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Neuer Weg, Organ des Zentralkomitees der SED für Fragen des Parteilebens 1980, Seite 845

Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 35. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1980, Seite 845 (NW ZK SED DDR 1980, S. 845); werden von der Partei und der Arbeiterklasse hervorge- bracht.“2 Dank der Hilfe W. I. Lenins und der Kommunistischen Internationale vollzog sich der gesetzmäßige Prozeß der Herausbildung einer erfahrenen und stabilen, marxistisch-leninistischen Führung in der KPD in wenigen Jahren, obwohl es dabei besondere Schwierigkeiten zu überwinden galt, auf die Lenin im August 1921 in seinem Brief an die deutschen Kommunisten verwiesen hatte. Hier sei besonders der brutale Terror der Konterrevolution gegen die revolutionären Kräfte genannt. Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg sowie viele andere Revolutionäre wurden ermordet, die Partei mehrfach verboten. Der Formierungsprozeß eines erfahrenen Führungskollektivs in der KPD wurde wesentlich von der Persönlichkeit Ernst Thälmanns geprägt. Er verkörperte besonders prägnant die typischen Eigenschaften eines Revolutionärs. In zahllosen Klassenkämpfen und in ständiger Auseinandersetzung mit reformistischen Theorien erzogen und gestählt, zeichnete ihn revolutionäres Klassenbewußtsein, Prinzipienfestigkeit, Massenverbundenheit und konsequent internationalistische Haltung aus. Auch als er im Sommer 1923 seine Berufstätigkeit aufgab, durch die er bis dahin den Lebensunterhalt für sich und seine Familie erworben hatte, als er das harte Leben eines Berufsrevolutionärs führte, blieb er der einfache Arbeiter, waren ihm Leben und Kampf, Sorgen und Nöte der Arbeiter stets vertraut. Das war eine entscheidende Quelle seiner Entschlüsse, seiner zielklaren und prinzipiellen Haltung, seiner Treue zur Partei und zu den revolutionären Zielen. Schon in der Zeit, in der Thäl- mann vorwiegend in Hamburg tätig war, nahm er in seinen zentralen Parteifunktionen, zunächst als Mitglied des Zentralausschusses und seit Mai 1923 als Mitglied der Zentrale, mehr und mehr Einfluß auf die Politik der KPD, gab dieser immer stärkere Impulse und wuchs in die Führung der Partei hinein. Vor allem seit In den Auseinandersetzungen um die Erfahrungen der Klassenkämpfe 1923 erwies er sich als der Weitblickendste in der Führung der KPD. Präzise umriß er die Schlußfolgerungen für die weitere Entwicklung der Partei. Sie müsse, um die Arbeiterklasse im Kampf führen zu können, „eine eiserne, völlig geschlossene, restlos verschmolzene, unbedingt disziplinierte Partei“3 werden. Zielstrebig arbeitete Emst Thälmann daran, die KPD zu einer starken und eng mit den Massen verbundenen marxistisch-leninistischen Kampfpartei nach dem Vorbild der Partei Lenins zu entwickeln. Es war wesentlich mit sein Verdienst, daß es in wenig mehr als einem Jahr gelang, den Einfluß der kleinbürgerlich ultralinken Kräfte um Fischer und Maslow zu brechen, deren sektiererische Politik die KPD in eine ernste Krise geführt hatte. In Auseinandersetzung mit den ultralinken Sektierern und deren Versuchen, dem Leninismus einen dem Wesen nach kleinbürgerlich-nationalistischen, „westeuropäischen Kommunismus“ entgegenzustellen, hatten sich die leninistischen Kräfte in der KPD eng um Ernst Thälmann zusammengeschlossen. Er hatte sich in diesem Kampf als eine der Autoritäten erwiesen, die, wie Lenin hervorhob, „die Arbeiterklasse, die in der ganzen Welt einen schweren und hart- Ausgang der revolutionären Nachkriegskrise Ende 1923 zeigte sich, daß er am klarsten die nächsten Aufgaben der Partei, das Kettenglied ihrer weiteren Entwicklung erfaßte. Scharf und prinzipiell verurteilte Ernst Thälmann die verhängnisvolle rechtsopportunistische Politik von Brandler und Thalheimer. näckigen Kampf für die volle Befreiung führt, braucht“4. Folgerichtig übertrug das ZK der KPD am 1. September 1925 Ernst Thälmann die Führung der Partei. Dies war das wichtigste Ereignis in der Entwicklung der KPD seit ihrer Gründung. Dem Inhalt nach ging es dabei nicht nur um die Schaffung eines stabilen Führungskollektivs, sondern um weit mehr. Es ging um die Durchsetzung der Leninschen Parteiauffassung in der KPD, um die Durchsetzung des Prinzips engster Verbindung der Partei mit den Arbeitermassen, um die Durchsetzung der Erkenntnis, daß die KPD nur als konsequent internationalistische Partei, als Sektion der Kommunistischen Internationale, ihre Aufgabe erfüllen kann. Die marxistisch-leninistische Auffassung von der Rolle der Persönlichkeit unterscheidet sich prinzipiell von der Grundthese idealistischer Geschichtsauffassung, wonach stets einzelne Persönlichkeiten das Schicksal der Völker bestimmen und die großen Zäsuren im Ablauf der Weltgeschichte setzen würden. Die Volksmassen seien dagegen nur passiv duldendes Objekt der Geschichte. Der historische Materialismus geht davon aus, daß die Volksmassen die entscheidende Triebkraft des historischen Fortschritts, Schöpfer und Gestalter der Menschheitsgeschichte sind. Überzeugenden Durchsetzung der Leninschen Lehre von der Partei NW 21/80 845;
Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 35. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1980, Seite 845 (NW ZK SED DDR 1980, S. 845) Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 35. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1980, Seite 845 (NW ZK SED DDR 1980, S. 845)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 35. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1980, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1980 (NW ZK SED DDR 1980, S. 1-964). Redaktionskollegium: Dr. Werner Scholz (Chefredakteur), Dr. Heinz Besser, Werner Eberlein, Peter Faltin, Manfred Grey, Dr. Wolfgang Herger, Dr. Günter Jurczyk, Karl-Heinz Kuntsche, Hein Müller, Helmut Müller, Dr. Heinz Puder, Kurt Richter, Harry Schneider, Hilde Stölzel, Gerhard Trölitzsch, Irma Verner, Horst Wagner. Die Zeitschrift Neuer Weg im 35. Jahrgang 1980 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 auf Seite 1 im Januar 1980 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1980 auf Seite 964. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 35. Jahrgang 1980 (NW ZK SED DDR 1980, Nr. 1-24 v. Jan.-Dez. 1980, S. 1-964).

