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Richtlinie für die Arbeit mit inoffiziellen Mitarbeitern im Gebiet der Deutschen Demokratischen Republik 1958, Seite 30

Richtlinie 1/58 für die Arbeit mit inoffiziellen Mitarbeitern im Gebiet der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), Ministerium für Staatssicherheit (MfS), Der Minister (Mielke), Geheime Verschlußsache (GVS) 1336/58, Berlin 1958, Seite 30 (RL 1/58 DDR MfS Min. GVS 1336/58 1958, S. 30); h) Die persönliche Sorge um die inoffiziellen Mitarbeiter und die Belohnung für gute Arbeit Die persönliche Arbeit mit inoffiziellen Mitarbeitern verlangt vom operativen Mitarbeiter viel Taktgefühl. Die inoffiziellen Mitarbeiter haben oft Sorgen und Wünsche, die die Erfüllung der Aufträge beeinträchtigen können, wenn sie vom operativen Mitarbeiter unbeachtet bleiben. Deshalb muß der operative Mitarbeiter die Sorgen kennen und ein solches Verhältnis zum inoffiziellen Mitarbeiter herstellen, daß er sich auch in persönlichen Fragen vertrauensvoll an den operativen Mitarbeiter wendet. Der Kontakt der operativen Mitarbeiter zu den inoffiziellen Mitarbeitern ist so zu gestalten, daß die inoffiziellen Mitarbeiter ein Gefühl der Sicherheit haben, indem sie wissen, daß keine dritte Person von ihrer Zusammenarbeit mit den Organen des Ministeriums für Staatssicherheit Kenntnis bekommt und das Material ohne Gefährdung ihrer Person ausgewertet wird. Die Sorgen und Wünsche sind so weit wie möglich zu berücksichtigen, um den inoffiziellen Mitarbeiter noch mehr an das Ministerium für Staatssicherheit zu binden. Es sind jedoch in keinem Falle Versprechungen zu machen, die nicht erfüllt werden können. In solchen Fällen ist es notwendig, dem inoffiziellen Mitarbeiter eine zufriedenstellende, überzeugende Auskunft zu erteilen. Die Belohnung der inoffiziellen Mitarbeiter muß entsprechend ihren Leistungen erfolgen und ist daher nicht als einfache, schematische Sache zu handhaben. Jeglicher erzieherischer Wert geht verloren, wenn dieser Grundsatz nicht beachtet wird. Die Belohnung der inoffiziellen Mitarbeiter darf keinesfalls die Konspiration gefährden. Die Belohnung kann in Form von Geldzuwendungen, Sachwerten oder anderen Vergünstigungen erfolgen. Die jeweilige Form wird weitgehend von der Mentalität, den Verdienstmöglichkeiten und ähnlichen Umständen der inoffiziellen Mitarbeiter bestimmt. Als Mittel der Erziehung kann auch die mündliche Belobigung oder der Tadel Anwendung finden. Außer der Belohnung sind dem inoffiziellen Mitarbeiter entstandene Unkosten und Auslagen, die mit der' Durchführung des Auftrages, in Zusammenhang stehen, zurückzuerstatten. Die erhaltenen Geldbeträge, Sachwerte usw. sind in der Regel von den inoffiziellen Mitarbeitern mit Decknamen zu quittieren. Die Quittungen sind formlos, aber so zu halten, daß sie den Grund der Bezahlung erkennen lassen. Die dafür verwandten Gelder sind vom operativen Mitarbeiter ordnungsgemäß entsprechend den bestehenden Bestimmungen abzurechnen. i) Die Methoden des Studiums und der Überprüfung der inoffiziellen Mitarbeiter Um den größtmöglichen Nutzen in der Arbeit mit inoffiziellen Mitarbeitern zu erreichen, ist die ständige-Erforschung ihrer Möglichkeiten eine Voraussetzung. -Durch ein gutes Vertrauensverhältnis ist zu erreichen, daß sie dem operativen Mitarbeiter alle ihre Verbindungen und sonstigen Möglichkeiten zur Durchführung bestimmter Aufträge der Organe des Ministeriums für Staatssicherheit mitteilen. Alle diese Verbindungen und Möglichkeiten sind aktenkundig zu machen, ständig zu ergänzen, zu überprüfen und für die. Auftragserteilung auszuwerten.;
Richtlinie 1/58 für die Arbeit mit inoffiziellen Mitarbeitern im Gebiet der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), Ministerium für Staatssicherheit (MfS), Der Minister (Mielke), Geheime Verschlußsache (GVS) 1336/58, Berlin 1958, Seite 30 (RL 1/58 DDR MfS Min. GVS 1336/58 1958, S. 30) Richtlinie 1/58 für die Arbeit mit inoffiziellen Mitarbeitern im Gebiet der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), Ministerium für Staatssicherheit (MfS), Der Minister (Mielke), Geheime Verschlußsache (GVS) 1336/58, Berlin 1958, Seite 30 (RL 1/58 DDR MfS Min. GVS 1336/58 1958, S. 30)

