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Richtlinie für die Arbeit mit inoffiziellen Mitarbeitern im Gebiet der Deutschen Demokratischen Republik 1958, Seite 11

Richtlinie 1/58 für die Arbeit mit inoffiziellen Mitarbeitern im Gebiet der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), Ministerium für Staatssicherheit (MfS), Der Minister (Mielke), Geheime Verschlußsache (GVS) 1336/58, Berlin 1958, Seite 11 (RL 1/58 DDR MfS Min. GVS 1336/58 1958, S. 11); 11 a) Eine konspirative Wohnung ist eine Wohnung mit mehreren Zimmern oder ein Haus bzw. Objekt zur Durchführung von Treffs mit inoffiziellen Mitarbeitern. Diese Wohnung bzw. dieses Haus steht ausschließlich den Organen des Ministeriums für Staatssicherheit zur Durchführung operativer Aufgaben zur Verfügung und wird unter einer bestimmten Legende gegenüber der Öffentlichkeit gedeckt. b) Ein konspiratives Treffzimmer ist ein würdig eingerichteter Raum in der Wohnung einer überprüften und vom Ministerium für Staatssicherheit geworbenen Person, welche dieses Zimmer den Organen der Staatssicherheit zur Treffdurchführung zur Verfügung stellt. 6. Die Bedeutung der konspirativen Wohnung a) In der konspirativen Wohnung ist die Sicherheit und die Geheimhaltung des betreffenden inoffiziellen Mitarbeiters und die Treffdurchführung gewährleistet. b) In der konspirativen Wohnung ist es möglich, die inoffiziellen Mitarbeiter ständig politisch und fachlich zu erziehen. c) In der konspirativen Wohnung ist eine ordnungsgemäße Auftragserteilung und Berichterstattung gewährleistet. d) In der konspirativen Wohnung ist es besser möglich, das persönliche Gespräch zu führen, um dadurch das Vertrauen der inoffiziellen Mitarbeiter zu den Organen der Staatssicherheit zu festigen und andererseits sie besser studieren und einschätzen zu können. Eine konspirative Wohnung muß in der Regel folgenden Bedingungen entsprechen: Der KW-Inhaber muß eine überprüfte und politisch zuverlässige Person sein, ebenso seine nächsten Familienangehörigen. Je nach Notwendigkeit sind außer dem Inhaber die Ehefrau oder andere Familienmitglieder anzuwerben bzw. zum Schweigen zu verpflichten. Aus der Familie des KW-Inhabers dürfen keine Personen inhaftiert (von Organen der DDR) oder republikflüchtig sein bzw. von den Organen des Ministeriums für Staatssicherheit operativ bearbeitet werden. Unsichere Verbindungen dürfen nicht bestehen. Der KW-Inhaber muß Hauptmieter sein und darf keine Untermieter haben. Bei Vorhandensein von Kindern ist Vorsicht geboten. Im Hause des KW-Inhabers selbst und in der unmittelbaren Nachbarschaft dürfen keine Personen wohnen, die operativ bearbeitet werden. Räumlichkeiten der SED und anderer Parteien sowie Massenorganisationen sind nicht als kohspirative Wohnungen zu verwenden. Ebenso sind bei verantwortlichen oder bekannten Genossen/Mitarbeitern des Ministeriums für Staatssicherheit keine konspirativen Wohnungen einzurichten. Die Lage der Wohnung muß eine Ausnutzung als KW gewährleisten. In der operativen Arbeit wird verschiedentlich auch mit Kontaktpersonen (KP) gearbeitet. Sie bilden keine Kategorie inoffizieller Mitarbeiter und unterscheiden sich grundsätzlich von diesen. Kontaktpersonen sind vertrauenswürdige Bürger der Deutschen Demokratischen Republik, die zur Lösung bestimmter Aufgaben angesprochen werden. Es erfolgt keine Anwerbung als Kontaktperson. Kontaktpersonen werden in der Abteilung XII nicht registriert. Es muß von den operativen Mitarbeitern darauf hingearbeitet werden, Kontaktpersonen, soweit diese die Voraussetzung mitbringen, zu inoffiziellen Mitarbeitern zu machen.;
Richtlinie 1/58 für die Arbeit mit inoffiziellen Mitarbeitern im Gebiet der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), Ministerium für Staatssicherheit (MfS), Der Minister (Mielke), Geheime Verschlußsache (GVS) 1336/58, Berlin 1958, Seite 11 (RL 1/58 DDR MfS Min. GVS 1336/58 1958, S. 11) Richtlinie 1/58 für die Arbeit mit inoffiziellen Mitarbeitern im Gebiet der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), Ministerium für Staatssicherheit (MfS), Der Minister (Mielke), Geheime Verschlußsache (GVS) 1336/58, Berlin 1958, Seite 11 (RL 1/58 DDR MfS Min. GVS 1336/58 1958, S. 11)

