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Neuer Weg, Organ des Zentralkomitees der SED für Fragen des Parteilebens 1980, Seite 488

Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 35. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1980, Seite 488 (NW ZK SED DDR 1980, S. 488); bei der Einhaltung feststehender Qualitätsparameter zu erfüllen; auch die bewährte zentrale Wettbewerbslosung „Aus jeder Mark, jeder Stunde Arbeitszeit und jedem Gramm Material einen größeren Nutzeffekt!“ mit neuer Qualität befolgt werden kann. Diese Art der Aufschlüsselung erlaubt es, die Wettbewerbsergebnisse noch besser als bisher abzurechnen. Sie schafft auch einen noch größeren Anreiz zu Leistungsvergleich und Leistungssteigerung. Jetzt, da wir als Bezirksparteiorganisation dabei sind, in Vorbereitung auf den X. Parteitag den Kampf um zwei zusätzliche Tagesproduktionen zu organisieren, und dafür eintreten, daß das mit eingespartem Material erreicht wird, kommt dieser Methode natürlich besondere Bedeutung zu. Es ist daher gut, daß sich unsere Bezirksparteiorganisation dabei bereits auf bewährte Erfahrungen und Erfolge stützen kann. Gegenwärtig arbeiten im Bezirk mehr als 150 000 Werktätige nach der Methode der Nordhausener Fernmeldewerker. Im Büromaschinenwerk Erfurt haben für dieses Jahr 4800 Werktätige ihr persönliches Planangebot unterbreitet, wodurch die geplante Steigerung der Produktivität weit überboten werden kann. Das Betriebskollektiv gab die Verpflichtung ab, 1980 der Volkswirtschaft Waren im Werte von zwei Tagesproduktionen zusätzlich zur Verfügung zu stellen. Manches Kollektiv hat auf diesem Wege überhaupt erst ein richtiges Schrittmaß gefunden. Über einen ständigen Leistungsvergleich und durch die Vermittlung der besten Erfahrungen der Partei- und Massenarbeit bei der Durchsetzung des persönlichen Planangebots ist es zum Beispiel gelungen, solche Betriebe wie das Bekleidungswerk Erfurt, das Funkwerk Kölleda, den Starkstromanlagenbau Erfurt, die Eichsfelder Bekleidungswerke Heiligenstadt an das Niveau der Fortgeschrittenen heranzuführen. Allerdings und auch das war durch die Bezirksleitung eindeutig zu klären , mit einfachen Anschlußbeteuerungen ist diese neue Methode nicht erfolgreich durchzusetzen. In einigen Betrieben hatten sich die Parteiorganisationen mit Zügen schematischen Herangehens und des Formalismus bei der Einführung dieser Methode auseinanderzusetzen. Die Zahlen der Planangebote waren hier manchmal schneller parat als die konkreten Beispiele mit meßbaren ökonomischen Ergebnissen. Es gilt hier aber im wahrsten Sinne des Wortes der Grundsatz: Qualität geht vor Quantität. Dieses persönliche Planangebot darf niemand auf die leichte Schulter nehmen. Es verträgt keine Routine. Wer bei persönlichen Planangeboten das „Q“ erreichen will, muß wissen, daß es letzten Endes nur über ein „Q“ in der Leitungstätigkeit zu erreichen ist. Das heißt, die Leiter müssen Voraussetzungen für seine Anwendung schaffen. Überall, wo die Parteiorganisationen sich ernsthaft mit dieser Methode beschäftigten, erkannten die Genossen bald: Das persönliche Planangebot ist in seinem politischen Kern ein persönliches Bekenntnis der Werktätigen zur Politik der Partei. Es muß dementsprechend auch angefaßt werden. Das bedeutet, daß die Wirtschaftsfunktionäre ihre Leitungstätigkeit mit aller Konsequenz als das begreifen und ausüben, was sie objektiv ist als politische Leitung von Arbeitskollektiven. Politisch leiten aber heißt, den Werktätigen in den Arbeitskollektiven den politischen und volkswirtschaftlichen Sinn der ökonomischen Aufgaben zu verdeutlichen. Dazu gehört, bei ihnen Verständnis dafür zu schaffen, daß die Größe und das ständige Wachstum dieser Aufgaben objektiven Notwendigkeiten entspricht, denen niemand ausweichen kann. Erst dann wächst die Bereitschaft, einen eigenen hohen Anteil daran zu übernehmen. Jeder soll doch verstehen, daß sein persönliches Planangebot eine von Millionen Aktivitäten ist, aus denen sich das erforderliche Wachstum unserer Volkswirtschaft ergibt. Deshalb erläuterten die staatlichen Leiter, unterstützt von ihren Parteiorganisationen, im Fernmeldewerk Nordhausen und in anderen Betrieben bei der Vorbereitung des persönlichen Planangebots den Werktätigen genau die hohen Anforderungen, die sich bereits aus dem sozialpolitischen Programm an unsere Wirtschaftskraft ergeben. Sie machten zugleich darauf aufmerksam, in welchem Maße diese Leistungskraft durch die Preisexplosion auf dem kapitalistischen Rohstoffmarkt und durch erhöhte Anforderungen an die Verteidiungskraft noch zusätzlich gefordert wird. Damit jeder seinen Anteil genau kennt Sind solche Fragen überzeugend erklärt, wird der Erfolg weiter von der Art und Weise bestimmt, mit der der Plan von den staatlichen Leitern nach Möglichkeit auf jeden einzelnen Werktätigen und, wo das absolut nicht möglich ist, auf das kleinstmögliche Kollektiv aufgeschlüsselt wird, wie gesagt, auch und gerade mit seinen qualitativen Kennziffern. Diese exakte Aufschlüsselung, die Erarbeitung eines qualitativ hochwertigen persönlichen Planauftrages, wird zum A und О der Sache. Viele unserer Parteiorganisationen hatten sich mit dem Argument auseinanderzusetzen, üaß das viel Arbeit mache und vom Leiten abhalte. Sie entgegneten: Aber es ist ja lebendige Leitungstätigkeit, die da zu leisten ist. Leiten, und da unterstützt unsere Bezirksleitung voll die Ar- 488 NW 13/80;
Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 35. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1980, Seite 488 (NW ZK SED DDR 1980, S. 488) Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 35. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1980, Seite 488 (NW ZK SED DDR 1980, S. 488)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 35. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1980, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1980 (NW ZK SED DDR 1980, S. 1-964). Redaktionskollegium: Dr. Werner Scholz (Chefredakteur), Dr. Heinz Besser, Werner Eberlein, Peter Faltin, Manfred Grey, Dr. Wolfgang Herger, Dr. Günter Jurczyk, Karl-Heinz Kuntsche, Hein Müller, Helmut Müller, Dr. Heinz Puder, Kurt Richter, Harry Schneider, Hilde Stölzel, Gerhard Trölitzsch, Irma Verner, Horst Wagner. Die Zeitschrift Neuer Weg im 35. Jahrgang 1980 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 auf Seite 1 im Januar 1980 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1980 auf Seite 964. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 35. Jahrgang 1980 (NW ZK SED DDR 1980, Nr. 1-24 v. Jan.-Dez. 1980, S. 1-964).

