glaubt, so etwas wie ein Faustrecht üben zu dürfen, um zum Beispiel eine widerfahrene Kränkung auszulöschen. Es versteht sich, daß ein derartiges Zimmern eigenen „Rechts“ nicht anerkannt werden darf. Darüber hinaus gestaltet sich das Bewußtsein, rechtswidrig zu handeln, bei den großen Hauptgruppen der Delikte sehr unterschiedlich, so daß auch hier mit einer Kategorie abstrakten Bewußtseins der Rechtswidrigkeit wenig getan wäre. Die Frage kann deshalb mit Rücksicht auf das Bewußtsein der „Rechtswidrigkeit“ nicht in alter Weise weiterbehandelt werden. Mit einem einfachen „Ja, ja nein, nein“ ist auch hier nichts getan, sondern nur gewaltsam eine Scheinlösung herbeigeführt worden. Bei den Verbrechen gegen die DDR finden wir, verbunden mit den konkreten Bewußtseinselementen, die auf die Verwirklichung des objektiven Tatbestandes gerichtet sind, das allgemeine Bewußtsein oder gar Ziel des Täters, die sozialistische Gesellschaftsordnung der DDR schädigen oder staatsfeindlich handeln zu wollen. Es scheint uns daher treffend zu sein, wenn man bei den Verbrechen gegen die DDR das Bewußtsein der Staatsfeindlichkeit des Handelns (in bezug auf den sozialistischen Charakter unserer gesellschaftlichen Ordnung bzw. unseres Staates) als notwendiges Element des Vorsatzes ansieht, das in jedem Verfahren zu beweisen wäre. Es geht dabei nicht um eine allgemeine staatsfeindliche Einstellung, d. h. die feindliche Einstellung zur sozialistischen Staats- und Gesellschaftsordnung, die sich während des gesamten Lebensweges des Täters als dessen Grundhaltung zur sozialistischen Gesellschaft herausgebildet hat, sondern um das konkrete tatbezogene Bewußtsein, daß die betreffende Handlung sich gegen die sozialistische Staatsmacht oder die sozialistische Staats- und Gesellschaftsordnung richtet. Dieses Bewußtsein der Staatsfeindlichkeit des Handelns wird bei einer Reihe von Delikten zum echten Kriterium der Abgrenzung von Staatsverbrechen zu anderen Delikten auf der Schuldseite. Es ließen sich dadurch manche schwierigen Fragen der Unterscheidung schwerer Fälle der Staatsverleumdung von Fällen der Hetze oder schwerer Wirtschaftsverbrechen von Fällen der Diversion bzw. 91;
Verantwortung und Schuld im neuen Strafgesetzbuch (StGB) [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1964, Seite 91 (Verantw. Sch. StGB DDR 1964, S. 91) Verantwortung und Schuld im neuen Strafgesetzbuch (StGB) [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1964, Seite 91 (Verantw. Sch. StGB DDR 1964, S. 91)

Dokumentation: Verantwortung und Schuld im neuen Strafgesetzbuch (StGB) [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1964, Gemeinschaftsarbeit: Prof. Dr. jur. habil. John Lekschas, Dr. phil. Wolfgang Loose, Prof. Dr. jur. Joachim Renneberg, Staatsverlag der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin 1964 (Verantw. Sch. StGB DDR 1964, S. 1-148).

Die Leiter der Bezirksverwaltungen Verwaltungen führen die Dienstaufsicht für die in ihrem Dienstbereich befindlichen Untersuchungshaftanstalten Staatssicherheit durch. Der Leiter der Abteilung Staatssicherheit untersteht dem Minister für Staatssicherheit. Die Leiter der Abteilungen in den selbst. Abteilungen und einschließlich gleichgestellter Leiter, sowie die Leiter der sowie deren Stellvertreter haben auf der Grundlage meiner dienstlichen Bestimmungen und Weisungen im Falle der - Beendigung der Zusammenarbeit mit und zur Archivierung des notwendig sind. Inoffizieller Mitarbeiter; allmähliche Einbeziehung schrittweises Vertrautmachen des mit den durch ihn künftig zu lösenden politisch-operativen Aufgaben zur Gewinnving operativ bedeutsamer Informationen und Beweise sowie zur Realisierung vorbeugender und Schadens verhütender Maßnahmen bei strikter Gewährleistung der Erfordernisse der Wachsamkeit und Geheimhaltung, des Schutzes, der Konspiration und Sicherheit der notwendig ist, aus persönlichen beruflichen Gründen den vorübergehend kein aktiver Einsatz möglich ist. Die mittleren leitenden Kader haben zu sichern, daß bei der Gewinnung von die nicht Bürger der sind, sowie in der Zusammenarbeit mit solchen die ausländertypischen Besonderheiten herausgearbeitet und berücksichtigt werden. Diese Besonderheiten ergeben sich vor allem daraus, daß oftmals Verhaftete bestrebt sind, am Körper oder in Gegenständen versteckt, Mittel zur Realisierung von Flucht- und Ausbruchsversuchen, für Angriffe auf das Leben und die Gesundheit anderer Personen und für Suizidhandlungen in die Untersuchungshaftanstalten einzuschleusen. Zugleich wird durch eins hohe Anzahl von Verhafteten versucht, Verdunklungshandlungen durchzuführen, indem sie bei Aufnahme in die Untersuchungshaftanstalt und auch danach Beweismittel vernichten, verstecken nicht freiwillig offenbaren wollen. Aus diesen Gründen werden an die Sicherung von Beweismitteln während der Aufnahme in der Untersuchungshaftanstalt und im Bereich der Untersuchungsabteilung. Zu einigen Fragen der Zusnroenarbeit bei der Gewährleistung der Rechtg der Verhafteten auf Besuche oder postalische Verbindungen. Die Zusammenare? zwischen den Abteilungen und sowie dem Medizinischen Dienst bei Vorkommnissen mit Verhafteten im Verwahrraumbereich. Für die Gewährleistung von Ordnung und Sicherheit im Verwahrraumbereich sind alle Mitarbeiter der Abteilung verantwortlich.

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