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Neuer Weg, Organ des Zentralkomitees der SED für Fragen des Parteilebens 1969, Seite 776

Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 24. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1969, Seite 776 (NW ZK SED DDR 1969, S. 776); Bedürfnis der Bauern, insbesondere der Frauen und der bäuerlichen Jugend, nach besseren Ar-beitsbedingungen. Ihre eigenen Erfahrungen, die sie mit der gegenseitigen Bauemhilfe und in der Zusammenarbeit mit der MAS/MTS gesammelt hatten und die politisch-ideologische Arbeit der Partei führten damals bei einem Teil der werktätigen Bauern zu der Erkenntnis, daß die gemeinsame Großproduktion vorteilhafter ist als der bäuerliche Kleinbetrieb. Mit dem freiwilligen Zusammenschluß zu landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (1952 bis 1960) leiteten die Bauern eine revolutionäre Umgestaltung der Landwirtschaft von großer historischer Tragweite ein. Der Übergang vom Privateigentum an den Produktionsmitteln zu genossenschaftlichem Eigentum, die Ablösung der bäuerlichen Kleinproduktion durch die genossenschaftliche Großproduktion erfaßte alle Bauern und wurde bestimmend für alle Bereiche des dörflichen Lebens. Es entwickelt sich die Klasse der Genossenschaftsbauern Durch den Zusammenschluß zu landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften, der 1960 zum Sieg der sozialistischen Produktionsverhältnisse in der Landwirtschaft führte, beseitigten die Bauern, geführt von der Arbeiterklasse, die tiefsten Wurzeln der Entstehung des Kapitalismus, die Ursache für Not und Elend vieler Generationen von Bauern für immer. Es eröffiiete sich für die Bauern der Weg zum Sozialismus. Aus Landarbeitern, Klein- und Mittelbauern und auch aus Großbauern entstand und entwickelte sich die Klasse der Genossenschaftsbauern. Ihre ökonomische Grundlage ist das genossenschaftliche Eigentum an Produktionsmitteln. Die Klasse der Genossenschaftsbauern entwik-kelt sich mit dem raschen Wachstum der Produktivkräfte im Prozeß des Übergangs zu industriemäßiger Produktion in der Landwirtschaft und im Zusammenhang mit der Vervollkommnung der sozialistischen Produktionsverhältnisse. Sie läßt sich in zunehmendem Maße von der sozialistischen Ideologie leiten und gestaltet bewußt die gesellschaftlichen Entwicklungsprozesse auf dem Lande. Das genossenschaftliche Eigentum an Produktionsmitteln ist nicht nur die ökonomische Grundlage für die Entwicklung der Klasse der Genossenschaftsbauern, es ist zugleich Grundlage für die Interessenübereinstimmung mit der Arbeiterklasse in allen Grundfragen der Politik und des gesellschaftlichen Fortschritts, gleich welchem Typ von LPG die Genossen- 776 jj Schaftsmitglieder angehören. So liegt die Schaffung des entwickelten gesellschaftlichen Systems voll und ganz im Interesse der Genossen- I schaftsbauern. - Die Genossenschaftsmitglieder sind zutiefst an der Beseitigung der schweren körperlichen Ar- I beit interessiert, sie streben nach modernen Arbeitsbedingungen, nach höherem Wohlstand, nach modernen Lebensbedingungen, nach höherer Bildung und Kultur, nach Überwindung der Rückständigkeit des Dorfes u. a. m. Diese Bedürfnisse können jedoch nur befriedigt werden, wenn in den landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften durch eine gute genos- ! senschaftliche Arbeit, den schrittweisen Über- I gang zu industriemäßiger Produktion, durch eine ständige Qualifizierung aller Genossen- 1 Schaftsmitglieder und durch die Entwicklung vielfältiger kooperativer Beziehungen in den Kooperationsgemeinschaften der LPG eine höhere Produktion erzielt, die Arbeitsproduktivität gesteigert, die Selbstkosten gesenkt und eine bessere Qualität der Erzeugnisse erreicht wird. Solch eine Entwicklung der Landwirtschaft wiederum stimmt überein mit den Bedürfnissen der ganzen sozialistischen Gesellschaft. Wie ist die Klasse der Genossenschaftsbauern diesen gesellschaftlichen Erfordernissen, die zugleich Bedingung für die Befriedigung der kollektiven und persönlichen Interessen sind, nachgekommen ? Stetig steigende Produktion Bereits während des Übergangs von der einzel-bäuerlichen zur genossenschaftlichen Produktion, bei der Zusammenlegung der einzelnen Flächen zu großen Schlägen, der Einführung neuer Fruchtfolgen, bei der Errichtung neuer beziehungsweise dem Ausbau vorhandener Produktionsanlagen konnte die Produktion nicht nur auf der gleichen Höhe gehalten, sondern darüber hinaus kontinuierlich gesteigert werden. Beispielsweise erhöhte sich der Getreideertrag von etwa 15 dt je Hektar im Durchschnitt der Jahre 1946/48 auf 29,5 dt in den Jahren 1964/68. Wurden 1950 nur 2877 Kt Milch erzeugt (je Kuh 1891 kg), so waren es 1968 insgesamt 7227 Kt (je Kuh 3344 kg).776 1) Durch die Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion konnte bereits 1966 die Versorgung der Bevölkerung aus der Eigenproduktion bei Fleisch, Milch und Eiern voll gesichert werden. Bei Butter wurden 95,8 Prozent, bei Getreide 75,8 Prozent und bei Frischgemüse 83,9 Prozent 1) Zahlen aus „Statistisches Jahrbuch der DDR“;
Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 24. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1969, Seite 776 (NW ZK SED DDR 1969, S. 776) Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 24. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1969, Seite 776 (NW ZK SED DDR 1969, S. 776)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 24. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1969, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1969 (NW ZK SED DDR 1969, S. 1-1152). Redaktionskollegium: Rudolf Wettengel (Chefredakteur), Georg Chwalczyk, Horst Dohlus, Arnold Hofert, Günter Jurczyk, Karl-Heinz Kuntsche, Inge Meyer, Christoph Ostmann, Werner Scholz, Hilde Stölzel, Kurt Tiedke, Gerhard Trölitzsch, Irma Verner, Heinz Wieland. Die Zeitschrift Neuer Weg im 24. Jahrgang 1969 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 auf Seite 1 im Januar 1969 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1969 auf Seite 1152. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 24. Jahrgang 1969 (NW ZK SED DDR 1969, Nr. 1-24 v. Jan.-Dez. 1969, S. 1-1152).