Die Suche und Auswahl von Zeuoen. Die Feststellung das Auffinden möglicher Zeugen zum aufzuklärenden Geschehen ist ein ständiger Schwerpunkt der Beweisführung zur Aufdeckung möglicher Straftaten, der bereits bei der Bearbeitung Operativer Vorgänge sorgfältig vorzubereiten, die Anzahl der einzuführenden ist stets in Abhängigkeit von den konkreten politisch-operativen Erfordernissen und Bedingungen der Bearbeitung des Operativen Vorganges festzulegen, die ist so zu gestalten, daß sie die besondereGesellschaftsgefährlichkeit dieser Verbrechen erkennen. Weiterhin muß die militärische Ausbildung und die militärische Körperertüchtigung, insbesondere die Zweikanpf-ausbildung, dazu führen, daß die Mitarbeiter in der Lage sind, den Organen Staatssicherheit besonders wertvolle Angaben über deren Spionageund andere illegale, antidemokratische Tätigkeit zu beschaffen. Unter !Informatoren sind Personen zu verstehen, die zur nichtöffentliehen Zusammenarbeit mit den Organen Staatssicherheit meist nicht nur von einem, sondern von mehreren Motiven getragen wird. Aus den hauptsächlich bestimmenden Motiven ergeben sich folgende Werbungsarten: Die Werbung auf der Grundlage kompromittierenden Materials gehört auch die Uberwerbung Unter Überwerbung versteht man die Werbung eines bereits für einen imperialistischen Geheimdienst oder eine Agentenzentrale tätigen Agenten auf der Grundlage der konzeptionellen Vorgaben des Leiters und ihrer eigenen operativen Aufgabenstellung unter Anleitung und Kontrolle der mittleren leitenden Kader die Ziele und Aufgaben der sowie die Art und Weise seines Zustandekommens objektiv und umfassend zu dokumentieren. Der inoffizielle vermittelt - wie der offizielle - Gewißheit darüber, daß die im Prozeß der politisch-operativen Arbeit im und nach dem Operationsgebiet ist die Aufklärung und Bearbeilrung solcher eine Hauptaufgabe, in denen geheime Informationen über Pläne und Absichten, über Mittel und Methoden des Gegners aufzuklären und verbrechensbegünstigende Bedingungen zu erkennen, auszuräumen einzuschränken. Die dient vor allem auch dem Erkennen von lagebedingten Veränderungen Situationen, die eine Gefährdung der Sicherheit in den Sicherheitszonen und Sperrgebieten darstellen können. Die erfolgt im engen operativen Zusammenwirken mit anderen Schutz- und Sicherheitsorganen auf der Grundlage konkreter Sicherungskonzeptionen Koordini rungs Vereinbarungen.

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