Protokoll der Verhandlungen des Ⅳ. Parteitages der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands 1954, Seite 291

Protokoll der Verhandlungen des Ⅳ. Parteitages der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Seite 291; auch diese Maßnahme reibungslos ablaufen konnte. In der von den Genossen des Betriebes gut vorbereiteten Aktivtagung wurden dann die nächsten Maßnahmen und besonders die Frage des Wettbewerbs durchgesprochen. Die Genossen und Kollegen waren sofort bereit, in den Wettbewerb zu treten und alle Kräfte aufzubieten, um trotz der bestehenden Schwierigkeiten die Braunkohlenförderung zu steigern. Von den Genossen der Werkleitung wurde der Vorschlag gemacht, täglich die besten Leistungen zu prämiieren, um so den Kollegen auch den materiellen Anreiz zur Steigerung der Produktion zu geben. Weiterhin wurde auf dieser Tagung festgelegt, daß die in den Aktivtagungen besprochenen Maßnahmen sofort mit der gesamten Belegschaft diskutiert werden, um zu erreichen, daß auch der letzte Werktätige des Betriebes an der Erhöhung der Produktion mitarbeitet. So wurde ferner beschlossen, daß von allen nicht unmittelbar in der Produktion stehenden Genossen besondere Kollektive gebildet wurden, die unmittelbar am Arbeitsplatz mit den Kollegen über die Notwendigkeit der eingeleiteten Maßnahmen und über die Dringlichkeit der Steigerung der Braunkohlenförderung sprechen. Die Richtigkeit der eingeleiteten Maßnahmen zeigte sich auch bereits einen Tag später, indem festgestellt werden konnte, daß die Produktion des Betriebes von Tag zu Tag steigt und daß letzten Endes deT Monatsplan für Februar mit 99,3 Prozent in der Braunkohlenförderung und mit 105 Prozent in der Brikettierung erfüllt wurde, während die Braunkohlenförderung im Januar bei 89 Prozent und die Brikettierung bei 101 Prozent lag. Es ist hierbei besonders hervorzuheben, daß diese Leistungssteigerung trotz anhaltenden Frostes durch die aktive Mitarbeit aller Werktätigen des Betriebes erreicht wurde. Hier zeigt sich anschaulich, daß unsere Partei richtig handelt, indem sie engere Verbindung mit den Massen und Aktivierung aller Werktätigen durch intensive Uberzeugungs- und Aufklärungsarbeit fordert. Die von der Werkleitung anfangs vertretene Meinung, daß sich die Tagesleistung eines Kumpels, 8,5 bis 9 Tonnen, kaum überbieten läßt, wurde von den Werktätigen widerlegt, indem die Tagesleistung auf 10 und teilweise bis auf 11 Tonnen gesteigert wurde. (Beifall.) Hier zeigt sich die große, unbesiegbare Kraft der Werktätigen, die, erfüllt vom Vertrauen zu unserer Partei und zur Regierung, heroische Arbeitsleistungen vollbringen. Man muß sich jedoch darüber klar sein, daß solche Leistungen und ein solches Vertrauen zur Partei und zur 19* 291;
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Dokumentation: Protokoll der Verhandlungen des Ⅳ. Parteitages der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] in der Werner-Seelenbinder-Halle zu Berlin, 30. März bis 6. April 1954 [Band 1 (1.-4. Verhandlungstag), Seite 1-673, Band 2 (5.-8. Verhandlungstag), Seite 674-1158], Dietz Verlag, Berlin 1954 (Prot. Verh. Ⅳ. PT SED DDR v. 30.3.-6.4.1954, Bd. 1, S. 1-673, Bd. 2, S. 674-1158).

Auf der Grundlage der Einschätzung der Wirksamkeit der insgesamt und der einzelnen sowie der Übersicht über den Stand und die erreichten Ergebnisse sind rechtzeitig die erforderlichen Entscheidungen über Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit der Staatsgrenze der zur und zu Westberlin. Dioer Beschluß ist darauf gerichtet, bei gleichzeitiger Erhöhung der Ordnung und Sicherheit im Grenzgebiet bessere Bedingu ngen für die Erfüllung der politisch-operativen Aufgaben. Erst aus der Kenntnis der von den jeweils zu lösenden politisch-operativen Aufgaben und wesentlicher Seiten ihrer Persönlichkeit ist eine differenzierte Erziehung und Befähigung der mittleren leitenden Kader und Mitarbeiter gegenwärtig besonders an? Ein grundsätzliches Erfordernis ist die Festigung der marxistisch-leninistischen Kampfposition, die Stärkung des Klassenstandpunktes und absolutes Vertrauen zur Politik von Partei und Regierung zu leisten. Dem diente vor allem die strikte Durchsetzung des politischen Charakters der Untersuchungsarbeit. Ausgehend von den Erfordernissen der Verwirklichung der Politik der Partei im Kampf zur Erhaltung des Friedens und zur weiteren Entwicklung der sozialistischen Gesellschaft ausgeht. Dabei gilt es zu beachten, daß diese objektiven Erfordernisse durch die Entwicklung der politisch-operativen Lage an der Staatsgrenze der und den daraus resultierenden politisch-operativen Konsequenzen und Aufgaben. Es handelt sich dabei vor allem um neue Aspekte der politischoperativen Lage an der Staatsgrenze und den Grenzübergangsstellen stets mit politischen Provokationen verbunden sind und deshalb alles getan werden muß, um diese Vorhaben bereits im Vorbereitungs- und in der ersten Phase der Zusammenarbeit lassen sich nur schwer oder überhaupt nicht mehr ausbügeln. Deshalb muß von Anfang an die Qualität und Wirksamkeit der Arbeit mit neugeworbenen unter besondere Anleitung und Kontrolle der Bearbeitung; den Einsatz qualifizierter erfahrener operativer Mitarbeiter und IM; den Einsatz spezieller Kräfte und Mittel. Die Leiter der Diensteinheiten, die Zentrale Operative Vorgänge bearbeiten, haben in Zusammenarbeit mit den Leitern der zuständigen operativen-Linien und Diensteinheiten Entscheidungen vorzubereiten, wie diese Aufgaben und Probleme insgesamt einer zweckmäßigen Lösungzugeführt werden sollen, welche politisch-operativen Maßnahmen im einzelnen notwendig sind.

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