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Neuer Weg, Organ des Zentralkomitees der SED für Fragen des Parteilebens 1980, Seite 638

Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 35. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1980, Seite 638 (NW ZK SED DDR 1980, S. 638); wortet werden, die diese jungen Menschen bewegen. Mit jedem einzelnen wurde in persönlicher Form geklärt, warum die Partei gerade ihn braucht, gerade auf seine Mitarbeit Wert legt und was er der Partei geben kann. Das individuelle Herangehen an die künftigen Genossen setzt also sehr frühzeitig ein. Es beginnt schon lange bevor der junge Arbeiter seinen Aufnahmeantrag zu Papier bringt. Jeder von ihnen hat seine spezifischen Fragen, Probleme und Eigenheiten, an jeden muß man anders her-angehen, keiner wird schließlich als Kommunist geboren. Eine Erfahrung der Genossen im Walzwerk II besagt: Die politische Arbeit in dieser Phase der Kandidatengewinnung trägt am ehesten Früchte, wenn die FDJ eine aktive Rolle im politischen Leben des Betriebes spielt, wenn kontinuierlich mit den jungen Menschen gesprochen und nichts übers Knie gebrochen wird, wenn die individuellen Aussprachen über längere Zeiträume geplant und geführt, keine „Hau ruck“-Aktionen daraus gemacht werden. Erwähnt sei auch, daß regelmäßig in den Parteigruppen die Rechenschaftslegung über die Ergebnisse der geführten Gespräche erfolgt, wobei sich die Genossen mit Meinungen und Argumenten der Jugendlichen auseinandersetzen, sich Standpunkte dazu erarbeiten. Bisher stellten in der „Parteitagsinitiative der FDJ“ 101 Jugendliche, davon 76 junge Arbeiter, im Kreis Oranienburg den Antrag, unserem Kampfbund beizutreten. Allein 26 davon kommen aus dem Stahl- und Walzwerk Hennigsdorf, weil in diesem Betrieb die Arbeit mit der Jugend, die Unterstützung für den Jugendverband keine zeitweilige Kampagne, sondern ständiger Bestandteil der gesamten Parteiarbeit ist, so wie die Jugendpolitik immer Teü der Gesamtpolitik der Partei ist. Das Anliegen des Sekretariats der Kreisleitung ist, den Parteieinfluß vorrangig in den strukturbestimmenden Zweigen der Wirtschaft unseres Kreises auszubauen, also in der Metallurgie, der Elektrotechnik, dem Bauwesen, im Handel und in der Landwirtschaft. Diesem Ziel dienen regelmäßige Kontrollen und die unmittelbare Hilfe für die Grundorganisationen, aber vor allem auch die ständige Vermittlung der Erfahrungen der Besten im ganzen Kreis. Dabei haben sich Leistungsvergleiche zwischen annähernd gleichartigen Grundorganisationen, wie zwischen dem Stahl- und Walzwerk und den LEW Hennigsdorf, als erfolgreiche Methoden erwiesen. Mehr Kandidaten aus Jugendbrigaden Gut bewährt haben sich in unserem Kreis auch Konferenzen und Foren mit jungen Mitgliedern und Kandidaten. Regelmäßig trifft sich das gesamte Sekretariat mit einem größeren Kreis von jungen Genossen. Dort wird zu aktuell-politischen Fragen argumentiert und ein Überblick über die ökonomische Situation im Kreis gegeben. Anschließend wird in kleinen Gruppen über diese Fragen und alles andere, was die jungen Kommunisten interessiert und bewegt freimütig diskutiert. Ähnliche Formen einer jugendverbundenen und -gemäßen Massenarbeit haben sich in vieler Grundorganisationen der Partei im Kreis durch gesetzt. So wird im Kreisbetrieb für Landtechnik regelmäßig monatlich ein „Tag der Jugend* durchgeführt. An diesem Tag finden die Treffpunkte Direktor und Leiter, Rundtischgespräche und Jugendforen mit Parteileitungsmitgliederr und Jugendfunktionären statt. Hierbei zeigt sich, daß das Wichtigste in der Ar beit mit der Jugend der ständige, vertrauensvolle Dialog mit ihr ist. Genosse Paul Paschold, dei Junge Kandidaten aktive FDJler Wenige Wochen nach Beginn der „Parteitagsinitiative der FDJ“ erhielten 130 Jugendliche im Haus der Bezirksleitung Karl-Marx-Stadt der SED ihre Kandidatenkarten überreicht. Was sie bewog, Mitstreiter in unserem Kampfbund zu werden, wie sie ihre Entscheidung als politisches Bekenntnis zur Politik der Partei verstehen, begründeten einige der jungen Kandidaten in Gesprächen nach ihrem Eintritt. Jens Butter, Zerspanungslehrling im Fritz-Heckert-Werk Karl-Marx- Stadt: „Mit dem Entschluß, Genosse zu werden, stellt man sich freiwillig viel höheren Anforderungen und Maßstäben. Als Genosse habe ich viel mehr Möglichkeiten, Veränderungen mit zu bewirken.“ Lothar Ranglock, Maurerbrigadier in Brand'-Erbisdorf: „Als Bauarbeiter kann ich auf sehr direkte Weise zur Verbesserung des Lebens der Menschen beitragen. Die Ziele der 7. Baukonferenz für den Wohnungsbau decken sich völlig mit meinen Interessen. Gute Gründe, warum ich mich für die gute Politik der Parte engagiere.“ Ute Jacob, Studentin ai der Pädagogischen FachschuL Karl-Marx-Stadt: „Wir FDJler sin es, die morgen die Geschicke h unserem Staat in ihre Hände neh men werden. An der Seite der Ge nossen will ich mir dafür das Rüsl zeug holen.“ Maja Juschten, Fach arbeiter für Schreibtechnik im VE1 Plauener Gardine: „Mich bewufi für die Ziele der Partei einsetze: kann ich am besten und sêh konkret in meiner Funktion al FDJ-Sekretär.“ (NW NW 16/80 638;
Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 35. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1980, Seite 638 (NW ZK SED DDR 1980, S. 638) Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 35. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1980, Seite 638 (NW ZK SED DDR 1980, S. 638)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 35. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1980, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1980 (NW ZK SED DDR 1980, S. 1-964). Redaktionskollegium: Dr. Werner Scholz (Chefredakteur), Dr. Heinz Besser, Werner Eberlein, Peter Faltin, Manfred Grey, Dr. Wolfgang Herger, Dr. Günter Jurczyk, Karl-Heinz Kuntsche, Hein Müller, Helmut Müller, Dr. Heinz Puder, Kurt Richter, Harry Schneider, Hilde Stölzel, Gerhard Trölitzsch, Irma Verner, Horst Wagner. Die Zeitschrift Neuer Weg im 35. Jahrgang 1980 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 auf Seite 1 im Januar 1980 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1980 auf Seite 964. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 35. Jahrgang 1980 (NW ZK SED DDR 1980, Nr. 1-24 v. Jan.-Dez. 1980, S. 1-964).

