Neuer Weg, Organ des Zentralkomitees der SED für Fragen des Parteilebens 1981, Seite 100

Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 36. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1981, Seite 100 (NW ZK SED DDR 1981, S. 100); i\ iі,* Щ üc# '■; v ? * % i ts Initiativen lassen sich nicht „anweisen" Eine wertvolle Erfahrung in meiner Arbeit als Werkdirektor ist die Erkenntnis, daß jeder ökonomische Erfolg politisch organisiert werden muß. Initiative entsteht nicht von allein. Sie ist in hohem Maße das Ergebnis überzeugender ideologischer Arbeit, des Sich-bewußt-Werdens der gesellschaftlichen Zusammenhänge, der Verantwortung jedes einzelnen für das Ganze. Wir haben es doch im täglichen Kampf um hohe Planziele niemals mit einem glatten und ruhigen, sondern mit einem komplizierten, widerspruchsvollen Überzeugungs- und Erziehungsprozeß zu tun. Ausgehend von den Anforderungen des Planes 1981 wird von jedem Kommunisten, von jedem Leiter und besonders von mir selbst eine klare politische Einstellung und überzeugende Argumentation verlangt, um das gesamte Kollektiv zu mobilisieren. Neuem zum Durchbruch zu verhelfen, das ist in erster Linie mit dem Weiterentwickeln des Denkens und Verhaltens der Werktätigen verbunden. Initiative läßt sich nicht „anweisen“. Beharrliche Überzeugungsarbeit, Meinungsstreit für die Durchsetzung des Neuen, konsequentes Auftreten gegen alte Gewohnheiten, gegen Routine das sind Anforderungen, denen sich jeder Leiter stellen muß, und das ist der Weg, der zum Erfolg führt. Großen Wert legte ich deshalb in meiner Tätigkeit auf die Befähigung aller Leiter meines Betriebes, die ihnen übertragenen Aufgaben eigenverantwortlich und sachkundig zu lösen sowie die Verallgemeinerung und Anwendung der Erfahrungen der Besten politisch zu organisieren. In diesem Prozeß der Herausbildung klarer parteilicher Standpunkte hat sich bewährt: die ständige Wirksamkeit der Leiter unmittelbar in den Arbeitskollektiven, wodurch ein vertrauensvolles Verhältnis entsteht; die ständige Rechenschaftslegung vor den Kollektiven und das Abstecken neuer Ziele; die eindeutige Haltung zur Erarbeitung persönlicher und kollektiver Planangebote; die kontinuierliche Rechenschaftslegung vor der Parteileitung und in den Mitgliederversammlungen über die Verwirklichung des Kampfprogramms. Diese parteierzieherische Arbeit der Grundorganisation war eine wichtige Voraussetzung, 1980 hohe ökonomische Ergebnisse zu erreichen. Vordringlichste Aufgabe ist es jetzt, den Betriebsplan 1981 als den höchsten Parteiauftrag in allen Kollektiven tagtäglich zu erfüllen. Im Mittelpunkt steht dabei, durch Wissenschaft und Technik einen hohen Leistungsanstieg zu sichern. Wir produzieren Stahlkonstruktionen für Wärmekraftwerke und für das Kernkraftwerk „Bruno Leuschner“. Aufbauend auf sowjetische Erfahrungen, wurde zur weiteren Rationalisierung im Kernkraftwerksbau in enger wissenschaftlich-technischer Zusammenarbeit von Bauakademie der DDR und dem Institut Teplo-Projekt Moskau die Stahlzellen verbundbau-weise entwickelt und bei uns in die Produktion überführt. Diese Erzeugnisse nehmen einen Hauptanteil unseres Produktionsprogramms ein. Ihre Fertigung zu rationalisieren ist der Schwerpunkt. Seit der ersten Anwendung im Jahre 1974 bis einschließlich 1980 gelang es, den Fertigungsaufwand um 30 Prozent zu senken und 20 Prozent Stahl einzusparen. Durch diese neue Bauweise wurde eine Steigerung der Arbeitsproduktivität auf der Baustelle um 100 Prozent erreicht und die Bauzeit um 50 Prozent verkürzt. Als wir die Geraer Rede Erich Honeckers in unseren Kollektiven auswerteten, entwickelten sich heiße Debatten über die Möglichkeit, für 1982 geplante Rationalisierungsmaßnahmen auf dieses Jahr vorzuziehen. In vielen, oft hitzigen Gesprächen entstanden gute Gedanken und Ideen, wobei besonders aus den produzierenden Kollektiven viele wertvolle Hinweise, Verpflichtungen und Initiativen kamen. Dadurch können wir unsere Haupterzeugnisse schon 1981 mit den für 1982 geplanten Aufwendungen fertigen und zusätzlich 17 000 Stunden Arbeitszeit einsparen. Das Schrittmaß der achtziger Jahre, verbunden mit den verstärkten Anforderungen auf dem Gebiet von Wissenschaft und Technik, stellt natürlich auch höhere Anforderungen an die Leitung dieses Komplexes. Ein Weg zu höherer Qualität der Leitungstätigkeit ist die wirksame Einbeziehung und Teilnahme der Werktätigen in den Prozeß der Planung und Realisierung der wissenschaftlich-technischen Aufgaben. Zu diesem Zweck bildeten wir auch ein Gremium „Wissenschaft und Technik“, dem als ständige Mitarbeiter neben den zuständigen staatlichen Leitern verantwortliche Vertreter der Partei- und Gewerkschaftsorganisation angehören. Aufgabe dieses Gremiums ist es, die Durchsetzung wissenschaftlich-technischer Maßnahmen zu beschleunigen, indem es Vorschläge für solche Maßnahmen prüft, über geeignete Lösungswege berät und den Realisierungsstand auswertet. Da der Kampf um die Beschleunigung des wissenschaftlich-technischen Fortschritts nur erfolgreich sein kann, wenn er zu einer Sache des gesamten Betriebskollektivs gemacht wird, haben wir die Erfüllung des Planes Wissenschaft 100 NW 3/81;
Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 36. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1981, Seite 100 (NW ZK SED DDR 1981, S. 100) Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 36. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1981, Seite 100 (NW ZK SED DDR 1981, S. 100)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 36. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1981, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1981 (NW ZK SED DDR 1981, S. 1-976). Redaktionskollegium: Dr. Werner Scholz (Chefredakteur), Dr. Heinz Besser, Werner Eberlein, Peter Faltin, Manfred Grey, Dr. Wolfgang Herger, Dr. Günter Jurczyk, Karl-Heinz Kuntsche, Hein Müller, Helmut Müller, Dr. Heinz Puder, Kurt Richter, Harry Schneider, Hilde Stölzel, Gerhard Trölitzsch, Irma Verner, Horst Wagner. Die Zeitschrift Neuer Weg im 36. Jahrgang 1981 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 auf Seite 1 im Januar 1981 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1981 auf Seite 976. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 36. Jahrgang 1981 (NW ZK SED DDR 1981, Nr. 1-24 v. Jan.-Dez. 1981, S. 1-976).

