Neuer Weg, Organ des Zentralkomitees der SED für Fragen des Parteilebens 1988, Seite 666

Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 43. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1988, Seite 666 (NW ZK SED DDR 1988, S. 666); ideologischen Stählung der Genossen zu erhöhen. Dabei werden solche entscheidenden Faktoren berücksichtigt wie die kollektive Vorbereitung, die Sicherung eines hohen Informationsgehaltes, konkrete Aufgabenstellungen, ein konstruktiver Erfahrungsaustausch und die kritische Bewertung des Erreichten. Bei den Parteiwahlen 1988 kon- Beste Erfahrungen machen sichtbar, daß eine Parteileitung folgende Bedingungen im innerparteilichen Leben schaffen muß, damit in der Tätigkeit der Genossen, insbesondere der Kader, ein hoher Zuwachs an schöpferischer Aktivität und initiativreichem Handeln erfolgt: - Größtmögliche Konkretheit in der Aufgabenstellung. Sie ist wesentlich, damit jeder spürt, daß seine Aufgabe gut durchdacht ist, und damit er weiß, was von ihm persönlich erwartet wird. Sie schließt ein, daß die Aufgaben mit Sachkenntnis bestimmt sind und die individuellen Fähigkeiten und Eigenschaften des einzelnen berücksichtigt werden. - Die Ausprägung erforderlicher Fähigkeiten, Fertigkeiten und Verhaltensweisen werden am wirksamsten gefördert, wenn sie den MaßstäberTentsprechen, die für den Leistungszuwachs in unserer Volkswirtschaft gültig sind. Verhaltensweisen wie Pioniergeist, Risikobereitschaft, Durchsetzungsvermögen bilden sich nicht heraus, wenn im eigenen Verantwortungsbereich geringe Ziele gestellt werden und ein unschöpferisches Klima herrscht, sondern wenn naqh gründlicher politischer und ideologischer Klärung auf höchste Leistungsziele orientiert wird. - Die Forderung von kämpferischen Eigenschaften verlangt eine wirksame individuelle Arbeit. Enge Beziehungen zwischen Parteileitung und allen Parteifunktionären wirken sich unmittelbar auf die Erhöhung ihrer per- zentrieren sich die Grundorganisationen darauf, solche Genossen für die neu zu wählenden Leitungen vorzuschlagen, „die sich durch hohe politische Standhaftigkeit, Prinzipienfestigkeit und kämpferische Haltungen, konsequentes und leidenschaftliches Eintreten für die Durchführung der Beschlüsse des XI. Parteitages auszeichnen".* 5 6 7 sönlichen Verantwortung aus und stärken damit die Kampfkraft der Grundorganisation. - Die Gewährleistung einer zielstrebigen Abrechnung und Kontrolle der übertragenen Aufgaben. Ihre Wirkung besteht vor allem unter dem Gesichtspunkt der Persönlichkeitsentwicklung in der kollektiven Bewertung der Aufgabenerfüllung in den Parteigruppen oder in der Mitgliederversammlung. Das belebt die Diskussion und mündet in vielen Hinweisen und Vorschlägen der Genossen. Mit der Einführung von neuer Technik wächst die Rolle der Parteigruppen, speziell des Parteigruppenorganisators, bei der Erziehung und Befähigung aller Kader. Die Erfahrungen der Parteileitung des VEB Flachglaskombinat Torgau beispielsweise besagen, daß stärker auf eine kontinuierliche, flexible und operative Parteigruppenarbeit Einfluß zu nehmen ist. Ihr ständiges Reagieren auf aktuell-politische Ereignisse sichert einen einheitlichen Standpunkt in der Gruppe, eine einheitliche Argumentation, die die Genossen in den Arbeitskollektiven brauchen, um offensiv auftreten zu können. Alles in allem: Die weitere Verwirklichung der Gesellschaftsstrategie unserer Partei und die damit verbundenen höheren Anforderungen an die Kaderpolitik und an die Kader erfordern eine konsequente Arbeit mit den Kaderprogrammen durch die Parteileitungen. Ihre Erfahrungen in der Arbeit bestätigen: 1. Konkrete, abrechenbare Ergebnisse gibt es vor allem dort, wo der geplante Bedarf und die Entwicklung der Kader mit den zu lösenden Schwerpunkten im Verantwortungsbereich in Übereinstimmung stehen. Entscheidend ist dabei, daß dieses Kaderprogramm in den Parteileitungen regelmäßig abgerechnet wird und die Leitungen als Ganzes ihrer Verantwortung auf dem Gebiet der Kaderarbeit gerecht werden. 2. Die Abrechnung der Kaderprogramme ist mit exakten Leistungseinschätzungen der Kader zu verbinden. Erst auf ihrer Grundlage, in Verbindung mit den zu lösenden Schwerpunkten im Verantwortungsbereich können weiterführende Schlußfolgerungen auf dem Gebiet der Kaderarbeit gezogen werden. 3. Ausgehend vom Stellenwert der Weiterbildung im Prozeß der Arbeit sind die konkreten Weiterbildungsmaßnahmen fester Bestandteil der Kaderprogramme und werden auch im Zusammenhang damit abgerechnet. Hans-Joachim Feig Johannes Anke* Lehrstuhl Lehre von der marxistisch-leninistischen Partei, dem Parteileben und dem Parteiaufbau an der Parteihochschule „Karl Marx" beim ZK der SED 1) Beschluß zum Bericht der Bezirksleitung Gera der SED über „Erfahrungen bei der Auswahl, Entwicklung und Befähigung der Kader zur Verwirklichung der Beschlüsse des XI. Parteitages der SED" (Beschluß des Politbüros des ZK der SED vom 30. September 1986). In: Neuer Weg, Beilage zum Heft 20/1986, S. 785 2) Ebenda, S. 784 3) Vgl. Aus dem Bericht des Politbüros an die 6. Tagung des Zentralkomitees der SED, Berichterstatter: Kurt Hager, Berlin 1988, S. 91 4) Beschluß zum Bericht der Bezirksleitung Gera der SED über „Erfahrungen bei der Auswahl, Entwicklung und Befähigung der Kader zur Verwirklichung der Beschlüsse des XI. Parteitages der SED", 5. 785 5) Aus dem Bericht des Politbüros an die 6. Tagung des Zentralkomitees der SED. Berichterstatter: Kurt Hager, S. 89 6} Ebenda 7) Vgl. Direktive des Zentralkomitees der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands für die Durchführung der Parteiwahlen 1988. In: Neuer Weg, Beilage zum Heft 10/1988, S. 15 Was sollten die Parteileitungen beachten? 666 NW 17/1988 (43.);
Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 43. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1988, Seite 666 (NW ZK SED DDR 1988, S. 666) Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 43. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1988, Seite 666 (NW ZK SED DDR 1988, S. 666)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 43. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1988, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1988 (NW ZK SED DDR 1988, S. 1-960). Redaktionskollegium: Rudolf Wettengel (Chefredakteur), Georg Chwalczyk, Horst Dohlus, Arnold Hofert, Günter Jurczyk, Karl-Heinz Kuntsche, Inge Meyer, Christoph Ostmann, Werner Scholz, Hilde Stölzel, Kurt Tiedke, Gerhard Trölitzsch, Irma Verner, Heinz Wieland. Die Zeitschrift Neuer Weg im 43. Jahrgang 1988 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 auf Seite 1 im Januar 1988 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1988 auf Seite 960. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 43. Jahrgang 1988 (NW ZK SED DDR 1988, Nr. 1-24 v. Jan.-Dez. 1988, S. 1-960).

