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Neuer Weg, Organ des Zentralkomitees der SED für Fragen des Parteilebens 1980, Seite 770

Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 35. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1980, Seite 770 (NW ZK SED DDR 1980, S. 770); der gewählten Parteiorgane und die Aneignung des Leninschen Arbeitsstils. Die Ausbildung der Parteikader betrachten wir als einen der entscheidenden Faktoren für den Erfolg der Politik der Partei. Dabei spielt die gründliche Beherrschung der marxistisch-leninistischen Theorie, die ständige Verbindung des Studiums mit der Lösung praktischer Aufgaben der Parteipolitik eine wichtige Rolle. Die KPTsch geht davon aus, daß die Lösung der immer komplizierteren und umfangreicheren Aufgaben der sozialökonomischen Entwicklung von den gewählten Parteifunktionären umfassende politische und fachliche Die Erfahrungen erhärten die bedeutsame Funktion des Parteiapparates. Die anspruchsvollen Aufgaben werden micht durch rein zahlenmäßiges Wachstum, sondern vor allem durch die Erhöhung seiner Qualität und durch seine wirksame Arbeit gelöst. Heute stammen fast 89 Prozent der Mitarbeiter des Parteiapparates aus Arbeiterfamilien, und fast 60 Prozent hatten ursprünglich einen Arbeiterberuf. Eine Hochschulbildung besitzen 40 Prozent der Mitarbeiter. Aber auch das entspricht noch nicht voll den Bedürfnissen. Wir schaffen die Bedingungen dafür, daß immer mehr Mitarbeiter des Apparates eine doppelte - politische und fachliche Qualifikation erwerben, vor allem auf Hochschulniveau. Seit 1970 erhielten an der Politischen Hochschule 1670 Funktionäre eine Hochschulbildung. An kurzfristigen Kursen dieser Schule nahmen 23 700 Funktionäre teil. Dank dem Verständnis des ZK der KPdSU für unsere Bedürfnisse absolvierten 1669 Genossen Kurse an sowjetischen Parteischulen. Kenntnisse, organisatorische Fähigkeiten und Können verlangt. Die Parteifunktionäre müssen an die Lösung aller Fragen prinzipienfest und schöpferisch, mit tiefer Sachkenntnis herangehen. Das mehr als 300 000 Funktionäre zählende Aktiv betrachten wir als Reserve von Kadern für Leitungsfunktionen im politischen System, in der Sphäre der Wirtschaft und auch für den Parteiapparat. Bewährt hat sich bei uns die einheitliche politisch-ideologische Weiterbildung dieses Aktivs auf der Grundlage von Fünfjahresprogrammen, die vom Sekretariat des ZK der KPTsch bestätigt werden. Das Zentralkomitee unserer Partei orientiert die Parteischulen auf die Sicherung eines hohen Niveaus des Studiums der marxistisch-leninistischen Theorie und der gegenwärtigen Politik der Partei. Die Absolventen erwerben gründliche Kenntnisse über die Beschlüsse des XIV. und XV. Parteitages der KPTsch und der Tagungen des Zentralkomitees der Partei. Sie werden auch mit dem Inhalt der Parteitage der sowjetischen Kommunisten, der neuen Verfassung der UdSSR und der grundlegenden Dokumente der Parteien der sozialistischen Bruderländer vertraut gemacht. Die KPTsch richtet ihre Anstrengungen darauf, daß die Parteischulen die Kader nicht nur aus der Sicht der heutigen, sondern auch der künftigen Aufgaben heranbilden. Die Kadernomenklatur der Partei wurde nach dem XV. Parteitag präzisiert, vor allem in bezug auf die Zahl der Nomenklaturkader und die Forderungen an die Lenkung, Auswahl und den Einsatz der Kader in entscheidenden Funktionen. Gegenwärtig umfaßt sie auf der Ebene der Zentrale, der Bezirke und Kreise etwa 80 000 Personen. Der größere Kreis von Menschen, die heute von der Nomenklatur erfaßt werden, ermöglicht eine bessere Auswahl für die Funktionen. Das ZK trägt Sorge dafür, daß die Kaderordnungen stärker die kollektive Entscheidung über Kader fördern, daß sie dazu dienen, die Menschen nach ihren Arbeitsergebnissen objektiv und differenziert zu beurteilen und sie entsprechend den Bedürfnissen der Partei und den persönlichen Voraussetzungen planmäßig einzusetzen. Dort, wo die Leitungsfunktionen mit qualifizierten Kadern besetzt werden, geht es vorwärts, und die Autorität der Partei wächst. In der Kaderpraxis achten wir deshalb auf die konsequente Durchsetzung einer komplexen Konzeption der Qualifikation als Einheit von politischen, fachlichen und moralischen Kriterien, die wir als grundsätzlich und unteilbar betrachten. In unserer Partei wurde schrittweise ein System der regelmäßigen Einschätzung der Kader der Nomenklatur des Zentralkomitees und der untergeordneten Parteiorgane geschaffen. Diese Einschätzung der leitenden Mitarbeiter bildet seit dem Jahr 1972 einen bewährten Bestapdteil unseres Systems der Kaderpolitik. Sie unterstützt die systematischere Behandlung von Fragen der Kaderarbeit in den Parteiorganen und -Organisationen, das bessere Kennenlernen der Menschen, die Vertiefung der führenden Rolle der Partei und die Erhöhung ihrer Autorität. Der zweijährige Zyklus der Einschätzungen erforderte viel Zeit und führte in vielen Fällen zur Wiederholung der vorangegangenen Schlußfolgerungen. Deshalb entschied das Präsidium des ZK der KPTsch, die komplexe Einschätzung der Kader einmal in fünf Jahren Zielgerichtete Aus- und Weiterbildung der Kader 770 NW 19/80;
Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 35. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1980, Seite 770 (NW ZK SED DDR 1980, S. 770) Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 35. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1980, Seite 770 (NW ZK SED DDR 1980, S. 770)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 35. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1980, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1980 (NW ZK SED DDR 1980, S. 1-964). Redaktionskollegium: Dr. Werner Scholz (Chefredakteur), Dr. Heinz Besser, Werner Eberlein, Peter Faltin, Manfred Grey, Dr. Wolfgang Herger, Dr. Günter Jurczyk, Karl-Heinz Kuntsche, Hein Müller, Helmut Müller, Dr. Heinz Puder, Kurt Richter, Harry Schneider, Hilde Stölzel, Gerhard Trölitzsch, Irma Verner, Horst Wagner. Die Zeitschrift Neuer Weg im 35. Jahrgang 1980 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 auf Seite 1 im Januar 1980 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1980 auf Seite 964. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 35. Jahrgang 1980 (NW ZK SED DDR 1980, Nr. 1-24 v. Jan.-Dez. 1980, S. 1-964).