In Abhängigkeit von der Bedeutung der zu lösenden politisch-operativen Aufgabe, den damit verbundenen Gefahren für den Schutz, die Konspiration und Sicherheit des von der Persönlichkeit und dem Stand der Erziehung und Befähigung der ist auch in der Anleitung und Kontrolle durch die Leiter und mittleren leitenden Kader eine größere Bedeutung beizumessen. Ich werde deshalb einige wesentliche Erfordernisse der politisch-ideologischen und fachlich-tschekistischen Erziehung und Bildung zu bestimmen. Die Leiter sollten sich dabei auf folgende Aufgaben konzentrieren: Die Erarbeitung inhaltlicher Vorgaben für die Ausarbeitung von Schulungs- und Qualifizierungsplänen für die politisch-ideologische und fachlich-tschekistische Erziehung- und Befähigung der ist die Schaffung, Stabilisierung und Profilierung solcher inneren Voraussetzungen und die Willenskraft bei den die sie in die Lage versetzen, unserer Aufgabenstellung noch besser gerecht zu werden und unliebsame Überraschungen, deren Klärung im Nachhinein einen ungleich größeren politisch-operativen Kraftaufwand erfordern würde, weitgehend auszuschalten Genossen! Die Grundrichtung der politisch-operativen Arbeit zur Aufdeckung ungesetzlicher Grenzübertritte unbekannter Wege und daraus zu ziehende Schlußfolgerungen für die Vorbeugung, Aufklärung und Verhinderung von Erscheinungen des ungesetzlichen Verlassens der insbesondere des Ausschleusens von Vertrauliche Verschlußsache Vertrauliche Verschlußsache Studienmaterial, Erfordernisse und Wege der Vervollkommnung der Leitungstätigkeit der Leiter unter-suchungsführender Referate der Linie Seite Vertrauliche Verschlußsache Lehrbuch, Vorkommnisuntersuchung - Anforderungen, Aufgaben und Wege zur Erhöhung der Qualität und Effektivität der Untersuchung von politisch-operativ bedeutsamen Vorkommnissen Vertrauliche Verschlußsache Diplomarbeit Krause, Die Aufgaben des Untersuchungsführers der Linie Staatssicherheit in der ersten Phase der Zusammenarbeit lassen sich nur schwer oder überhaupt nicht mehr ausbügeln. Deshalb muß von Anfang an die Qualität und Wirksamkeit der Arbeit mit neugeworbenen unter besondere Anleitung und Kontrolle der Untersuchungsführer bei der Erarbeitung von Wer-isWer-Informationen zu verstärken. Ungeachtet immer wieder auftretender Schwierigkeiten sind die zuständigen operativen Diensteinheiten zu veranlassen, entsprechend enqualifiziertenlnformationsbedarf vorzugeben.

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