Protokoll der Verhandlungen des Ⅳ. Parteitages der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands 1954, Seite 434

Protokoll der Verhandlungen des Ⅳ. Parteitages der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Seite 434; mehr, daß ihre Positionen auf dem Lande endgültig verlorengehen. Deshalb versuchen sie in den volkseigenen Gütern, die die Stützpunkte auf dem Lande sind, in verstärktem Maße ihre Agenten- und Sabotagetätigkeit zu betreiben. Ihr Ziel ist weiterhin, das Bündnis der Arbeiterklasse mit der werktätigen Bauernschaft zu stören und die werktätigen Bauern in Widerspruch zur Partei und zur Regierung zu bringen. Das zeigte sich auch im Volkseigenen Gut Polßen, wo sich eine Agentengruppe gesammelt hatte, die unter Führung des ehemaligen Betriebsleiters Golz ihr Unwesen trieb. Golz sammelte ehemalige faschistische Offiziere, Inspektoren der alten junkerlichen Güter undrias-hörige Elemente um sich. Weiterhin verstand er es, großbäuerliche Elemente, deren Betriebe devastiert waren, in die Leitung des Gutes einzuschmuggeln und so von dort aus planmäßig Zersetzungsarbeit zu betreiben. Diese Verbrecher haben es verstanden, unsere Arbeiter über den wirklichen Charakter unserer volkseigenen Güter und darüber hinaus über die Verordnungen und Gesetze von Partei und Regierung zu täuschen. Diese Elemente verstanden es, einzelne Parteifunktionäre zu beeinflussen und die Genossen gegenseitig auszuspielen. Wenn ein Genosse kritisierte, so wurde er unmöglich gemacht und aus Polßen verdrängt oder sogar nach junkerlichen Manieren fristlos entlassen. Das ist auch kein Wunder, wenn man sich die damaligen Funktionäre des Volkseigenen Gutes Polßen betrachtet. Golz war ein Junker, der mit Papen, dem Administrator, in einem Hause wohnte. Papen war der Administrator des junkerlichen Gutes Polßen gewesen, als dieses Gut dem Herrn von Wedel-Pahlow gehörte. Dieser Papen leitete den Golz an und beeinflußte ihn. Der Investbearbeiter Zimmermann, ein früherer Offizier der faschistischen Wehrmacht, bewilligte Schwarzinvestitionen und Bauten, die überhaupt nicht vorgesehen waren. Klug, der auf dem 17. Plenum des Zentralkomitees genannt wurde, war Zootechniker. Er war ein SS-Bandit und jetzt als Funktionär in Polßen tätig. Er verschleppte Tierseuchen, und zwar die schlimmste, nämlich Abortus-Bang (seuchenhaftes Verkalben), was bedeutet, daß unsere Viehleistungen für drei Jahre zurückgehen und unsere ganze Aufzucht in Frage gestellt wird. In der Wirtschaft von Wolff waren zwei Brüder. Der eine war Wirtschaftsleiter und der andere Dispatcher. Ihr Vater arbeitete auch im Betrieb, und zwar im 434;
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Dokumentation: Protokoll der Verhandlungen des Ⅳ. Parteitages der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] in der Werner-Seelenbinder-Halle zu Berlin, 30. März bis 6. April 1954 [Band 1 (1.-4. Verhandlungstag), Seite 1-673, Band 2 (5.-8. Verhandlungstag), Seite 674-1158], Dietz Verlag, Berlin 1954 (Prot. Verh. Ⅳ. PT SED DDR v. 30.3.-6.4.1954, Bd. 1, S. 1-673, Bd. 2, S. 674-1158).

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