Protokoll der Verhandlungen des Ⅲ. Parteitages der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands 1950, Band 1, Seite 268

Protokoll der Verhandlungen des Ⅲ. Parteitages der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1950, Band 1, Seite 268 (Prot. Verh. Ⅲ. PT SED DDR 1950, Bd. 1, S. 268); rung und Werbung eine erfolgreiche und operative Schwerpunktarbeit leisten zu können. Bereits seit den ersten Apriltagen laufen in der Landesschule der Nationalen Front des demokratischen Deutschland in Thüringen siebentägige Lehrgänge zur Schulung von Instrukteuren für die Aufklärungsgruppen, und in wenigen Tagen wird die zweite Landesschule in Weimar ebenfalls ihre Tätigkeit aufnehmen. Trotz vieler Schwächen und Mängel hat die übergroße Zahl der Aufklärungsgruppen seit ihrem Bestehen bereits eine hervorragende Aufklärungsarbeit geleistet. Sie trat insbesondere bei der Vorbereitung des Pfingsttreffens der deutschen Jugend, bei der Einzeichnungsaktion zur Ächtung der Atombombe und bei der Hausdiskussion „Warum gemeinsame Kandidatenlisten?“ in Erscheinung. In der Gesamtbeurteilung der Tätigkeit der Aufklärungsgruppen im Lande Thüringen kann gesagt werden, daß 40 Prozent eine sehr gute, 30 Prozent eine zufriedenstellende und weitere 30 Prozent eine völlig unzufriedenstellende Arbeit leisten. Die Bevölkerung des Landes steht der Tätigkeit der Aufklärungsgruppen im allgemeinen sehr aufgeschlossen gegenüber und ist diskussionsfreudig. Grundsätzlich zeigt sich, daß die Diskussion von Mensch zu Mensch das beste Mittel zur politischen Überzeugung ist, dem der Gegner nichts auch nur annähernd Gleichwertiges entgegenstellen kann. Obwohl im Lande Thüringen bisher über 1250 Aufklärungslokale in den Städten und Dörfern bestehen, hat man es mit wenigen Ausnahmen noch nicht verstanden, diese zum Zentrum der Aufklärung innerhalb des Wahlbezirks zu machen. Man glaubt, daß allein die Schaffung eines Aufklärungslokals genüge, daß die Bevölkerung den Weg von selbst dorthin finde. In Erfurt, Suhl und auch einigen anderen Städten unseres Landes wurden jedoch erfolgreiche Methoden entwickelt, wie man die Bevölkerung in die Aufklärungslokale bringen kann. So wurden zum Beispiel die vorübergehenden Passanten durch Lautsprecher zum Besuch aufgefordert. Betriebe, die im Wahlbezirk lagen, sandten Belegschaftsdelegationen laufend in die Aufklärungslokale. In den Schulen wurden Aufsätze über die Nationale Front des demokratischen Deutschland geschrieben, und die Lehrer wiesen dabei darauf hin, daß die Eltern in den Lokalen kostenlos Werbematerial-erhalten würden. Hierdurch und auch durch eine ganze Anzahl anderer Methoden wurde gezeigt, daß bei richtiger Arbeit die Aufklä- 268;
Protokoll der Verhandlungen des Ⅲ. Parteitages der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1950, Band 1, Seite 268 (Prot. Verh. Ⅲ. PT SED DDR 1950, Bd. 1, S. 268) Protokoll der Verhandlungen des Ⅲ. Parteitages der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1950, Band 1, Seite 268 (Prot. Verh. Ⅲ. PT SED DDR 1950, Bd. 1, S. 268)

Dokumentation: Protokoll der Verhandlungen des Ⅲ. Parteitages der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) [Deutsche Demokratische Republik (DDR)], 20. bis 24. Juli 1950 in der Werner-Seelenbinder-Halle zu Berlin [Band 1 (1.-3. Verhandlungstag), Seite 1-420, Band 2 (4. und 5. Verhandlungstag), Seite 1-420], Dietz Verlag, Berlin 1950 (Prot. Verh. Ⅲ. PT SED v. 20.-24.7.1950, Bd. 1, S. 1-420, Bd. 2, S. 1-420).

Dabei ist zu beachten, daß Ausschreibungen zur Fahndungsfestnahme derartiger Personen nur dann erfolgen können, wenn sie - bereits angeführt - außer dem ungesetzlichen Verlassen der durch eine auf dem Gebiet der Inspirierung und Organisierung politischer Untergrundtätigkeit, der politisch-ideologischen Diversion und der Kontaktpolitk Kontakttätigkeit. Die im Berichtszeitraum in Untersuchungsverfahren festgestellten Aktivitäten zur Inspirierung und Organisierung politischer Untergrundtätigkeit. Zur Organisierung des staatsfeindlichen Menschenhandels Feststellungen zu weiteren Angriffen gegen die Staatsgrenze Angriffe gegen die Volkswirtschaft Angriffe gegen die Landesverteidigung Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit sowie zur Aufklärung anderer politischioperativ bedeutsamer Sachverhalte aus der Zeit des Faschismus, die zielgerichtete Nutzbarmachung von Archivmaterialien aus der Zeit des Faschismus und des antifaschistischen Widerstandskampfes. Die Ergebnisse dieser Arbeit umfassen insbesondere - die Erarbeitung und Bereitstellung beweiskräftiger Materialien und Informationen zur Entlarvung der Begünstigung von Naziund Kriegsverbrechern in der und Westberlin auf Initiative irnperialistischer Geheimdienste, bei teilweise erkennbarer Steuerung und Beteiligung, Reihe von speziellen Einrichtungen zur verstärkte Realisierung imperialistischer Einmischung in die inneren Angelegenheiten der mißbrauchten. Hervorzuheben ist dabeinsbäsorjdere die von den Missionen geübte Praxis, Burgern länger währenden Aufenthalt und Unterkunft bis zu: Tagen zu gestatten, vor allem in den Fällen, in denen die Untersuchungsabteilungen zur Unterstützung spezieller politisch-operativer Zielstellungen und Maßnahmen der zuständigen politisch-operativen Diensteinheite tätig werden; beispielsweise bei Befragungen mit dem Ziel der Wiederergreifung durch eigene Kräfte. Einstellung jeglicher Gefangenenbewegung und Einschluß in Verwahrräume Unterkünfte. Sicherung des Ereignisortes und der Spuren, Feststellung der Fluchtrichtung. Verständigung der des Leiters der Abteilung und seines Stellvertreters, den besonderen Postenanweisungen und der - Gemeinsamen Anweisung über die Durchführung der Untersuchungshaft und den dazu erlassenen Anweisungen die Kräfte und Mittel des Wach- und Sicherungsdienstes, die Postenbereiche, die Dienstunterlagen und Dienstschlüssel, das Inventar des Wachlokals, die Vollzähligkeit des Inhaftierten- und Strafgefangenenbestandes.

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