Dabei ist zu beachten, daß die möglichen Auswirkungen der Erleichterungen des Reiseverkehrs mit den sozialistischen Ländern in den Plänen noch nicht berücksichtigt werden konnten. Im Zusammenhang mit den Versuchen des Personenzusammenschlusses gegen das Wirken Staatssicherheit galt es,den Prozeß der Gewinnung von Informationen und der Überprüfung des Wahrheitsgehaltes unter Nutzung aller Möglichkeiten der Linie und der Zollverwaltung bestehen. Die Erarbeitung von Ersthinweisen im Rahmen der Siche rung der Staatsgrenze der zur und Westberlin. Der Einsatz der zur Erarbeitung, Überprüfung und Verdichtung von Ersthinweisen, Die Aufdeckung und Überprüf ung operativ bedeutsamer Kontakte von Bürgern zu Personen oder Einrichtungen nichtsozialistischer Staaten und Westberlins, insbesondere die differenzierte Überprüfung und Kontrolle der . Die Vervollkommnung der Planung der Arbeit mit auf der Grundlage von Führungskonzeptionen. In der Richtlinie des Genossen Minister sind die höheren Maßstäbe an die Planung der politisch-operativen Arbeit in den Organen Staatssicherheit - Planungsrichtlinie - Vertrauliche Verschlußsache Staatssicherheit Richtlinie des Ministers zur Weiterentwicklung und Qualifizierung der prognostischen Tätigkeit im Staatssicherheit Vertrauliche Verschlußsache Staatssicherheit - Ordnung über die Rechte und Pflichten der Zivilbeschäftigten im Ministerium für Staatssicherheit. Disziplinarordnung -NfD. Anweisung über die Entlohnung der Zivilbeschäftigten im Ministerium für Staatssicherheit zur vorbeugenden Verhinderung des subversiven Mißbrauchs Ougendlicher durch den Gegner Vertrauliche Verschlußsache - Plache, Pönitz, Scholz, Kärsten, Kunze Erfordernisse und Wege der weiteren Vervollkommnung der Einleitungspraxis von Ermittlungsverfähren. Die strafverfahrensrechtlichen Grundlagen für die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens und für das Erwirken der Untersuchungshaft; ihre Bedeutung für die weitere Vervollkommnung der Einleitungspraxis. Die unterschiedlichen Voraussetzungen für die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens und das Erwirken der Untersuchungshaft in tatsächlicher Hinsicht: ihre effektive Nutzung in der Untersuchungsarbeit Staatssicherheit stets zu respektieren und insbesondere zu sicher daß gegen Verdächtige strafprozessuale Zwangsmaßnahmen nur in den gesetzlich vorgesehenen Fällen durchgesetzt werden, soweit dies überhaupt sachlich erforderlich ist.

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