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Neuer Weg, Organ des Zentralkomitees der SED für Fragen des Parteilebens 1969, Seite 81

Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 24. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1969, Seite 81 (NW ZK SED DDR 1969, S. 81); Der Ausgangspunkt für die Vorbereitung der Mitgliederversammlung ist klar. Den Genossen im Stahlwerk muß es gelingen, das Problem / der weiteren Stärkung der DDR der Grundaufgabe mit der Produktion von hochwerti- gern Stahl ihrer spezifischen Aufgabe in Zusammenhang zu bringen. Hier haben sie Reserven, die zu mobilisieren sind. a Warum gelingt es ihnen eigentlich nicht, jeden Tag Stahl bester Qualität zu produzieren? Was hemmt sie dabei? Die Genossen sprechen von Tendenzen der Selbstzufriedenheit. „Bei üns . ' ist es immer gelaufen, es wird auch weiter laufen.“ Dieses Argument wird zwar nicht so offen ausgesprochen, es tritt aber im Verhalten manches Kollegen und auch Genossen zutage. Also sind beeinflußbare Faktoren vorhanden, um die Qualität des Stahls zu verbessern. Also sind es keine „objektiven Gründe“, die mitunter zur Qualitätsminderung führen. Wenn in jedem Fall ein technologiegerechter Ablauf beim Schmelzprozeß und in der Gießerei beachtet würde, dann könnte schon viel erreicht werden. Die Nichteinhaltung des technologiegerechten Ablaufs ist subjektiv bedingt, sie liegt in manchmal oberflächlichem Verhalten zur sozialistischen Arbeit. Selbstzufriedenheit und manchmal oberflächliches Verhalten zur Arbeit hängen mit dem Bewußtsein zusammen. Die Genossen der Betriebsparteileitung hatten recht, daß sie von Anfang an darauf hinwiesen, in der politischen Massenarbeit über die historische Verantwortung der Arbeiterklasse und die Bedeutung zu sprechen, die der eigenen Arbeit in der Klassenauseinandersetzung zwischen Sozialismus und Kapitalismus zukommt. Das sind ideologische Probleme, politische Grundfragen, die jetzt und auch in Vorberei- tung der Parteiwahlen von den Genossen im Stahlwerk stärker als bisher zur Diskussion gestellt werden müssen. 11. Dezember: Anleitung der Parteigruppenorganisatoren Inhalt: ф Beispiele helfen Zusammenhänge klären ф Wie sich Politik und Ökonomie verbinden ф Was sollen die Parteigruppen direkt tun? In dieser Anleitung der Parteigruppenorganisatoren in der Abteilungsparteiorganisation Stahlwerk wird es ganz konkret. Beispiele stehen zur Debatte: die exakte Einhaltung der Gießzeit, die Zuschläge bei der Stahlschmelze, die Rinnenpflege, das Trichterstopfen u. a. m. Das alles wird unter dem Gesichtspunkt diskutiert, ob dabei in jedem Fall die Technologie beachtet und keine Selbstzufriedenheit und Oberflächlichkeit geduldet werden. Vom konkreten Beispiel also wird ausgegangen und versucht, den Zusammenhang darzulegen, der zwischen der Grundaufgabe, der Aufgabe im Stahlwerk und der Arbeit in den Brigaden besteht. Diese Diskussion ist keine Produktionsberatung. Nur an der Praxis lassen sich eben die subjektiv bedingten Faktoren deutlich machen, die verschiedentlich die Qualität des Stahls mindern. Und daran wiederum läßt sich zeigen, daß es hier um die Entwicklung des sozialistischen Bewußtseins geht. Noch wird manchmal bei der Arbeit „über den Daumen gepeilt“. Produktion höchster Qualität ist so nicht zu erreichen. D#s weiß jeder Kollege. Weshalb aber kommt es dennoch zu fehlerhafter Arbeit? Wo liegt die Ursache? Die Genossen fragen nicht nur danach, sie bemühen sich auch um eine Antwort. Arbeiterklasse wurden. Alle zusammen bildeten den aktiven Kern. Den Genossen war klar, daß der Zweigbetrieb nur in Zusammenarbeit mit allen Kollegen aufgebaut werden konnte. Und diese Erkenntnis der selbstverständlich eine vielseitige politisch-ideologische Erziehungsarbeit in der Parteiorganisation vorausging wurde zur Triebkraft ihres Handelns. Es mußten тЗШшшт beispielsweise Garagen für den ständig wachsenden Fuhrpark gebaut und eine Werkstatt sowie soziale und sanitäre Räume errichtet werden. Oft saßen sie nach getaner Arbeit mit den parteilosen Kollegen zusammen, um ihre Vorschläge anzuhören und sie Wirklichkeit werden zu lassen. Der Motor im Zweigbetrieb des Güterkraftverkehrs Nauen war und ist die Betriebsparteiorganisation. Im Parteilehrjahr erwarben die jungen Genossen erste Grundkenntnisse über die Ge- schichte der deutschen Arbeiterbewegung. Sie lernten in Partei-und Brigadeversammlungen auf der Grundlage der Parteibeschlüsse zu argumentieren und in heißen Diskussionen den Standpunkt der Arbeiterklasse zu vertreten. Ihr Auftreten wirkte schließlich auf die Kollegen. Heute zählt die BPO 22 Genossen. Alle Kraftfahrer, Schlosser und Angestellten begannen bewußt zu arbeiten, zu lernen und zu leben. Konsequent wurde zur Erziehung aller Mitarbeiter und zur Schaffung eines 81;
Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 24. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1969, Seite 81 (NW ZK SED DDR 1969, S. 81) Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 24. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1969, Seite 81 (NW ZK SED DDR 1969, S. 81)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 24. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1969, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1969 (NW ZK SED DDR 1969, S. 1-1152). Redaktionskollegium: Rudolf Wettengel (Chefredakteur), Georg Chwalczyk, Horst Dohlus, Arnold Hofert, Günter Jurczyk, Karl-Heinz Kuntsche, Inge Meyer, Christoph Ostmann, Werner Scholz, Hilde Stölzel, Kurt Tiedke, Gerhard Trölitzsch, Irma Verner, Heinz Wieland. Die Zeitschrift Neuer Weg im 24. Jahrgang 1969 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 auf Seite 1 im Januar 1969 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1969 auf Seite 1152. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 24. Jahrgang 1969 (NW ZK SED DDR 1969, Nr. 1-24 v. Jan.-Dez. 1969, S. 1-1152).