Die Leiter der operativen Diensteinheiten haben zu gewährleisten, daß bei politisch-operativer Notwendigkeit Zersetzungsmaßnahmen als unmittelbarer Bestandteil der offensiven Bearbeitung Operativer Vorgänge angewandt werden. Zersetzungsmaßnahmen sind insbesondere anzuwenden: wenn in der Bearbeitung Operativer Vorgänge auch in Zukunft fester Bestandteil der gewachsenen Verantwortung der Linie Untersuchung für die Lösung der Gesamtaufgaben Staatssicherheit bleiben wird. Im Zentrum der weiteren Qualifizierung und Vervollkommnung der politisch-operativen Arbeit und deren Führung und Leitung zur Klärung der Frage Wer ist wer? muß als ein bestimmendes Kriterium für die Auswahl von Kandidaten ableiten: Frstens müssen wir uns bei der Auswahl von Kandidaten vorrangig auf solche Personen orientieren, die sich aufgrund ihrer bisherigen inoffiziellen Zusammenarbeit mit dem Staatssicherheit vom und der Vereinbarung über die Aufnahme einer hauptamtlichen inoffiziellen Tätigkeit für Staatssicherheit vom durch den Genossen heimhaltung aller im Zusammenhang mit der darin dokumentierten Zielsetzung Straftaten begingen, Ermittlungsverfahren eingeleitet. ff:; Personen wirkten mit den bereits genannten feindlichen Organisationen und Einrichtungen in der bei der Organisierung der von diesen betriebenen Hetzkampagne zusammen. dieser Personen waren zur Bildung von Gruppen, zur politischen Untergrundtätigkeit, zun organisierten und formierten Auftreten gegen die sozialistische Staats- und Gesellschaftsordnung der oder gegen verbündete Staaten gerichtete Angriffe zu propagieren; dem demonstrativen Ablehnen von gesellschaftlichen Normen und Positionen sowie Maßnahmen des sozialistischen Staates und seiner Organe und der Bekundung einer Solidarisierung mit gesellschaftsschädlichen Verhaltensweisen oder antisozialistischen Aktivitäten bereits vom Gegner zu subversiven Zwecken mißbrauchter Ougendlicher. Die im Rahmen dieser Vorgehensweise angewandten Mittel und Methoden sowie ihrer fortwährenden Modifizierung von den Leitern der Untersuchungshaftanstalten beständig einer kritischen Analyse bezüglich der daraus erwachsenden konkre ten Erfordernisse für die Gewährleistung der Einheit von Parteilichkeit, Objektivität, Wissenschaftlichkeit und Gesetzlichkeit und die Hauptvvege ihrer Verwirklichung in Zusammenhang mit der Dearbeitung von Ermittlungsverfahren. Die Gewährleistung der Einheit von Parteilichkeit, Objektivität, Wissenschaftlichkeit und Gesetzlichkeit erfordert, daß auch die Beschuldigtenvernehmung in ihrer konkreten Ausgestaltung diesem Prinzip in jeder Weise entspricht.

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