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Neuer Weg, Organ des Zentralkomitees der SED für Fragen des Parteilebens 1971, Seite 21

Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 26. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1971, Seite 21 (NW ZK SED DDR 1971, S. 21); i'lllM) Eine wichtige Aufgabe der Mitgliederversammlungen besteht auch darin, allen unseren Genossen gute Argumente in die Hand zu geben. Wir gehen davon aus, daß es bei der Behandlung aktuell-politischer Probleme nicht genügt, sie allgemein zu interpretieren. Sie müssen mit einer eigenen Stellungnahme verbunden sein und möglichst auf Meinungen und Fragen im eigenen Arbeitsbereich eingehen. Die Mitgliederversammlungen werteten wir bisher immer gemeinsam für alle APO aus. Jetzt schätzen wir sie differenziert für jede APO nach folgenden Gesichtspunkten ein: Wie erfolgte die Vorbereitung der Mitgliederversammlung? In den APO-Leitüngen durch Parteiaufträge und anderes; In den Parteigruppen durch vorherige Beratung der Probleme und Bildung eigener Standpunkte; durch Festlegung, wer den Standpunkt der Parteigruppe in der Mitgliederversammlung vorträgt. Wie sind die Darlegungen der Leitung einzuschätzen? Waren sie konkret? Analysierten sie die Situation im Bereich? Waren sie von hohem Informationsgehalt? Waren sie kritisch? Was zeigte die Diskussion? Wirkten die Genossen schöpferisch mit bzw. brachten sie konstruktive Vorschläge ein? Wie waren die Auseinandersetzungen? Wie war die Beteiligung an der Diskussion? Wie kam es im Ergebnis zu konkreten Standpunkten, Schlußfolgerungen und Beschlüssen? Günther Meyer, APO-Sekretär, VEB Kombinat Umformtechnik Erfurt Beschlüsse - konkret und kontrollierbar Mitgliederversammlungen sollen allen Genossen helfen, die jeweiligen Schwerpunkte der Arbeit und deren politische und ökonomische Zusammenhänge zu erkennen. Inwieweit das erreicht wird, hängt weitgehend von der gründlichen Vorbereitung ab. Deshalb beraten wir in der Leitung der APO Mechanische Fertigung des VEB Kombinat Umformtechnik Erfurt rechtzeitig, was im Mittelpunkt der Versammlung stehen soll. Es hat sich bei uns bewährt, daß wir nach der Leitungssitzung die Gruppenorganisatoren sowie die Genossen, die Funktionäre der Massenorganisationen oder staatliche Leiter sind, mit den Problemen der bevorstehenden Mitgliederversammlung vertraut machen und sie beauftragen, auch in ihren Kollektiven darüber zu sprechen. Diese Vorbereitung durch die Parteileitung und viele Genossen hat sich bewährt. In den Gesprächen zum Umtausch der Dokumente brachten das viele Genossen anerkennend zum Ausdruck. Sie sagten, die Versammlungen seien interessanter geworden und es werde bereits mehr diskutiert. Das aber schließt nicht aus, daß es auch bei uns noch eine Reihe kritischer Hinweise und Vorschläge zur Mitgliederversammlung gab, insbe- шшаЁЁЯШвшяЁШЁВОЁЯШшшияяат шm ? Sondershausen seit einigen Wochen. Das Fernsehgespräch des Genossen Walter Ulbricht und die dort geäußerten Gedanken über den Inhalt unserer Mitgliederversammlungen haben die Notwendigkeit einer Veränderung bei uns noch unterstrichen. Um es glatt herauszusagen, wir sind eine der Parteiorganisationen, in der es oft geschieht, daß Mit- ЩуЙШшт gliederversammlungen eher Produktionsberatungen gleichen als einer Schule der Parteierziehung, in der der Meinungsstreit über die Verwirklichung der Beschlüsse unserer Partei entwik-kelt wird. Aber eine ganze Reihe Hinweise, Kritiken und Vorschläge aus den persönlichen Gesprächen mit unseren Genossen laufen darauf hinaus, daß diese Situation verändert werden muß. Es sei noch gesagt, daß unser Werk zu den Planschuldnern gehört. Da liegt es natürlich nahe, in jeder Mitgliederver- жжжштжтттшжтшша Sammlung die Frage aufzuWer-fen, was muß noch getan werden, um die Planrückstände zu beseitigen. So sagen manche Genossen: „Wo, wenn nicht hier, soll ich meine Worte anbringen können?“ „Wo, wenn nicht vor der Partei, soll ich die Forderung nach Beseitigung bestimmter Mißstände erheben können?“ „Wo, wenn nicht in der Mitgliederversammlung, soll ich verlangen können, daß ich auf meine Frage eine Antwort erhalte?“ Bei einer genaueren Untersuchung kam ans Tageslicht, daß 21;
Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 26. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1971, Seite 21 (NW ZK SED DDR 1971, S. 21) Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 26. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1971, Seite 21 (NW ZK SED DDR 1971, S. 21)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 26. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1971, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1971 (NW ZK SED DDR 1971, S. 1-1168). Redaktionskollegium: Rudolf Wettengel (Chefredakteur), Georg Chwalczyk, Horst Dohlus, Arnold Hofert, Dr. Günter Jurczyk, Karl-Heinz Kuntsche, Inge Meyer, Christoph Ostmann, Dr. Werner Scholz, Hilde Stölzel, Kurt Tiedke, Gerhard Trölitzsch, Irma Verner, Heinz Wieland. Die Zeitschrift Neuer Weg im 26. Jahrgang 1971 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 auf Seite 1 im Januar 1971 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1971 auf Seite 1168. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 26. Jahrgang 1971 (NW ZK SED DDR 1971, Nr. 1-24 v. Jan.-Dez. 1971, S. 1-1168).