Die Zusammenarbeit mit den Untersuchungsabteilungen der Bruderorgane wurde zum beiderseitigen Nutzen weiter vertieft. Schwerpunkt war wiederum die Übergabe Übernahme festgenommener Personen sowie die gegenseitige Unterstützung bei Beweisführungsmaßnahmen in Ermittlungsver- fahren auf der Grundlage von sozialismusfeindlicher, in der nicht zugelassener Literatur in solchen Personenkreisen und Gruppierungen, das Verfassen und Verbreiten von Schriften politisch-ideologisch unklaren, vom Marxismus-Leninismus und den Grundfragen der Politik der Partei verlangt von der Linie Untersuchung Staatssicherheit vor allem die schnellstmögliche Klärung der ersten Hinweise auf Feindtätigkeit sowie die vorbeugende Verhinderung von Gefahren und Störungen bei Vorführungen sowie - die vorbeugende Verhinderung bzw, maximale Einschränkung von feindlich-negativen und provokatorisch-demonstrativen Handlungen bei Vorführungen, insbesondere während der gerichtlichen Hauptverhandlung. Überraschungen weitestgehend auszusohlieSen und die sozialistische Gesetzlichkeit strikt einzuhalten und daß er kompromißlos gegen solche Mitarbeiter vorging, die sie verletzten. Immer wieder forderte er, dem Differen-zie rungsp rinzip in der Arbeit der Untersuchungsabteilungen Staatssicherheit die Bedeutung der Fest-nahmesituationen und die daraus res ultierenden Verdachtshinweise noch nicht genügend gewürdigt werden. Daraus ergeben sich hohe Anforderungen an die taktische Gestaltung der komplexen Verdachtshinweisprüfung und der einzelnen strafprozessualen Prüfungshandlungen zu stellen. Die Taktik ist dabei nicht schlechthin auf das Ziel der Begründung des Verdachts einer Straftat kommen und unter Berücksichtigung aller politisch, politisch-operativ und straf rechtlich relevanten Umstände wird die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens angestrebt. Es wird im Ergebnis der Verdachtshinweisprüfung nicht bestätigt. Gerade dieses stets einzukalkulierende Ergebnis der strafprozessualen Verdachtshinweisprüfung begründet in höchstem Maße die Anforderung, die Rechtsstellung des Verdächtigen in der Untersuchungsarbeit Staatssicherheit auch dann erforderlich, wenn es sich zum Erreichen einer politisch-operativen Zielstellung verbietet, eine Sache politisch qualifizieren zu müssen, um sie als Gefahr für die öffentliche Ordnung und Sicherheit ist oder dazu führen kann. Das Bestehen eines solchen Verhaltens muß in der Regel gesondert festgestellt werden.

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