Innen

Verantwortung und Schuld im neuen Strafgesetzbuch 1964, Seite 83

Verantwortung und Schuld im neuen Strafgesetzbuch (StGB) [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1964, Seite 83 (Verantw. Sch. StGB DDR 1964, S. 83); zum Handeln, weil er annimmt, daß die als möglich vorausgesehenen Folgen nicht eintreten werden. Der „tollkühne“ Kraftfahrer z. B., der sich bewußt für einen gefährlichen Überholungsvorgang entscheidet und dabei auch die Gefahr des Zusammenstoßes erkennt, entscheidet sich letztlich nur deshalb zum Überholen, weil er damit rechnet, den Überholungsvorgang noch rechtzeitig abzuschließen. Er hat den Unfall, wenn es dazu kommt, nur bewußt fahrlässig herbeigeführt. Beim bedingten Vorsatz dagegen wird die Entscheidung zu dem Verhalten auch unter der Bedingung getroffen, daß die vorausgesehenen Nebenfolgen eintreten sollten. Diesen Sachverhalt gilt es in der Definition richtig zum Ausdruck zu bringen. Es wird hierzu der nachfolgende Vorschlag unterbreitet: Vorsätzlich handelt auch, wer zwar die Verwirklichung der im gesetzlichen Tatbestand bezeichneten Tat nicht anstrebt, sich jedoch bewußt damit abgefunden hat, daß er mit seinem Handeln die Tat verwirklichen könnte. Von den Fällen gewöhnlichen vorsätzlichen Verschuldens heben sich die Affekthandlungen ab, die zwar vorsätzlichen Taten ähnlich sind, aber dennoch eine Reihe gewichtiger Besonderheiten aufweisen, daß es nicht abgängig ist, sie ohne weiteres als vorsätzlich begangene Handlungen zu bezeichnen. Es fallen unter diesen Begriff z. B. Handlungen, die in der Umgangssprache als in blindwütigem Zorn begangene bezeichnet werden. Einen Fall solcher Handlungen beschreibt § 213 StGB als den sogenannten Affektmord. Solche Handlungen gibt es aber auch bei Beleidigungen oder bei Körperverletzungen im Gefolge von Beleidigungen oder auch bei Körperverletzungen, bei denen sich der Täter durch Alkoholgenuß in einen geplanten Affekt hineinversetzt hat. Affekthandlungen sind vielfach auch bei Staatsverleumdungen beobachtet worden, bei denen sich der Täter in einer den Staat verächtlich machenden rechtswidrigen Weise einem berechtigten, öfter aber auch objektiv unberechtigten „Ärger“ über die Tätigkeit von Staatsorganen oder Funktionären des Staates „Luft“ macht. Wir finden den Affekt ferner noch in Angstzuständen, in denen die affektiv begangene Tat als eine Art Verzweiflungstat erscheint. Besondere gesetzliche Anerkennung hat dieses Verhalten bei der Überschreitung der Grenzen der Notwehr gefunden. Gerade solche Verzweiflungstaten 6 83;
Verantwortung und Schuld im neuen Strafgesetzbuch (StGB) [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1964, Seite 83 (Verantw. Sch. StGB DDR 1964, S. 83) Verantwortung und Schuld im neuen Strafgesetzbuch (StGB) [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1964, Seite 83 (Verantw. Sch. StGB DDR 1964, S. 83)

Dokumentation: Verantwortung und Schuld im neuen Strafgesetzbuch (StGB) [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1964, Gemeinschaftsarbeit: Prof. Dr. jur. habil. John Lekschas, Dr. phil. Wolfgang Loose, Prof. Dr. jur. Joachim Renneberg, Staatsverlag der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin 1964 (Verantw. Sch. StGB DDR 1964, S. 1-148).

Die Organisierung und Durchführung einer planmäßigen, zielgerichteten und perspektivisch orientierten Suche und Auswahl qualifizierter Kandidaten Studienmaterial Vertrauliche Verschlußsache Staatssicherheit - Grundfragen der weiteren Erhöhung der Effektivität der und Arbeit bei der Aufklärung und Bearbeitung von Vorkommnissen im sozialistischen Ausland, an denen jugendliche Bürger der beteiligt ind Anforderungen an die Gestaltung einer wirk- samen Öffentlichkeitsarbeit der Linio Untersuchung zur vorbeugenden Verhinderung von Entweichungen geschaffen. Das Wesen der politisch-operativen Hauptaufgabe der Linie. Die politisch-operative Hauptaufgabe der Linie besteht darin, unter konsequenter Einhaltung der sozialistischen Gesetzlichkeit einen den Erfordernissen des jeweiligen Strafverfahrens entsprechenden politisch-operativen Untersuchungshaft Vollzug durchzuführen, insbesondere durch die sichere Verwahrung feindlich-negativer Kräfte und anderer einer Straftat dringend verdächtiger Personen einen wesentlichen Beitrag zur Lösung der Aufgaben des Strafverfahrens zu leisten und auf der Grundlage der dienstlichen Bestimmungen und unter Berücksichtigung der politisch-operativen Lagebedingungen ständig eine hohe Sicherheit und Ordnung in den Untersuchungshaftanstalten und Dienst- Objekten zu gewährleisten Unter Berücksichtigung des Themas der Diplomarbeit werden aus dieser Hauptaufgabe besonders die Gesichtspunkte der sicheren Verwahrung der Inhaftlerten Ausgehend vom Charakter und Zweck des Untersuchungshaft-Vollzuges besteht wie bereits teilweise schon dargelegt, die Hauptaufgabe der Linie darin, unter konsequenter Einhaltung der sozialistischen setzliehkeit einen den Erfordernissen des jeweiligen Strafverfahrens entsprechenden Untersuchungshaftvollzug durchzuführen. Er hat insbesondere - die sichere Verwahrung, die Unterbringung, die Versorgung und medizinische Betreuung der Verhafteten, die Sicherheit und Ordnung während des Vollzugsprozesses sowie gegen Objekte und Einrichtungen der Abteilung gerichteten feindlichen Handlungen der Beschuldigten oder Angeklagten und feindlich-negative Aktivitäten anderer Personen vorbeugend zu verhindern, rechtzeitig zu erkennen und zu verhüten zu verhindern, Ein erfolgreiches Verhüten liegt dann vor, wenn es gelingt, das Entstehen feindlich-negativer Einstellungen das Umschlagen feindlich-negativer Einstellungen in feindlich-negative Handlungen zu unterbinden.

 Arthur Schmidt  Datenschutzerklärung  Impressum 
Diese Seite benutzt Cookies. Mehr Informationen zum Datenschutz
X