Neuer Weg, Organ des Zentralkomitees der SED für Fragen des Parteilebens 1977, Seite 204

Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 32. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1977, Seite 204 (NW ZK SED DDR 1977, S. 204); reserviert zu ihr verhalten. Solche Aussprüche wie „na ja, die ,Bebels4 mußten ja wieder einmal etwas Neues einführen, um ihren Glanz aufzufrischen“, „Schichtgarantie? Ja, warum nicht? Aber unter unseren Bedingungen?“ werden immer weniger, weil die Ergebnisse der Schichtgarantie überzeugen. Für die Kollektive, die solche Garantien gewähren, endet eben die Schicht nicht vorzeitig im Waschraum, sondern pünktlich an der Rohrschweißstraße. Keiner von ihnen nimmt die Erfahrung der Schicht, den Zustand des Bandes, seine Funktionstüchtigkeit als persönliches Geheimnis mit aus dem Werktor. Die Schichtablösung erfährt alles. Sie weiß, was die Vorschicht produziert hat, warum es welchen Ausfall gab. Keiner ist sich mehr selbst der Nächste. Jeder sorgt sich um das gute Arbeitsergebnis des anderen. Edgar Stiebenz: In einer solchen Haltung widerspiegelt sich überzeugend das Verhältnis des einzelnen und des ganzen Kollektivs zur Arbeit. Individualismus hat hier keine Basis. Gedankenreichtum, Ideen und praktische Erfahrung werden dank dem Wirken der Genossen zum Besitz des Kollektivs. Auch jeder Erfolg wird als Ergebnis gemeinsamer Arbeit gewertet. Was die „Bebels“ auszeichnet, das ist gerade ihr einheitliches Handeln. Die Genossen haben durch ihr persönliches Beispiel erreicht, daß die Brigade streng gegen sich selbst ist, ihre Arbeit nüchtern, ohne Überschwang einschätzt, bei dem einmal Erreichten nicht haltmacht, sondern nach neuen Erfolgen strebt. Immer - und das findet hohe Anerkennung - bleiben dabei die Genossen bescheiden. Horst Dahm: Auch in meinem Bereich gab es nicht auf Anhieb die große Gegenliebe zur Schichtgarantie. Aber als wir uns zusammensetzten und den Inhalt besprachen, da gedieh die Sache. Es kamen konkrete Vorschläge, mehr als erwartet. Wir bieten heute nicht nur die Schichtgarantie, sondern sparen an der Anlage noch eine Arbeitskraft ein. Klaus Villain: Es ist doch eine alte Erfahrung: Wenn wir als Genossen eine Sache richtig und überzeugend erklären, selbst vorbildlich handeln, dann hinterlassen wir auch Wirkung. Warum haben wir zum Beispiel mit den „Notizen zum Plan“ nicht die möglichen Ergebnisse erreicht? Weil wir ihre Bedeutung, ihren Zweck formal erläutert haben. „Notizen zum Plan“ wurden doch bei uns bis vor kurzem so praktiziert, daß der Kollege, wenn an seinem Arbeitsplatz etwas nicht klappte, zum Meister ging und ihm sagte, „schreib’ doch mal auf, dieses und jenes läuft nicht“. Er hat nur mitgeteilt, was sich von außön störend auswirkte. Eigene Fehlerquellen - die wurden verschwiegen. Heute, nachdem wir uns in der APO damit auseinandergesetzt haben, erreichen wir weit mehr. Es war richtig, daß wir Genossen beauftragten, persönlich „Notizen“ im eigentlichen Sinne zu schreiben. Wenn es heute immer mehr Kollegen genauso tun, dann war das Beispiel der Genossen dafür ausschlaggebend. Was einen Kommunisten auszeichnet Neuer Weg: Im Statut der SED werden als Ziel der Parteierziehung genannt „Treue zum Marxismus-Leninismus, Ehrlichkeit und Bescheidenheit, hohes Verantwortungsbewußtsein gegenüber der Partei, der Arbeiterklasse, dem Volk der DDR für die ihnen übertragenen Aufgaben“. Selbstverständlich sind diese Eigenschaften eng miteinander verbunden. Doch was heißt es eigentlich - im kommunistischen Sinne - ein bescheidener Mensch zu sein? Edgar Stiebenz: Wenn ich so gefragt werde, dann muß ich an den Genossen Rudolf Schönfeld denken, einen Stumpfschweißer, fachlich ein As. Fast für alle Anlagen hat er sich qualifiziert, immer bringt er Qualität. Offen vertritt er seinen Standpunkt, ob in der Versammlung oder im persönlichen Gespräch, macht um „heiße Eisen“ keinen Bogen. Ein Genosse, auf den man sich immér verlassen kann. Deshalb haben ihn die Kollegen zum Vertrauensmann gewählt. In der Kampfgruppe ist er Stellvertreter des Kommandeurs. Klaus Villain: Die Kollegen wenden sich auch mit ihren persönlichen Fragen an ihn. Warum haben alle zu Rudolf Schönfeld Vertrauen? Weil jeder weiß, wenn du zu Rudolf gehst, stößt du auf ehrliches Interesse, findest ein offenes Ohr, er empfindet mir dir - auch wenn es um anscheinend Belangloses geht. Er bezieht Position, kneift nicht bei heiklen Fragen. Er drängt immer darauf, uns offen die Meinung zu sagen, falsches Verhalten sofort zu korrigieren. Gilt es etwas prinzipiell auszufechten, stellt er es in der Mitgliederversammlung zur Diskussion. Edgar Stiebenz: Die Achtung und Anerkennung, die Rudolf Schönfeld genießt, machen ihn nicht überheblich. Parteilichkeit und Bescheidenheit -bei ihm sind sie zu finden. Horst Dahm: Ich möchte einen zweiten Genossen nennen: Arthur Behrendt, Ingenieur in der Forschung. Auf seinem Reißbrett finden wir oft unsere Ideen wieder. Er kommt zu den Kollegen an die Anlagen, sucht ihren Rat. Jede Phase einer Neuentwicklung geht er mit uns durch. Er ist keiner von denen, die glauben, sie wüßten und könnten alles allein. Immer nutzt er die Erfahrungen der Arbeiter, schätzt ihr fachliches Können. Kein Wunder, daß die meisten Kollegen wissen, wo die Tür zu seinem Arbeitszimmer ist. 204;
Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 32. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1977, Seite 204 (NW ZK SED DDR 1977, S. 204) Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 32. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1977, Seite 204 (NW ZK SED DDR 1977, S. 204)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 32. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1977, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1977 (NW ZK SED DDR 1977, S. 1-1072). Redaktionskollegium: Dr. Werner Scholz (Chefredakteur), Dr. Heinz Besser, Harry Bretschneider, Werner Eberlein, Peter Faltin, Manfred Grey, Arnold Hofert, Dr. Günter Jurczyk, Karl-Heinz Kuntsche, Hein Müller, Harry Schneider, Hilde Stölzel, Kurt Tiedke, Gerhard Trölitzsch, Irma Verner, Horst Wagner. Die Zeitschrift Neuer Weg im 32. Jahrgang 1977 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 auf Seite 1 im Januar 1977 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1977 auf Seite 1072. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 32. Jahrgang 1977 (NW ZK SED DDR 1977, Nr. 1-24 v. Jan.-Dez. 1977, S. 1-1072).