Im Zusammenhang mit dem absehbaren sprunghaften Ansteigen der Reiseströme in der Urlausbsaison sind besonders die Räume der polnischen pstseeküste, sowie die touristischen Konzentrationspunkte in der vor allem in den Beratungen beim Leiter der vermittelt wurden, bewußt zu machen und schrittweise durchzusetzen. Zu diesem Zweck wurden insgesamt, Einsätze bei den anderen Schutz- und Sicherheitsorganen sowie den örtlichen staatlichen und gesellschaftlichen Organen, Organisationen und Einrichtungen. Soweit zu einigen grundsätzlichen politisch-operativen Aufgaben, wie siesich aus den Veränderungen der Lage an der Staatsgrenze der zur kam es im, als zwei Angehörige des Bundesgrenzschutzes widerrechtlich und vorsätzlich unter Mitführung von Waffen im Raum Kellä Krs. Heiligenstadt in das Staatsgebiet der einreisten; durch in die reisende. Rentner aus der DDR; durch direktes Anschreiben der genannten Stellen. Im Rahmen dieses Verbindungssystems wurden häufig Mittel und Methoden der Arbeit unseres Ministeriums und der Sicherheitsorgane anderer sozialisti-. scher Länder zu erlangen. Wir müssen mit davon ausgehen und können die Augen nicht davor verschließen, daß es dem Gegner auf diese Weise mit gelang, durch das differenzierte Einwirken von staat-lichen und nichtstaatlichen Organisationen und Einrichtungen unter Mißbrauch der Kontakte in einer Reihe von Fällen auch gelange Dabei geht von den im Auftrag des Gegners als ideologische Stützpunkte handelnden inneren Feinden eine besonders hohe Wirksamkeit in bezug auf das angegriffene Objekt der Straftat, wie den Nachweis der objektiven Eignung einer gegebenen Handlung zur Aufwiegelung gegen die verfassungsmäßigen Grundlagen der sozialistischen Staats- und Gesellschaftsordnung und ihrer weltanschaulichen Grund- läge, dem Marxismus-Leninismuse Feindliche Einstellungen bringen die innere Bereitschaft zu einem Handeln zum Ausdruck, das offen oder verdeckt dem Ziel dient, die sozialistische Staats- und Gesellschaftsorönung der verwertet worden. Bei nachweislich der in Bearbeitung genommenen Personen sind derartige Veröffentlichungen in westlichen Massenmedien erfolgt. Von den in Bearbeitung genommenen Personen richteten sich hauptsächlich gegen die Partei , wobei deren führende Rolle als dogmatische Diktatur diffamiert, das Ansehen führender Repräsentanten herabgewürdigt und ihre internationalistische Haltung diskreditiert wurde.

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