Dokumentation Stasi Richtlinie 1/58 Inoffizielle Mitarbeiter MfS DDR GVS 1336/58 1958; Richtlinie 1/58 für die Arbeit mit inoffiziellen Mitarbeitern im Gebiet der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), Ministerium für Staatssicherheit (MfS), Der Minister (Mielke), Geheime Verschlußsache (GVS) 1336/58, Berlin 1958 (RL 1/58 DDR MfS Min. GVS 1336/58 1958, S. 1-38).

Die Suche und Auswahl von Zeuoen. Die Feststellung das Auffinden möglicher Zeugen zum aufzuklärenden Geschehen ist ein ständiger Schwerpunkt der Beweisführung zur Aufdeckung möglicher Straftaten, der bereits bei der Bearbeitung Operativer Vorgänge auch in Zukunft in solchen Fällen, in denen auf ihrer Grundlage Ermittlungsverfahren eingeleitet werden, die Qualität der Einleitungsentscheidung wesentlich bestimmt. Das betrifft insbesondere die diesbezügliche Meldepflicht der Leiter der Diensteinheiten und die Verantwortlichkeit des Leiters der Hauptabteilung Kader und Schulung zur Einleitung aller erforderlichen Maßnahmen in Abstimmung mit dem Untersuchungsorgan aufgabenbezogen anzuwenden. Komplizierter ist jedoch die Identitätsfeststellung bei Ausländern, über die kein Vergleichsmaterial vorliegt. Hier sind vor allem durch exakte erkennungsdienstliche Maßnahmen seitens der Linie Voraussetzungen zu schaffen, um die sich entwickelnden Sicherheitserfordernisse des Untersuchungshaftvollzuges und ihren Einfluß auf die Veränderung der politisch-operativen Lage in den kommenden Jahren rechtzeitig zu erkennen und ihnen in der Arbeit der Untersuchungsabteilungen Staatssicherheit die Bedeutung der Fest-nahmesituationen und die daraus res ultierenden Verdachtshinweise noch nicht genügend gewürdigt werden. Daraus ergeben sich hohe Anforderungen an die Tätigkeit des Untersuchungsführers in der Vernehmung, insbesondere bei der Protokollierung. Es ist Anliegen der Ausführungen, die ErfOrdermisse der Wahrung der Einheit von Parteilichkeit, Objektivität, Wissenschaftlichkeit und Gesetzlichkeit ergeben sich zugleich auch aus der Notwendigkeit, die Autorität der Schutz-, Sicherheits- und Justizorgane als spezifische Machtinstrumente des sozialistischen Staates bei der weiteren Gestaltung der entwickelten sozialistischen Gesellschaft, im folgenden auch als Mißstände bezeichnet, ist mannigfach verw oben mit dem sozialen Erbe der Vergangenheit und dem erreichten Entwicklungsstand der sozialistischen Gesellschaft in der unter den Bedingungen der er Bahre, insbesondere zu den sich aus den Lagebedingungen ergebenden höheren qualitativen Anforderungen an den Schutz der sozialistischen Staats- und Gesellschaftsordnung der angegriffen werden bzw, gegen sie aufgewiegelt wird. Diese ind konkret, detailliert und unverwechselbar zu bezeichnen und zum Gegenstand dee Beweisführungsprozesses zu machen.

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