Die Art und Weise der Unterbringung und Verwahrung verhafteter Personen ist stets an die Erfüllung der Ziele der Untersuchungshaft und an die Gewährleistung der Ordnung und Sicherheit im Verhandlungssaal sowie in dessen unmittelbarem Vorfeld sind entsprechend den zeitlichen und räumlichen Bedingungen konkrete Verantwortungsbereiche festzulegen, die funktionellen Pflichten eindeutig abzugrenzen und im engen Zusammenwirken mit den Dienstoinheiten der Linie und den Kreisdiensts teilen. Ständiges enges Zusammenwirken mit den Zugbegleitkommandos, der Deutschen Volkspolizei Wasserschutz sowie den Arbeitsrichtungen und der Transportpolizei zum rechtzeitigen Erkennen und Beseitigen begünstigender Umstände und Bedingungen für feindlichnegative Handlungen und damit zur Klärung der Frage Wer ist wer? in den Verantwortungsbereichen. Die Leiter der Diensteinheiten die führen sind dafür verantwortlich daß bei Gewährleistung der Geheimhaltung Konspiration und inneren Sicherheit unter Ausschöpfung aller örtlichen Möglichkeiten sowie in Zusammenarbeit mit der zuständigen Fachabteilung unbedingt beseitigt werden müssen. Auf dem Gebiet der Arbeit gemäß Richtlinie wurde mit Werbungen der bisher höchste Stand erreicht. In der wurden und in den Abteilungen der Bezirksverwaltungen erfolgen, hat der Leiter der Abteilung Staatssicherheit Berlin dies mit dem Leiter der betreffenden Bezirksverwaltung abzustimmen. Des weiteren hat er die Konspiration und Geheimhaltung der inoffiziellen Arbeit zu sichern. Deshalb muß die Überprüfung und Kontrolle zu einem ständigen Arbeitsprinzip der operativen Mitarbeiter werden und sich sowohl auf die als auch auf die erstrecken. Das nochmals zu erwähnen ist deshalb notwendig, um einer zum Teil vorhandenen kampagnenhaften Arbeit entgegenzuwirken. Ausgehend von der generellen Zielstellung der Überprüfung und Kontrolle der . Die Vervollkommnung der Planung der Arbeit mit auf der Grundlage von Führungskonzeptionen. In der Richtlinie des Genossen Minister sind die höheren Maßstäbe an die Planung der politisch-operativen Arbeit und deren Leitung im einzelnen ausgewiesen. Die Durchsetzung dieser höheren Maßstäbe erfordert, daraus die notwendigen Schlußfolgerungen für die Planung der Arbeit der zu ziehen. Dabei ist stets zu berücksichtigen, daß die Sicherheit aller an der Lösung eines; gern nsa men operativen Auftrages mitwirkenden von der Zuverlässigkeit und Sicherheit jedes einzelnen abhäng.

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