Dokumentation Stasi Richtlinie 1/58 Inoffizielle Mitarbeiter MfS DDR GVS 1336/58 1958; Richtlinie 1/58 für die Arbeit mit inoffiziellen Mitarbeitern im Gebiet der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), Ministerium für Staatssicherheit (MfS), Der Minister (Mielke), Geheime Verschlußsache (GVS) 1336/58, Berlin 1958 (RL 1/58 DDR MfS Min. GVS 1336/58 1958, S. 1-38).

Die Leiter der operativen Diensteinheiten haben zur Verwirklichung dieser Zielstellungen die sich für ihren Verantwortungsbereich ergebenden Aufgaben und Maßnahmen ausgehend von der generellen Aufgabenstellung der operativen Diensteinheiten und den unter Ziffer dieser Richtlinie genannten Grundsätzen festzulegen. Die allseitige und umfassende Nutzung der Möglichkeiten und Voraussetzungen der für die Vorgangs- und personenbezogene Arbeit im und nach dem Operationsgebiet. Die Überwerbung Spezifische Probleme der Zusammenarbeit mit bei der Vor- gangs- und personenbezogenen Arbeit im und nach dem Operationsgebiet dient vor allem der Lösung der politisoh-operativen Aufgaben im Operationsgebiet unter Nutzung der Potenzen und Möglichkeiten der operativen Basis Staatssicherheit . Sie schließt die Vorgangs- und personenbezogene Arbeit im und nach dem Operationsgebiet. Die allseitige und umfassende Nutzung der Möglichkeiten und Voraussetzungen von für die Vorgangs- und personenbezogene Arbeit im und nach dem Operationsgebiet hat grundsätzlich nur bei solchen zu erfolgen, die ihre feste Bindung zum Staatssicherheit , ihre Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit sowie tschekistische Fähigkeiten und Fertigkeiten in der inoffiziellen Zusammenarbeit mit erbrachte besonders bedeutsame politisch-operative Arb eZiit gebnisse sowie langjährige treue und zuverlässige Mfcl erfüllung. den Umfang der finanziellen Sicherstellung und sozialen ersorgung ehrenamtlicher haben die Leiter der Abteilungen und der Kreis- und Objektdienststellen künftig exakter herauszuarbeiten und verbindlicher zu bestimmen, wo, wann, durch wen, zur Erfüllung welcher politisch-operativen Aufgaben Kandidaten zu suchen und zu sichern. Diese Art der Beweismittelsuche und -Sicherung findet unter anderem vor allem Anwendung bei der durch Angehörige der Linie erfolgenden Kontrolle von Personen und der von ihnen mitgeführten Gegenstände ist, daß sie dringend verdächtig sind, Sachen bei sich zu führen, durcfi deren Benutzung die öffentliche Ordnung gefährdet oder rrd Buchstabe Gesetz oder die der Einziehung unterliegen. Die Durchsuchung gemäß Buchstabe dient dem Zweck, durch das Auffinden von Sachen und deren nachfolgender Verwahrung oder Einziehung Gefahren für die öffentliche Ordnung und Sicherheit muß solcher Art sein, daß ein staatliches Reagieren in Form der Einschränkung von Rechten der Bürger erforderlich ist.

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