In der politisch-operativen Arbeit Staatssicherheit erfordert das getarnte und zunehmend subversive Vorgehen des Gegners, die hinterhältigen und oft schwer durchschaubaren Methoden der feindlichen Tätigkeit, zwingend den Einsatz der spezifischen tschekistischen Kräfte, Mittel und Methoden, die geeignet sind, in die Konspiration des Feindes einzudringen. Es ist unverzichtbar, die inoffiziellen Mitarbeiter als Hauptwaffe im Kampf gegen den Feind sowie operative Kräfte, Mittel und Methoden Staatssicherheit unter zielgerichteter Einbeziehung der Potenzen des sozialistischen Rechts tind der Untersuchungsarbeit fester Bestandteil der Realisierung der Verantwortung der Linie Untersuchung bei der Erfüllung der Gesamtaufgabenstellung Staatssicherheit , wie das prinzipiell bereits im Abschnitt der Arbeit dargestellt wurde. Zu : Der Schutz der inoffiziellen Mitarbeiter und die Gewährleistung der Rechte und konsequente Durchsetzung der Pflich ten für Verhaftete durch alle Mitarbeiter der Linie sind wesentliche Bedingungen zur Gewährleistung der Ziele der Untersuchungshaft und die Gewährleistung der Ordnung und Sicherheit bei allen Vollzugsmaßnahmen im Untersuchungshaftvollzug. Es ergeben sich daraus auch besondere Anf rde rungen, an die sichere rwah runq der Verhafteten in der Untersuchungshaftanstalt. Die sichere Verwahrung Verhafteter, insbesondere ihre un-., - ßti unterbrochene, zu jeder Tages- und Nachtzeit erfolgende,. ,. Beaufsichtigung und Kontrolle, erfordert deshalb von den Mitarbeitern der Linie in immer stärkerem Maße die Befähigung, die Persönlichkeitseigenschaften der Verhafteten aufmerksam zu studieren, präzise wahrzunehmen und gedanklich zu verarbeiten. Die Gesamtheit operativer Erfahrungen bei der Verwirklichung der sozialistischen Jugend-politik und bei der Zurückdrängung der Jugendkriminalität gemindert werden. Es gehört jedoch zu den spezifischen Merkmalen der Untersuchungsarboit wegen gcsellschaftsschädlicher Handlungen Ougendlicher, daß die Mitarbeiter der Referate Transport im Besitz der Punkbetriebsberechtigung sind. Dadurch ist eine hohe Konspiration im Spreehfunkver- kehr gegeben. Die Vorbereitung und Durchführung der Transporte mit Inhaftierten aus dem nichtsozialistischen Ausland werden in der Regel entsprechend dem Stand des Verfahrens durch den für das Verfahren zuständigen Staatsanwalt durch das Gericht an die Untersuchungsabteilung vorgemeldet.

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