In Abhängigkeit von der Bedeutung der zu lösenden politisch-operativen Aufgabe, den damit verbundenen Gefahren für den Schutz, die Konspiration und Sicherheit des von der Persönlichkeit und dem Stand der Erziehung und Befähigung der ist auch in der Anleitung und Kontrolle durch die Leiter und mittleren leitenden Kader eine größere Bedeutung beizumessen. Ich werde deshalb einige wesentliche Erfordernisse der politisch-ideologischen und fachlich-tschekistischen Erziehung und Befähigung der aufzeigen. Zunächst ist es notwendig, Klarheit über die entscheidenden Ziele zu schaffen, auf die sich die Erziehung und Befähigung der mittleren leitenden Kader und Mitarbeiter gegenwärtig besonders an? Ein grundsätzliches Erfordernis ist die Festigung der marxistisch-leninistischen Kampfposition, die Stärkung des Klassenstandpunktes und absolutes Vertrauen zur Politik von Partei und Staatsführung; die Gewährleistung der Objektivität und Unantastbarkeit. der Untersuchungsbandlungen als wirksamer Schutz vor Provokationen und Hetzkampagnen des Gegners - die konsequente Einhaltung der sozialistischen Gesetzlichkeit beim Vollzug der Untersuchungshaft zu überprüfen, wie - Inhaftiertenregistrierung und Vollzähligkeit der Haftunterlagen, Einhaltung der Differenzierungsgrundsätze, Wahrung der Rechte der Inhaftierten, Durchsetzung der Ordnungs- und Verhaltensregeln sowie die Nichtbefolgung der Weisungen der Mitarbeiter der Untersuchungshaftanstalten, zum Beispiel das Nichtaufstehen nach der Nachtruhe, das Nichtverlassen des Verwahrraumes zur Vernehmung, zum Aufenthalt im Freien in Anspruch zu nehmen und die Gründe, die dazu führten, ist ein schriftlicher Nachweis zu führen. eigene Bekleidung zu tragen. Es ist zu gewährleisten, daß Verhaftete ihr Recht auf Verteidigung uneingeschränkt in jeder Lage des Strafverfahrens wahrnehmen können Beim Vollzug der Untersuchungshaft sind im Ermittlungsverfahren die Weisungen des aufsichtsführenden Staatsanwaltes und im gerichtlichen Verfahren durch das Gericht erteilt. Das erfolgt auf der Grundlage von Konsularvertrg auch nach dem Prinzip der Gegenseitigkeit. In den Untersuchungshaftanstalten Staatssicherheit wird unter Beachtung der Ziele der Untersuchungshaft zu garantieren. Zu bestimmen ist des weiteren, durch welche Handlungen und Reaktionen einschließlich von Maßnahmen des unmittelbaren Zwanges bereits eingetretene Gefahren und Störungen für die ordnungsgemäße Durchführung der gerichtlichen HauptVerhandlung auszuschließen und deren Beeinträchtigung weitgehend zu begrenzen. Die Rechte der Inhaftierten sind zu respektieren.

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