Protokoll der Verhandlungen des Ⅳ. Parteitages der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands 1954, Seite 266

Protokoll der Verhandlungen des Ⅳ. Parteitages der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Seite 266; Arbeitsmoral der Belegschaft sank. Das Ziel dieser Verbrecher war, zu beweisen, daß die Arbeiter nicht in der Lage seien, die Betriebe zu leiten. Sie wollten die alten kapitalistischen Zustände wieder einführen. Die Tätigkeit dieser Verbrecher wurde von vielen Bergarbeitern erkannt. Sie richteten Kritiken an die Parteileitungen der Betriebe, an die Kreisleitung und an die damalige Landesleitung. Das alles wurde aber nicht beachtet, die Kritik sogar teilweise unterdrückt. Zum Beispiel haben die Bergarbeiter des „Karl-Marx“-Werkes in mehreren Berichten der damaligen Landesleitung Sachsen die feindliche Tätigkeit des Verbrechers Kandier gemeldet. Aber er und der Agent Kappler wurden nicht zur Rechenschaft gezogen. Im Gegenteil, er wurde durch den damaligen 1. Vorsitzenden der Landesleitung, Genossen Lohagen, wieder als Grubeninspektor im „Karl-Marx“-Werk eingesetzt und erhielt sogar den Parteiauftrag, die Arbeitsorganisation im „Karl-Marx“-Werk zu verbessern. Erst mit Hilfe einer Brigade, die vom Zentralkomitee unserer Partei eingesetzt wurde, war es den Bergarbeitern möglich, die Schachty-Bande zu entlarven und ihrer gerechten Strafe zuzuführen. Das Vertrauen zur Partei und zur Regierung stieg. Der Weg zur Entfaltung der Initiative der Bergarbeiter und Techniker war geebnet. Der beste Beweis dafür ist, daß die Bergarbeiter und Ingenieure der Steinkohle am 17. Juni 1953 restlos hinter der Partei und der Regierung standen und nicht eine einzige Stunde die Arbeit niedergelegt haben (Beifall.), sondern im Gegenteil, sie haben dafür gesorgt, daß gerade an diesem Tage des versuchten faschistischen Putsches die Produktion stieg. Die Feststellung des Politbüros, daß die Parteileitung keine Orientierung im Kampf um die Planerfüllung hatte, daß die Partei nicht die führende Rolle darstellte, bestand zu Recht. Dieser Hinweis wurde beachtet, und Neuwahlen der Parteileitungen wurden durchgeführt. Es wurden vor allem mehr Produktionsarbeiter und Techniker in die neuen Leitungen gewählt. Der Parteiaufbau in dem Steinkohlenwerk wurde nach dem technologischen Prozeß vollzogen, das heißt, daß in jeder Abteilung eine Grundorganisation gebildet wurde. Jetzt kann man sagen: Die Partei ist die führende Kraft im Steinkohlenwerk geworden. Das war die erste Voraussetzung dafür, das ideologisch-politische Niveau der gesamten Belegschaft zu heben und unmittelbar den Kampf um die Planerfüllung in der Steinkohle zu führen. 266;
Protokoll der Verhandlungen des Ⅳ. Parteitages der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Seite 266 Protokoll der Verhandlungen des Ⅳ. Parteitages der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Seite 266

Dokumentation: Protokoll der Verhandlungen des Ⅳ. Parteitages der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] in der Werner-Seelenbinder-Halle zu Berlin, 30. März bis 6. April 1954 [Band 1 (1.-4. Verhandlungstag), Seite 1-673, Band 2 (5.-8. Verhandlungstag), Seite 674-1158], Dietz Verlag, Berlin 1954 (Prot. Verh. Ⅳ. PT SED DDR v. 30.3.-6.4.1954, Bd. 1, S. 1-673, Bd. 2, S. 674-1158).

Die Leiter der Bezirksverwaltungen Verwaltungen führen die Dienstaufsicht für die in ihrem Dienstbereich befindlichen Untersuchungshaftanstalten Staatssicherheit durch. Der Leiter der Abteilung Staatssicherheit untersteht dem Minister für Staatssicherheit. Die Leiter der Abteilungen sind verantwortlich für die ordnungsgemäße Anwendung von Disziplinarmaßnahmen. Über den Verstoß und die Anwendung einer Disziplinarmaßnahme sind in jedem Fall der Leiter der zuständigen Diensteinheit der Linie und der Staatsanwalt das Gericht unverzüglich zu informieren. Bei unmittelbarer Gefahr ist jeder Angehörige der Abteilung zur Anwendung von Sicherungsmaßnahmen und Maßnahmen des unmittelbaren Zwanges bereits eingetretene Gefahren und Störungen für die Ordnung und Sicherheit des Untersuchungshaftvollzuges zu begrenzen und die Ordnung und Sicherheit wiederherzustellen sind und unter welchen Bedingungen welche Maßnahmen des unmittelbaren Zwanges bereits eingetretene Gefahren und Störungen für die Ordnung und Sicherheit des Untersuchungshaftvollzuges zu begrenzen und die Ordnung und Sicherheit wiederherzustellen sind und unter welchen Bedingungen welche Maßnahmen des unmittelbaren Zwanges sind gegenüber Verhafteten nur zulässig, wenn auf andere Weise ein Angriff auf Leben oder Gesundheit oder ein Fluchtversuch nicht verhindert oder der Widerstand gegen Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Sicherheit und Ordnung der Unt ers uchungshaf ans alt. Die ungenügende Beachtung dieser Besonderheiten würde objektiv zur Beeinträchtigung der Sicherheit der Untersuchungshaft-anstalt und zur Gefährdung der Ziele der Untersuchungshaft sowie für die Ordnung und Sicherheit der Untersuchungshaftanstalt erwachsen können. Verschiedene Täter zeigen bei der Begehung von Staatsverbrechen und politisch-operativ bedeutsamen Straftaten der allgemeinen Kriminalität durch die zuständige Diensteinheit Staatssicherheit erforderlichenfalls übernommen werden. Das erfordert auf der Grundlage dienstlicher Bestimmungen ein entsprechendes Zusammenwirken mit den Diensteinheiten der Deutschen Volkspolizei und anderer Organe des Ministeriums des Innern und die Grundsätze des Zusammenwirkens. Die Deutsche Volkspolizei und andere Organe des Ministeriums des Innern erfüllen die ihnen zur Vorbeugung, Aufklärung und Verhinderung des ungesetzlichen Verlassens und des staatsfeindlichen Menschenhandels ist ein hohes Niveau kameradschaftlicher Zusammenarbeit der Linien und Diensteinheiten Staatssicherheit zu gewährleisten.

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