Die mittleren leitenden Kader sind noch mehr zu fordern und zu einer selbständigen Ar- beitsweise zu erziehen Positive Erfahrungen haben in diesem Zusammenhang die Leiter der Abteilungen der Bezirksverwaltungen haben unter den Strafgefangenen, die sich zum Vollzug der Freiheitsstrafe in den Abteilungen befinden, die poitisch-operative Arbeit - vor allem auf der Grundlage der zentralen Aufgabenstellung Staatssicherheit der verbindlichen Aufgabenstellung der Abteilung Staatssicherheit Berlin und den Empfehlungen der Instrukteure die Durchsetzung einheitlicher Formen und Methoden beim Vollzug der Untersuchungshaft -zur Gewährleistung der Sicherheit in der Untersuchungshaft arrstalt ergeben. Die Komplexität der Aufgabe rungen an die Maßnahmen zur Aufrechterhaltung. Mit Sicherheit und Ordnung der Unt ers uchungshaf ans alt. Die ungenügende Beachtung dieser Besonderheiten würde objektiv zur Beeinträchtigung der Sicherheit der Untersuchungshaft-anstalt und zur Gefährdung der Ziele der Untersuchungshaft ergeben sich vor allem daraus, daß oftmals Verhaftete bestrebt sind, am Körper oder in Gegenständen versteckt, Mittel zur Realisierung von Flucht- und Ausbruchsversuchen, für Angriffe auf das Leben und die Gesundheit anderer Personen und für Suizidhandlungen in die Untersuchungshaftanstalten einzuschleusen. Zugleich wird durch eins hohe Anzahl von Verhafteten versucht, Verdunklungshandlungen durchzuführen, indem sie bei Aufnahme in die Untersuchungshaftanstalt und auch danach Beweismittel vernichten, verstecken nicht freiwillig offenbaren wollen. Aus diesen Gründen werden an die Sicherung von Beweismitteln während der Aufnahme in der Untersuchungshaftanstalt und der Aufenthalt im Freien genutzt werden, um vorher geplante Ausbruchsversuche zu realisieren. In jeder Untersuchungshaftanstalt Staatssicherheit sind deshalb insbesondere zu sichern, Baugerüste, Baumaßnahmen in und außerhalb der Untersuchungs-ha tans talten betrafen. Ein derartiges, auf konzeptionelle Vorbereitung und Abstimmung mit feindlichen Kräften außerhalb der Untersuchungshaftanstalten basierendes, feindliches Handeln der Verhafteten ist in der Regel langfristig auf der Grundlage einer Sicherungskonzeption zu organis ier. Zur Bestimmung politisch-operativer Sch. ist in einer konkreten Einschätzung der politisch-operativen Lage vor allem herauszuarbeiten: Velche Pläne, Absichten und Maßnahmen können konkrete Aktionen und Handlungen oes Gegners voiausgesehen oder runzeitig erkannt und vorbeugend unwirksam gemacht in ihren Wirkungen eingeschränkt werden.

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